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Seit dem Debüt-Album \“Souvenir\“ (2012) von MEMPLEX hat sich bei den fünf Herren viel getan, und jeder Einzelne dieser Band kann mittlerweile auf eine beachtenswerte, bis in die internationale Jazzlandschaft strahlende Laufbahn zurückblicken. Sei es bei Shake Stew, sei es bei Interzone, sei es bei Little Rosies Kindergarten oder bei e c h o boomer. Zum Segen der Band, steuert doch jeder der fünf Musiker für Memplex seine Songs bei. 2022 ist das neue Memplex-Album \“Villains\“ (also \“Schurken\“) erschienen. Dessen Musik bezieht sich nun auf die krisenintensive Zeit in der wir leben; sie spendet Trost, weckt auf, gibt Halt, zelebriert den Moment und \“dient hoffentlich dazu, das Publikum zu inspirieren … die Bösewichte nicht gewinnen zu lassen\“, sagt die Band. Straight, eigenwillig und unorthodox überraschen Memplex auch hier wieder mit eingängigen Hooks, volltönender Melancholie und filmreifer Klangdramaturgie, in die auch immer wieder ekstatisch entschwebende Soli einbrechen. So geben Memplex erneut \“ein schönes Beispiel dafür, wie sich spröder Eigensinn und poetischer Schmelz betörend stimmig verbinden lassen\“, wie schon die österreichische Wochenzeitung Falter schrieb.

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{„de“:“Das aus Maja Osojnik und Matija Schellander bestehende Wiener Duo RDEČA RAKETA (dt.: Rote Rakete) kombiniert abstrakte elektronische Klänge mit schweren Beats, inspiriert von akusmatischer und Industrial-Musik sowie Hip-Hop. In ihrem aktuellen Programm \“…and cannot reach the silence\“ gehen die beiden in den gesungenen und rezitierten Texten Osojniks der Frage nach den zahlreichen Irrwegen der Kommunikation in Zeiten medialer Überangebote nach. Die kunstvolle Verflechtung von gesprochener und gesungener Sprache verschmilzt mit dem collagierten Klangmaterial. Modulare Synthesizer und zerschnittene Samples gemischt mit manipulierten CD-Playern und Aufnahmen von akustischen Instrumenten und Field Recordings ergeben zusammen mit aufwändiger Klangbearbeitung eine wundersam heterogene Mischung.
Das ist sicher nichts, das berieselt, entspannt und zum Nebenbei-Hören taugt. Das Publikum ist eingeladen, in die Klänge einzutauchen, mitzufühlen, mitzudenken. Für dieses Erlebnis muss man offen und neugierig sein, eigenen Einsatz als Zuhörerin und -zuhörer mitbringen. Auch die Texte sind kein leichter Stoff. Doch wenn man sich auf diese dystopisch anmutenden, psychedelischen Reisen mitnehmen lässt oder besser noch aktiv auf diese Reisen mitkommt, wird das Konzert zum großen Erlebnis – vor allem in Kombination mit den Visuals der herausragenden Videokünstler Patrick K.-H. und Ivan Marušić Klif. Hier kommentiert weder Video die Musik noch liefert die Musik einen Kommentar zum Video, sondern die Perspektive wird erweitert, Gesehenes und Gehörtes ergänzen einander und werden zum Gesamtkunstwerk.

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{„de“:“LYLIT ist eine Musikerin, die ihre Seele auf der Zunge trägt. Sie verschreibt sich vollends ihren Kompositionen und trägt diese mit einer Hingabe vor, die sich tief ins Herz bohrt.
In ihrem neuen Programm reduziert sich die Künstlerin auf Stimme und Klavier. Gemeinsam mit dem Schauspieler Kristian Nekrasov begab sie sich 2021 auf die Suche nach inhaltlichen Themen, die in Musik umgewandelt werden sollten. Während der gemeinsamen Arbeit wurde der Künstlerin immer klarer, dass sie keine Umwege mehr gehen will. Klarheit in Form, Emotion und Ausdruck und schnörkellose Direktheit wurden zu Werkzeugen ihres kreativen Schaffens.

„In dieser überflutenden und auf Oberflächlichkeiten basierenden Zeit spüre ich einen starken Drang, mich künstlerisch einfach, reduziert und klar auszudrücken. Der Inhalt meiner Texte ist mir wichtiger denn je und die Musik fungiert für mich wie ein Verstärker dessen.“

Das neue Programm wird von LYLIT an Stimme und Klavier gemeinsam mit ihren Background-Sängerinnen Anja Om und Ricarda Oberneder und ihrem Produzenten Andreas Lettner präsentiert.

Nachdem sie ihren ersten Plattenvertrag bei Kedar Massenburg (CEO von Motown Records) in den USA unterschrieben hatte, veröffentlichte Lylit diverse EPs in den USA. Mit ihrer EP „Unexpected“ wurde sie in die Top Ten der R’n’B Releases desselben Jahres gewählt und ihr Song „The Plan“ wurde Single Of The Week bei iTunes USA. Es folgten Tourneen in den USA und in ganz Europa. Ihr eigenes Debut-Album \“Inward Outward\“ veröffentlichte Lylit Ende 2019 auf dem Label Syrona Records und war damit europaweit auf diversen Bühnen unterwegs. Sie komponiert und produziert die Filmmusik für den im Herbst 22 erscheinenden Kinofilm „Eismayer“, schreibt für und mit anderen Künstler*innen und tritt als Sängerin mit diversen Artists auf (SK Invitational, TY, Blumentopf, Fiva, DubFX, Janus Ensemble, Random Trip, etc).

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Man kennt Mona Matbou Riahi, Philipp Kienberger und Alexander Yannilos als viel beschäftige und sehr umtriebige musikalische Kreativköpfe, die in unterschiedlichsten Projekten (u.a. Mira Lu Kovacs, Little Rosies Kindergarten, P:Y:G, Motherdrum u.a.) ihre außergewöhnlichen spielerischen Fähigkeiten und ihr breites musikalisches Verständnis schon vielfach eindrucksvoll unter Beweis gestellt haben. In ihrem gemeinsamen Trio /KRY treiben sie die stilistische Ungebundenheit an die Spitze und präsentieren einen fesselnden Sound, der sich zwischen Einfachheit und Komplexität, stimmungsvoller Ruhe und lärmender Hochenergie in ausgesprochen vielfältiger Art einpendelt. Überraschende Wendungen, rasante Wechsel zwischen Sound, minimalistischen Loops und raffinierten thematischen Überlagerungen sind die Bausteine für ihre energetische Live-Performance.

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{„de“:“Die Netzsuche nach „echoboomer“ führt direkt zur Generation Y. Die sieben Baby-Boomer-Kinder, also eben E C H O BOOMER, dieses „Art Pop/Jazz Orchestras“ um Beate Wiesinger versetzen ihre auskomponierten Arrangements – irgendwo zwischen Gil Evans, Duke Ellington, Kronos Quartett und Radiohead – schichtweise mit Improvisationen.
Das Album dazu heißt „Aliens on Board“ (Jazzwerkstatt Records) und klingt vielleicht auch deshalb ein wenig wie Jazzmusik für die Enterprise. Oder wie die Band selbst schreibt: „e c h o boomer klingt mal groß, mal fragil, mal schelmisch, mal hart, mal lustig, mal tiefgründig, aber nie fad oder prätentiös.“ Beam me up, Scotty! (Götz Bühler)

Kein Wunder, dass e c h o boomer im Erscheinungsjahr des Albums 2019 in den Top 10 der Falter Jahrescharts in der Kategorie \“Jazz\“ vertreten war. \“Aus kleinen eingängigen Motiven entwickelt Wiesinger abwechslungsreiche und überraschende Stücke, in denen sich mehr abspielt als anderswo auf ganzen Alben\“, schrieb das Wiener Kulturmagazin.

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Ein Sound, der in Sachen Stilistik keinerlei Grenzen kennt: das Duo SINFONIA DE CARNAVAL zeigt auf seinem neuen Album „Sweeping Dragon“ (Preiser Records), wie aus vielen stilistischen Einflüssen etwas ein mitreißendes Ganzes entstehen kann.  Die Art und Weise, wie Anna Lang und Alois Eberl Jazz, Rock, Pop, Funk, elektronische Spielerein, Folk aus allen möglichen Richtungen, Improvisationen, Filmmusik und Klassik miteinander verweben, zeugt von einem großen musikalischen Verständnis und einer ordentlichen Portion Kreativität. Die beiden verstehen es exzellent, die unterschiedlichsten Elemente in einen Gesamtklang zu übersetzen, der seine Geschichten über abwechslungsreiche Arrangements, spannungsgeladene Bögen und einprägsame Melodien erzählt und dabei faszinierende Bilder ferner Welten und Orte in die Gedanken der Hörerinnen und Hörer pflanzt. In den Stücken wird gefeiert und getanzt, sich der Melancholie hingegeben, lässig gegroovt, geträumt und in andere Sphären weggeschwebt und sogar tieftönig hart gerockt. Musik, die mit wahnsinnig viel Gefühl und Leidenschaft, klanglicher Schönheit und einer immensen Wucht gleichermaßen in ihren Bann zieht.

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{„de“:“Das Wiener Trio KONTRAPUNK schafft eine aus cineastischem Instrumental-Jazz, barockem Kontrapunkt und Industrial- Avantgarde resultierende Harmonie, die dem individuellen Kopfkino alle erdenklichen Türen öffnet. Zwei Kontrabässe tanzen mit- und gegeneinander, unverschämte E-Gitarrenklänge mischen sich ein, eigenwilliges Schlagzeug trägt, hält, zerfällt und tanzt gleichermaßen mit.
Nach ihrer jahrelangen Tätigkeit als Live-Stummfilm-Musikerin formierte Heidi Fial im Winter 2020 in Folge einer Kooperation bei der Viennale mit Tobias Pöcksteiner und Chris Pruckner das Trio Kontrapunk. Unzählige bei Filmvertonungen gesammelte Soundskizzen, aus Improvisation entstandene Instrumentalstücke und auskomponierte (Film)musik werden in einem Projekt vereint und laufend – quasi bei jeder musikalischen Zusammenkunft – erweitert.

Ihr analog produziertes, im Sommer 2021 erschienenes Debut Album \“A Motion Picture\“ ist der Soundtrack zu einem noch nicht gedrehten Film.

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{„de“:“Die 2021 mit dem deutschen Jazzpreis in der Kategorie „Band des Jahres International“ ausgezeichneten Shooting-Stars SHAKE STEW präsentieren mit ihrem fünften Album „Heat“ einen aus hypnotischen Afrobeats und ekstatischen Sound-Eruptionen gefertigten Mix, der absolut süchtig macht!
Kaum eine andere Band hat die mitteleuropäische Jazzszene in den letzten Jahren derart auf den Kopf gestellt wie Shake Stew. Während die ZEIT sie als „Österreichs Jazzband der Stunde“ bezeichnete und sie der NDR schon früh in den Status einer „Kultband“ erhob, ist spätestens seit der Verleihung des Deutschen Jazzpreises 2021 in der Kategorie „Band des Jahres International“ klar: Hier ist etwas ins Rollen gekommen, das es in dieser Form noch nicht gegeben hat. Und es macht keine Anstalten langsamer zu werden! Von Beginn an umgibt die vom Bassisten und Komponisten Lukas Kranzelbinder ins Leben gerufene Formation etwas Mystisches, dessen Musik eine ungemein soghafte Wirkung entfacht, der sich die wenigsten entziehen können: „Die unausgesprochenen Zauberworte heißen Magie und Energie – Shake Stew bringt etwas Kultisches in den aktuellen Jazz, eine Bereicherung!“ schreibt die Jury der deutschen Schallplattenkritik in ihrer Begründung für die Aufnahme in die Bestenliste 2020, doch das war nur die bisherige Spitze des steilen Aufstiegs, die die Band seit ihrer Gründung 2016 in rasender Geschwindigkeit zurückgelegt hatte und der von einem tatsächlich weltweiten, jubelnden Medienecho begleitet worden war.
Hypnotische Afrobeats und treibende Rhythmen prägten von Beginn an den Sound der Band, doch gerade wenn man glaubt, die Zauberformel dieses musikalischen Eintopfs entziffert zu haben, zeigt Shake Stew die ganze klangliche Bandbreite seiner Instrumentierung auf: An der Grenze zur absoluten Stille entstehen wie aus dem Nichts beschworene Klanggebilde, die auf trance-artig wiederholten Basslinien und fein gestimmten Gong-Patterns dahinperlen und einen in ihrer Ruhe und Fragilität mindestens genauso tief berühren, wie die vorangegangenen Groove-Explosionen.

Nachdem als Antwort auf die Einstellung des Konzertbetriebs im Krisen-Jahr 2020 ein Live-Album mit dem Titel (A)live! veröffentlicht wurde, begann Anfang 2021 eine neue Ära in der Bandgeschichte: Die Saxofonistin Astrid Wiesinger wurde als fixes Bandmitglied an der Position des Alt-Saxofon willkommen geheißen! Der kreative und energetische Schub, der die Band in Folge der Umbesetzung durchströmte, wurde sogleich genutzt, um in neuer Formation ins Studio zu gehen und dem zeitweise fast unerschöpflich wirkenden Output von Shake Stew eine neue klangliche Facette zu verleihen. „Heat“ titelt das jetzt erscheinende fünfte Album der Band und eines lässt sich bereits jetzt sagen: Der Name ist Programm!

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{„de“:“Seit mehreren Jahren ist das junge Quintett chuffDRONE bereits mitten drin im Kreis der experimentierfreudigen österreichischen Jazzszene und hat mit Auftritten bei renommierten Jazzfestivals im In- und Ausland auf sich aufmerksam gemacht (Moers-Festival, Jazzfestival Buenos Aires, 12 Points Festival Aarhus, Jazzfestival Saalfelden u.a.). \nDie Band bündelt fünf musikalische Persönlichkeiten, jede mit einem eigenständigen Zugang zum Jazz – fünf wache Teamplayer, die sich mit voller Intensität aufeinander einlassen.\nSo intelligent wie intuitiv schaffen sie in ihren Kompositionen wohldosierte Ventile für unkontrollierte Ausbrüche, rhythmisieren die Ekstase und orchestrieren die Stille.\nchuffDRONE vereint Energie und Poesie, Übermut und Perfektion.\nAuf die Kraft des Kollektivs vertrauend, verschwinden die Grenzen von Komponiertem und Improvisiertem, verschmelzen die verschiedenen Instrumente zu einem pulsierenden, energetisch aufgeladenen Klangkomplex, dessen Anziehungskraft man sich kaum entziehen kann.“,“en“:““,“cz“:““,“pl“:““}

{„de“:“Mark Holub, vornehmlich bekannt als Bandleader und Drummer der gefeierten und für den Mercury Prize nominierten Led Bib, hat mit den ANTHROPODS sein erstes neues Projekt als Leader seit der Gründung von Led Bib im Jahr 2003 ins Leben gerufen. Seit 2012 liegt Holubs Homebase in Wien. Die Corona-Pandemie hatte zwar überall das Tour- und Alltagsleben lahmgelegt, sie bot Holub allerdings die unverhoffte Chance, endlich in Wien sein eigenes Projekt als Bandleader zu gründen. Seit Jahren geplant, jedoch aus Zeitgründen nie umgesetzt. Es ging ihm nicht darum, eine Art österreichische Led Bib zu klonen, sondern vielmehr seine Optionen und Potentiale als Komponist und Bandleader neu zu sortieren. Led Bib war immer ein starkes Kollektiv, hier bot sich nun aber die Möglichkeit, mit komplett anderer Besetzung und einer frischen Klangpalette, neue Wege zu gehen.

Obschon hier vieles von Holubs charakteristischem Led Bib-Stil anklingt, steckt die Musik der Anthropods voller Kontraste. Von idyllischer Schönheit über dichte freie Improvisationen, bis hin zu schweren Grooves, zeigt es Facetten der Arbeit Holubs deutlich jenseits des Led Bib-Horizontes.

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