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Prager Avantgarde: »Gedengel« auf einem Teppich pulsierender Riffs
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Freitag
23. Sep 2005
21:00 Uhr
Zum dritten Mal nun schon ist die Prager Underground-Formation in der »Tonne« zu Gast. Das wir sie also mögen, ist klar. Aber auch andere sind begeistert von dieser Band und wertschätzen sie. So schreibt Rigobert Dittmann, Macher des traditionsreichen Magazins für »andere« Musik aus Würzburg, zu den Pragern und deren CD: »Aus dem neuen Europa kommt eine Rockformation, die sich – fast hätte ich gesagt: typisch tschechisch – um das Charisma eines Sänger-Poeten zentriert. Vaclav Bartos, ein Mann, der mit Kultfiguren wie Fajt und Bittova zusammen gespielt hat, stellte im September 2000 aus Mitgliedern diverser Rock-, Jazz- und Bluesbands ein neues Ensemble zusammen, einen Klangkörper, dem er selbst mit Keyboards, Electronics, Bassdrum und vor allem dem Gedengel einer Steeldrum einen ungewöhnlichen Sound entlockt. Auf einem Teppich pulsierender Riffs, dem geschmeidigen, lässigen Groove einer karibisch angehauchten Fusion von 5/7 One-World-Pop, 1/7 ArtRock und 1/7 tschechischer Komik, croont Bartos Lyrics von Ginsberg, Trakl, seinem Landsmann Honza Volf und aus eigener Feder und bettet die Performances gern in multimediales Gewand. Zwei Videos betonen diese optische Seite von FruFru. Gitarren, Keyboards, Bass und Percussion hämmern die Eigenkompositionen von ›Materielle Welt‹ ins Ohr, Stoff aus den böhmischen Dörfern und Wäldern, der FruFru via Radio, TV und diverse Festivals über Prag und Bratislava hinaus populär machte und ihnen Konzerte in der Slowakei, Polen und Germany verschaffte. Bartos Timbre erinnert manchmal an Vladimir Kokolia. Aber vielleicht liegt das nur an der tschechischen Sprachmelodie, die hier zwischen schmeichlerischem, südländischen Charme und launigem Sprechgesang pendelt.«

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