3. Festival Jazzwelten 2007

erikM F

Filigrane Klanglandschaften des Turntable-Künstlers Nummer Eins
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Donnerstag
29. Mrz 2007
20:00 Uhr
Seit mehr als dreißig Jahren sind Plattenspieler nicht nur als bloße Wiedergabegeräte, sondern auch als eigenständiges Musikinstrument und Kristallisationspunkt experimenteller Musik ein unübersehbarer Faktor. Der französische Turntable-Spieler Erik M., geboren 1970 in Mulhouse und derzeit wohnhaft in Marseille, zählt zu den seltenen Doppelbegabungen der Kunst: Neben seiner musikalischen Karriere betätigt sich Erik M. auch erfolgreich als bildender Künstler. Komplexe Collagen, aber auch abstrakte Videos bestimmen seine Arbeiten in diesem Gebiet. In der Musik hatte Erik M. seine Karriere als autodidaktischer Rockgitarrist und -bassist begonnen: Seit seinem 17. Lebensjahr spielte der Künstler in zahlreichen Industrial- und Noise-Bands in Marseille. Unter diesem Einfluss begann Erik M. schließlich auch seine Karriere in der internationalen Elektronik-Szene: als virtuoser Turntable-Spieler, der dem alten Vinyl durch trickreiche Techniken ganz neue, geräuschhafte Sounds zu entlocken weiß. Externe Klangquellen dienen Erik M. dabei als reines Ausgangsmaterial, mit dem er völlig eigenständige »Kompositionen« schafft, subtile Klang-Abstraktionen, die eine neue elektronische Position in der Musik zum Ausdruck bringen. Die Sounds von Erik M. markieren eine Art Innehalten in der zeitgenössischen Arbeit mit Klängen. Im Gegensatz zu herkömmlicher elektronischer Sound-Avantgarde dominiert hier das Bedürfnis, ein musikalisches Werk zu weben, dessen Feinheiten einfach nachzuvollziehen sind und das es dem Hörer leichter macht, das Wesen dieser Sound-Kompositionen zu durchschauen. Erik M. ist derzeit – neben Christian Marclay, Otomo Yoshihide und Martin Tétreault – der angesagteste Avantgarde-Turntable- und Avantgarde-Computer-Künstler weltweit. Es gibt kaum ein Festival von Bedeutung, auf dem er noch nicht aufgetreten wäre. Das Konzert in Dresden wäre (nach meinem Dafürhalten) eine Ostdeutschlandpremiere. Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem [url ziel=http://www.kultur-frankreich.de/]Institut français de Dresde[/url]

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