3. Festival Jazzwelten 2007

VITOLD REK »BASSFIDDLE ALLA POLACCA« PL

Was ein Bass alles kann: Polnische Folklore im Weltjazzformat
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Donnerstag
29. Mrz 2007
21:00 Uhr
Mit seinem Soloprogramm »Bassfiddle alla polacca« entführt Vitold Rek in die Welt der alten polnischen Hymnen und Volkslieder, die er gleichzeitig neu interpretiert. Die musikalischen Ursprünge und seine persönlichen Vorstellungen von Jazz in der Synthese mit seiner musikalischen Tradition, der slawischen Elegie und Innigkeit, werden gefühlvoll und dynamisch dargestellt. Er spielt auch eigene Kompositionen und begleitet sich selbst mit Gesang, wie das Programm schon vermuten lässt, auf Polnisch. Die Bassgeige erscheint als ein eigenständiges, lyrisches Instrument mit einer Klangfärbung, die Gamba oder Viola an Ausdruckskraft in nichts nachsteht. Es ist spürbar, dass er eine tiefe Achtung und Liebe für dieses Instrument empfindet. Gleichzeitig ist er Protagonist einer Jazzrichtung, die mit der persönlichen Herkunft, den Bindungen an kulturelle Identitäten experimentiert und diese weiterführt. Immer wichtiger wird diese Grundidee. Die Zeiten spröder Improvisation um der Improvisation willen scheinen vorbei und waren sein Stil noch nie. Die Avantgarde von heute bemüht sich, individuelle musikalische Erfahrungswelten neu zu schöpfen. Der frühere Bassist von Tomasz Stanko arbeitet seit vielen Jahren regelmäßig mit Charlie Mariano und John Tchicai zusammen; genreübergreifend sind seine Programme mit den deutschen Lyrikern Sarah Kirsch und Volker Braun bekannt geworden.

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