HUB HILDENBRAND TRIO D

Melancholisch, magisch, orientalisch – ein Trio mit besonderem Flair
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Samstag
19. Jan 2008
21:00 Uhr
»Hörfilm« nennt Hub Hildenbrand, Gitarrist und Komponist aus Berlin, seine neue CD »Heimat«. Man kann es kaum besser beschreiben. Was hier an assoziativer Musik, an sinnlichen Klangbildern zu hören ist, geht über das gewohnte Konzept einer Triobesetzung weit hinaus. Man muss Hildenbrand uneingeschränkt loben für den Mut zu diesem akustischen Kaleidoskop, für das schier grenzenlose Vorstellungsvermögen, das diesen Zyklus von kunstvollen instrumentalen Kurzgeschichten möglich macht. Hildenbrand ist Jazzgitarrist, bedient bei dieser Aufnahme aber nicht die typischen Klischees des Genres, sondern lebt sein Faible für orientalische Klänge aus. Heraus kommt ein musikalisches Konzept, das es so bisher noch nicht gab: Jazzige Offenheit, temperamentvolle Ausbrüche, kollektive Improvisationen, Klang-Collagen, lange gemeinsam von Gitarre, Bass und Oud intonierte Melodiebögen gehen eine harmonische Verbindung ein mit bildhaften Motiven, verfremdeten Instrumentenklängen, schimmernden Sound-Skulpturen, mystischen Ostinati, morgenländischer Mikrotonalität. »Heimat« erzählt eine Geschichte, einen Traum, einen Lebensweg. Diese Aufnahme ist ein Gesamtkunstwerk, das mit strukturellen Mitteln des modernen Films – Rückblenden, Überschneidungen, Montagen, Traumsequenzen – der Musik eine derart fassbare Mehrdimensionalität verleiht, dass man sich fasziniert dem Hörgenuss hingibt und gestärkt und inspiriert aus dieser Erfahrung wieder herauskommt. Das Zusammenspiel der Musiker ist traumhaft. Der gemeinsame Umgang mit Zeit, Klang und Raum – und damit mit der Entwicklung der Emotionen des Hörers – ist virtuos. Und damit steht nun die Tür offen zur musikalischen Wunderwelt des Hub Hildenbrand, voller Schönheit und Geheimnis.

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