4. Festival Jazzwelten 2008

HIDDEN FRESCO D

Improvisationen auf mittelalterlichen Instrumenten
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Mittwoch
02. Apr 2008
20:00 Uhr
Mit gotischer Fidel und mittelalterlichen Flöten und Harfen werden Themen und Motive aus dem Mittelalter als Vorlage für zeitgenössische Improvisationen genommen. Das Programm Hidden Fresco ist inspiriert von Leonardo da Vinci : »Modo d'aumentare e destare l'ingegno a varie invenzioni.« (Art, den Geist zu bereichern und zu verschiedenen Erfindungen aufzuwecken) Leonardo da Vinci empfahl seinen Schülern, verwitterte Mauern zu betrachten. Die Zufallsformen könnten den Geist aufwecken, man könnte darin ganze Landschaften entdecken. Ein Traktat des italienischen Malers hat nämlich das Kölner Duo Albrecht Maurer und Norbert Rodenkirchen angeregt, ein CD-Programm »Hidden Fresco« (Verborgenes Wandbild) zu schaffen und eigene Musik auf mittelalterlichen Instrumenten zu spielen, auf Fidel und Flöte. Dass Geiger und Flötist in vielen Stilen bewandert sind, vom Mittelalter bis zum Free Jazz, zeigen ihre Kompositionen und Improvisationen. Jetzt regen Klang und Bauart der Instrumente zu alten Spielweisen an, zu erinnerten Spielfiguren, vertrauten Rhythmen und tradierten griffigen Formen. Man hört also frisch erfundene, insofern »neue« Musik, mit alten Elementen, die der Musik so eingegraben sind wie Spuren in verwitterten Mauern. Beides verwandelt sich, Mauern und Musik… Das Duo Maurer/Rodenkirchen lässt jedenfalls der Fantasie Spielraum, die Musik »Hidden Fresco« wirkt zugleich frei und gebunden wie beim Betrachten verwitterter Mauern. Was schreibt die Presse? »Das Duo, das sich seit mehreren Jahren auf das spannende Vexierspiel zwischen altem und neuen Klang spezialisiert hat, komponiert und improvisiert eigene Neue Musik auf ausschließlich mittelalterlichen Instrumenten. Ein Klangerlebnis der ganz besonderen Art.« – Rheinisches Landes Museum Bonn / 2006 »Ein Improvisationsmeeting der besonderen Art: Norbert Rodenkirchen, der international gefragte Mittelalterspezialist, trifft auf den renommierten Improvisationskünstler Albrecht Maurer. Die beiden spielen frei, auf der Basis ihrer Spielvorlieben und unterschiedlichen musikalischen Wurzeln, sie führen ihre mittelalterlichen Instrumente weit über deren ursprüngliche Bestimmung hinweg aus und lassen sie Neues entdecken. Das die Instrumente dabei ein wenig verrückt spielen, ist klar. Ihr Klang ist getränkt von ihrer archaischen Herkunft und führt die Spieler immer wieder zurück zu imaginären Wurzeln.« – Martin Woltersdorf – Ticket Köln / 2005