20 Jahre ACT: PIANO-PIANO Clubtour

VERNERI POHJOLA QUARTET FIN

Nach seinem episch glänzenden Debütalbum fasziniert der finnische Trompeter mit dem Nachfolger einmal mehr
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Dienstag
07. Feb 2012
21:00 Uhr
Pohjola – ein Name mit Symbolkraft für Finnland. Es ist der Hauptort in dem berühmten Nationalepos „Kalevala“ und der Nachname einer der bekanntesten Jazzmusikerfamilien des Landes. Mit seinem ACT-Debüt „Aurora“ sorgte der Trompeter VERNERI POHJOLA im Januar 2011 auch außerhalb seiner Heimat für Aufmerksamkeit. Nicht nur der deutsche Stern lobte das „epische Album“ in den höchsten Tönen, auch das amerikanische Portal Allaboutjazz befand: „Verneri Pohjola hat das Zeug zum internationalen Jazzstar.“ Das vielleicht wertvollste Lob kam aus dem Mund von Trombone Shorty, dem derzeit wohl angesagtesten jungen Posaunisten und Trompeter, als er Pohjola zum ersten Mal hörte: „Ich weiß nicht, wer das ist, aber er hat einen wundervollen Ton. Er spielt in großen Bögen, er weiß, dass Raum kostbar ist, und lässt die Musik sprechen. Wirklich toll!“ Mit seinem neuen Album „Ancient History“ beweist Pohjola umso mehr, dass er für die internationalen Bühnen geschaffen ist. Im Mittelpunkt steht Pohjolas markanter Trompetenton. Der ist zunächst meist verhalten, paart die Coolness eines Miles Davis mit einem fahlen, heiseren, mitunter sehr metallischen Dialekt, beherrscht aber auch alle möglichen Artikulationswechsel und kann sich auch mal kraftvoll zu hymnischen Höhen aufschwingen. Was überraschend und spontan klingt, ist wohl durchdacht, nicht nur die einzelnen, oft recht lange ausgearbeiteten Stücke, auch die Komposition des ganzen Albums. Im Gegensatz zu seinem Debüt-Album setzt er auf die Intimität der Quartettbesetzung, alles Weggefährten Pohjolas: „Ich wollte eine Band haben, die ich wirklich gut kenne. Ich wollte so live wie möglich klingen. Und mit den Jungs auf dem Album spiele ich seit über zehn Jahren zusammen. Wir kennen uns in- und auswendig.“