Vernissage FREE JAZZ IN DER DDR – WELTNIVEAU IM ÜBERWACHUNGSSTAAT / BABY SOMMER & FRIENDS

BABY SOMMER & FRIENDS "Vor der Mauer – nach der Mauer" D

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Freitag
04. Dez 2015
20:00 Uhr
Mit "Vor der Mauer – nach der Mauer" gibt es zur Vernissage der Ausstellung "Free Jazz in der DDR" ein ganz besonderes Konzert von BABY SOMMER & FRIENDS. Hier treffen mit GÜNTER BABY SOMMER und FRIEDHELM SCHÖNFELD zwei der herausragendsten Vertreter der freien Musik der DDR auf zwei junge, wichtige Künstlerinnen der aktuellen Improvisationsszene, nämlich die Pianistin JULIA KADEL und die Vokalistin WALBURGA WALDE. Baby Sommer ist einer der maßgeblichsten Protagonisten des DDR-Jazz gewesen und heute *der* Dresdner Jazzmusiker von Weltrang. An seiner Seite stand seit 1966 der Klarinettist/Saxofonist FRIEDHELM SCHÖNFELD. Schönfeld studierte von 1950 bis 1958 Klarinette, Klavier und Komposition in Ost-Berlin und war von 1960 bis 1970 1. Alt- und Solo-Saxophonist beim Rundfunk-Tanzorchester Berlin. Der Ausbau seiner Kompositions- und Arrangeurstätigkeit liegt in dieser Zeit. Friedhelm Schönfeld formierte eigene Jazzgruppen zu diversen Konzert- und Produktionsanlässen. Das zusammen mit dem Kontrabassisten Klaus Koch und Baby Sommer 1966 gegründete Friedhelm-Schönfeld-Trio war für die Entwicklung des DDR-Jazz orientierend: In dieser Zeit galt Schönfeld als einer der bekanntesten Jazzmusiker der damaligen DDR und gehörte dort – neben Joachim Kühn, Manfred Schulze und Ernst-Ludwig Petrowsky – zu den wichtigsten Wegbereitern des Neuen Jazz. Julia Kadels Name macht besonders seit 2014 in Fach- und Musikliebhaberkreisen die Runde. Mit ihrem aktuellen Trio ist es ihr in jenem Jahr gelungen, einen Plattenvertrag beim höchst renommierten Label Blue Note Records zu bekommen. Die Sängerin Walburga Walde ist bekannt aus zahlreichen aufregenden Projekten improvisierter Musik. Sie ist eine der wenigen lautmalerischen Sängerinnen, deren Onomatopoesie nicht eingeübt sondern absolut natürlich und selbstverständlich wirkt.

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