EVA KLESSE QUARTETT – STIMMEN d
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Beim 30-minütigen Showcase zur Jazzahead 2025 hat das siebenköpfige Ensemble mit der ebenso intensiven, dringlichen und zutiefst berührenden Performance einen bleibenden Eindruck beim begeisterten Publikum hinterlassen. Stimmen ist ein enorm wichtiges und musikalisch herausragendes Werk.
Was heißt es, eine Stimme zu haben?
Wer wird gehört? Wer wird nicht gehört? Und warum?
Was heißt es, sich Gehör zu verschaffen?
Kann eine Stimme zu laut werden und was geschieht dann mit ihr?
Wie kann einem Gegenüber, dessen Geschichte droht, in der Schnelllebigkeit des Alltags oder in der Flut der auf uns einstürzenden Bilder unterzugehen, eine Stimme gegeben werden?
Die Idee des Kollektivs zu STIMMEN entstand 2020 in der Einsamkeit des ersten COVID-19 bedingten Lockdowns. Ausgangspunkt der Arbeit war die Überzeugung des Ensembles, dass der äußeren Abschottung innerer Widerstand geleistet werden müsse. Als Reaktion auf die Einschränkungen entschieden sich die Musiker*innen dazu, Personen zuzuhören, deren Geschichten ihnen weiter weg denn je erschienen. So entstanden 13 neue Stücke in drei Kapiteln, durch die sich wie ein roter Faden die Thematisierung von Gesellschaftsumbrüchen spinnt: Geschichten vom Leben, Träumen, Hoffen und Vermissen. Gedichte und Geschichten von und über russische Freiheitskämpferinnen, die mutig aufbegehrten, solange sie konnten. Erzählungen von der beklemmend gewaltsamen Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, Hautfarbe, (sozialer) Herkunft oder Sexualität in der Welt. Mit der Beschreibung symbolisch zu verstehender Lebensgeschichten und -realitäten, den damit verbundenen individuellen Kämpfen und ihren Folgen für die Beteiligen, geht für das Quartett eine Botschaft der Hoffnung einher: individueller Einsatz, Engagement und der Kampf für eine lebenswerte Zukunft lohnen.

