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Jazzclub Tonne

DER Jazzclub in Dresden!

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Programm

 

Freitag
17.
Okt
21.00 Uhr


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Eintritt:   Vvk. 14 | 11 ‚ā¨ zzgl. Geb√ľhren, AK 17 | 14 ‚ā¨

 
 

ALEXANDER VON SCHLIPPENBACH & ERWIN DITZNER [d]

Der "Vater des deutschen Free Jazz" trifft auf den Meister der Reduktion
Bild vergrößernALEXANDER VON SCHLIPPENBACH & ERWIN DITZNER (© Promo)ALEXANDER VON SCHLIPPENBACH & ERWIN DITZNER (© Promo)
Bild vergrößernALEXANDER VON SCHLIPPENBACH (© Frank Schindelbeck)ALEXANDER VON SCHLIPPENBACH (© Frank Schindelbeck)
Bild vergrößernALEXANDER VON SCHLIPPENBACH & ERWIN DITZNER (© Promo)ALEXANDER VON SCHLIPPENBACH & ERWIN DITZNER (© Promo)
Bild vergrößernERWIN DITZNER (© Frank Schindelbeck)ERWIN DITZNER (© Frank Schindelbeck)

Jazzclub Tonnee, Königstraße 15, 01097 Dresden

Nachdem ALEXANDER VON SCHLIPPENBACH und ERWIN DITZNER sich beim 15. Enjoy Jazz Festival 2013 in Mannheim mit Sebastian Gramss [b] und Nils Wogram [tb] im Quartett f√ľr schiere Begeisterung sorgten, ist nun das Konzentrat, die Minimierung dieser Formation zu h√∂ren. Schlippenbach und Ditzner, die beide das Duo-Spielen lieben, werden in dieser wohl reinsten Form des Miteinandermusizierens aufeinander treffen.

Alexander von Schlippenbach gilt f√ľr viele als der Vater des deutschen Free Jazz, den der 75-J√§hrige eindeutig als seine Musik beschreibt: ‚ÄěMeine Musik ist Free Jazz und keine Freie Improvisation‚Äú, schreibt er im Booklet zu Globe Unity ‚Äď 40 Years. ‚ÄěFreie Improvisation kann zun√§chst ja alles M√∂gliche sein. Und Free Jazz kommt eben vom Jazz und bedeutet nichts anderes als Jazz au√üerhalb der konventionellen Form und Harmoniesequenzen. Die Herangehensweise eines Jazzmusikers ist ganz anders als die eines Musikers, der Klassik interpretiert. Es steht eine vorw√§rts treibende Kraft dahinter, wenn man Jazz improvisiert. Dadurch entstehen Groove, Swing und Drive, die in einer anderen Musik nicht von fundamentaler Wichtigkeit sind. Ich habe das Improvisieren ausschlie√ülich vom Jazz gelernt, deshalb geh√∂ren diese Elemente f√ľr mich immer noch dazu ‚Ķ‚Äú.

Neben der Arbeit mit seinen großen Bands Globe Unity und Berlin Contemporary Jazz Orchestra arbeitete Schlippenbach in vielen hochkarätigen Formationen u.a. mit seiner Frau Aki Takase, mit Tony Oxley, Sam Rivers, Sunny Murray, Sven-Åke Johansson und zahllosen anderen Größen. 1999 nahm er mit Rudi Mahall und Axel Dörner das Gesamtwerk von Thelonius Monk auf, das als Dreifach-CD bei Intakt Records erschien und zum Bestseller wurde.

Ein kongenialer Duo-Partner ist Schlippenbach seit dem Enjoy Jazz Auftritt immer wieder der Mannheimer Schlagzeuger Erwin Ditzner.

Ditzners Schlagzeugerleben beginnt fr√ľh und ist von Anfang an garniert mit den Revolten, die gew√∂hnlich im Aufh√∂ren, aber manchmal eben in ungeahnter Meisterschaft enden: los geht es mit zehn, aber das Wiesbadener Konservatorium verl√§sst der junge Mann dann nach zwei Jahren, um mit Legenden wie Guru Guru, Rif oder Sanfte Liebe auf Tournee zu gehen. Sp√§ter konzertierte er mit Alfred Harth, Peter Br√∂tzmann oder Hannes Bauer, wirkte bei ca. drei√üig Alben mit und ... aber lassen wir das Statistische - denn es existiert ein ausgezeichneter Wikipedia- Eintrag √ľber Ditzner. Wenden wir uns lieber seinem Spiel zu. Denn das hat ihn zu einem der originellsten Drummer unserer Zeit gemacht. Wie allen Meistern ihres Fachs ‚Äď oder zumindest vielen ‚Äď sind ihm Dogmen ein Graus. Oder viel weniger eigentlich: er schert sich nicht darum. Aber gerade deshalb, und weil er seine Originalit√§t aus sich selbst und nicht den "zehn Geboten des Jazz" oder dem "Gesetzbuch des Rock" sch√∂pft, ist er in allen Genres zuhause. Stets dient er der Musik und pr√§gt sie gleichzeitig. Und dann kommt doch ein Dogma, seins n√§mlich: zuh√∂ren und schauen was passiert. Ein Anspruch, dem nat√ľrlich nur der gerecht werden kann, der sein Handwerk atemberaubend gut beherrscht. Ob Ditzner das tut? Wer daran zweifelt, hat ihn noch nicht geh√∂rt. Schlie√ülich ein weiteres Merkmal der Meister: die Reduktion. Ditzners Drumset schrumpft mit den Jahren, oft nimmt er gerade mal noch seine Snare mit. Warum auch mehr? Es reicht doch. Und genau so arbeitet er dann: das Wesentliche h√∂ren und spielen. Das Fazit ist deshalb eindeutig. Man wird selten einen Drummer h√∂ren, der mit so wenig so viel tut.

Artists

Alexander von Schlippenbach [piano], Erwin Ditzner [drums]

Die TONNE dankt ihren Unterst√ľtzern