Jazzclub Tonne

DER Jazzclub in Dresden!

Programm

2018 2019 2020

Freitag, 13.09.2019, 20.00 Uhr / Einlass ab 19 Uhr

Die Tonne im Kurländer Palais, Tzschirnerplatz 3–5, 01067 Dresden

Eintritt 22 | 16 EUR

 

DANIEL ERDMANN'S VELVET REVOLUTION [d/fr/uk]

Drei Virtuosen in einer schwerelosen Band

Daniel Erdmann [tenor sax] Théo Ceccaldi [viola, violin] Jim Hart [vibraphone]

Rund zweieinhalb Jahre liegt die Veröffentlichung des Debütalbums "A Short Moment Of Zero G" von VELVET REVOLUTION zurück, seitdem wurde dem deutsch-französisch-britischen Trio viel Aufmerksamkeit von Medien und Publikum zuteil. Die CD erhielt einen Jazz-Echo und den Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik, zu letzterem schrieb die Jury unter anderem: „Ein Hauch von coolem Swing und die Freude an pointillistischen Klangtupfern und unerwarteten Wendungen durchwehen die elf Stücke. Diese ’samtene Revolution‘ erschafft, was der Albumtitel verspricht: kurze Momente der Schwerelosigkeit.“ Die Band tourte durch Europa und triumphierte u.a. bei Festivals in London, Münster, Belgrad, Salzburg und Amman.

Mit ihrem nun erscheinenden neuen Album "Won't Put No Flag Out" gehen Velvet Revolution konsequent weiter. Sämtliche Stücke wurden nun von Daniel Erdmann eigens für diese Formation und den individuellen Klang ihrer virtuosen Mitglieder komponiert, so können die persönlichen Qualitäten und Ausdrucksstärken noch deutlicher aufleuchten. Erdmanns sensibles, klangfarbenreiches, mitunter auch aufbrausendes Tenorsaxofon-Spiel wurde bereits im Zusammenhang mit seinen anderen Bands (etwa Das Kapital) vielfach anerkannt und ausgezeichnet. Théo Ceccaldi wird inzwischen auch außerhalb Frankreichs als genialisches neues Talent der Violine und als junger Fackelträger der großen französischen Jazzgeiger-Tradition gefeiert. Auch in seinen eigenen Bands (beispielsweise den Freaks) fesselt Ceccaldi als famoser, keine Stil- und Spielgrenzen kennender Teufelsgeiger die Zuschauer, so zu erleben beim Jazzfest Berlin 2018. Jim Hart, seit einigen Jahren im Elsass ansässig und vor Velvet Revolution unter anderem in der Band von Marius Neset aufgefallen, hat sich in jüngster Zeit in Ghana mit westafrikanischen Rhythmen und Balafon- respektive Gyil-Traditionen beschäftigt. Dort gesammelte Eindrücke wetterleuchten jetzt auch in einigen Passagen des Trios.

Dank der Konzerte der vergangenen Jahre interagieren Velvet Revolution heute noch intuitiver, was auf der Bühne eine umso größere individuelle Freiheit ermöglicht. Erdmann, Ceccaldi und Hart machen ihrem Bandnamen Velvet Revolution alle Ehre und einem durchaus heterogenen, stilistisch weit gefächerten Publikum in Konzerten großen Spaß.