Jazzclub Tonne

DER Jazzclub in Dresden!

Programm

2005 2006 2007

D/CZ Jazzbegegnungen

Samstag, 09.12.2006, 21.00 Uhr

JazzCZ special

Eintritt

11/7 EUR

 

DURMAN – POSEJPAL DUO ZU DRITT [cz]

Eine musikalische Reise in die Tiefen der Seele – Klänge zwischen Psychedelic und freier Improvisation

Jiri Durman [a-sax, s-sax, b-cl, cl, perc] Miroslav Posejpal [cello, p, perc] Alex Švamberk [perc, citter, acc]

Jiři Durman und Miroslav Posejpal arbeiten schon seit 1972 zusammen; seit 1975 treten sie auch öffentlich auf. Dabei sind in all den Jahren Konzerte nicht gerade häufig. Das liegt wohl vor allem daran, dass sich das Duo, zu dem immer mal wieder weitere Gastmusiker hinzustoßen, mit seiner Musik dem herkömmlichen Musikmarkt entzieht.

Schon in der damaligen Tschechoslowakei dominierten Rockjazz, Swing und Mainstream, und bis heute haben es bedeutende Alternativen »freier« Improvisationsmusik in der Tschechischen Republik schwer. Und so waren die beiden gleichermaßen Nutznießer und Opfer der tschechischen Jazzverhältnisse. Einerseits waren Durman/Posejpal ziemlich allein und einzigartig – damit in gewisser Weise ein künstlerischer »Leuchtturm« – in der tschechischen Musiklandschaft, andererseits blieben sie über viele Jahre nahezu unbekannt.

Die Musik von Durman/Posejpal ist etwas Besonderes und lässt sich nur schwer in Kategorien einordnen und mit den üblichen Mitteln (CD) dokumentieren. Nachdenklichkeit und Spontaneität verbindend, erweist sie sich als ein Sonderweg zwischen Psychedelic, Trance, freier Improvisationsmusik und kammermusikalischen Aspekten.

Über sich selbst sagen die beiden Klangkünstler: »Wir sind keine Musiker im traditionellen Sinne. Das Ziel unseres Interesses ist die Erkundung der Ausdrucksmöglichkeiten der Töne. Unsere improvisierte Musik ist mehr eine Suche als ein Ergebnis, als ein Gefundenes. Sie ist eine Suche nach der jeweils individuellen und kollektiven Sprache. Sie ist eine einzigartige ›Sonde‹, die ins menschlich-psychische Innere, in die Winkel der Seele dringt, in die viele nicht sehen. Es entsteht eine ständiges, allmähliches Hereinwachsen der Lebens- und Welterfahrungen in das Gewebe des musikalisches Ausdruckes.«