Jazzclub Tonne

DER Jazzclub in Dresden!

Programm

2006 2007 2008

3. Festival Jazzwelten 2007

Grenzgänge – Grenzen überbrücken, Grenzen schaffen, Grenzen erweitern

Freitag, 30.03.2007, 20.00 Uhr

Jazzclub Tonne, Königstraße 15, 01097 Dresden

Eintritt Ak. 22 | 13 EUR

Festivalpass (24.03.2007 – 31.03.2007) Ak. 50 | 30 EUR

Heute gibt es zum Ticket die Borbély-CD »Meselia Hill« gratis dazu!

 

ENZO ROCCO EPPI TRIO [i]

Funky neapolitanischer Blues, gemixt mit Verdi’scher Heavy-Metal-Oper

Simone Mauri [cl, bcl] Enzo Rocco [g] Francesco D’Auria [dr, perc]

Grenzen fallen: »Funky neapolitanischer Blues, gemixt mit Verdi’scher Heavy-Metal-Oper«, so liest man die Beschreibung der Musik des neuen Trios von Enzo Rocco, dem durch die Auftritte mit seinem Tuba Trio und mit Carlo Actis Dato bekannt gewordenen Gitarristen. Das Trio hatte im Sommer des vergangenen Jahres zum Festival Clusone seinen ersten – und viel umjubelten – Auftritt, das Konzert zu den JAZZWELTEN dürfte eine Deutschlandpremiere sein.

Jazz und Ironie, Worldmusic und Amüsement, Tanz und Improvisation: die Musik dieses »verrückten italienischen Gitarristen« und seines Trios bringt zeitgenössischen Jazz, freie Improvisation und Volksmusik von überallher aus der Welt zusammen und versieht das Gebräu großzügig mit einem Geschmack von burleskem Theater. – Was eigentlich »Eppi« heißt? Enzo feixt und sagt, das sei die unelegante Aussprache des Wortes »happy«, so klinge es, wenn ein Italiener versucht, das Wort »happy« auszusprechen… Und die Musik dieses Trios mache nun mal »eppi«!

 

BOYCHIK CONNECTION – Workshopkonzert, Leitung: VITOLD REK

 

MIHÁLY BORBÉLY QUARTET MESELIA HILL [h]

Vielsprachig und kraftvoll: Was aus den Klängen eines multinationalen Dörfchens in Nordungarn werden kann

Mihály Borbély [sax, wind instruments] Dániel Szabó [p] Balázs Horváth [b] István Baló [dr, perc]

Borbély Mihály studierte klassische Klarinette und Jazzsaxophon am Béla Bartók Conservatorium und an der Franz Liszt Musik Akademie. Zudem spezialisierte er sich auf ungewöhnliche Blasinstrumente wie z.B. dem Tárogató, Blockflöten, Kaval, Dvojnice oder Fujara. Der Karriere im eigenen Land folgte eine Karriere auf internationaler Ebene, u.a. spielte er mit Herbie Mann, dem Saxophone Summit (Michael Brecker – David Liebman – Joe Lovano) und dem Rova Saxophone Quartet. Sein zuletzt eingespieltes Album »Meselia Hill« wurde mit dem »Gramofon 2005« als bestes ungarisches Jazzalbum 2005 ausgezeichnet. Das Mihály Borbély Quartet verbindet auf raffinierte Weise Jazzrhythmen mit zeitgenössischer Musik und mit Folk-Worldmusic. Ergebnis: improvisierte Musik in Höchstform. Borbély bevorzugt das Sopransaxofon, das Chamäleon unter den Holzblasinstrumenten und setzt das Tárogató, schwer zu spielen, Fujara und Tilinkó ein.

Spielen mitreißenden Jazz oft diejenigen, die keine herkömmlichen Jazzer sind? Das Borbély Quartet ist ein beeindruckendes Beispiel dafür, das heutzutage viele europäische Musiker, vielleicht sogar die meisten, längst mit mehreren Traditionen aufgewachsen sind, mit Jazz, teils auch mit der Tradition der zeitgenössischen Musik, und sehr häufig mit den lokalen und regionalen Folkloretraditionen. Sie setzen sich mit Unterschieden und Ähnlichkeiten auseinander und darüber hinweg. Eine befreiende und konstruktive Art, mit Grenzen umzugehen.