Jazzclub Tonne

DER Jazzclub in Dresden!

Programm

2011 2012 2013

Dienstag, 07.02.2012, 21.00 Uhr

Jazzclub Tonne, Königstraße 15, 01097 Dresden

Eintritt Vvk. 11 | 8 EUR zzgl. Gebühren, Ak. 15 | 11 EUR

SAMMELTICKET FÜR ALLE SECHS PIANO-PIANO-ABENDE: (06.02.2012 – 11.02.2012) Vvk. 60 EUR zzgl. Gebühren

Das Sammelticket ist ausschließlich im Tonne-Büro bzw. bei den Abendveranstaltungen in der Tonne erhältlich.

 

JENS THOMAS / VERNERI POHJOLA [d/fin]

Der "Jimi Hendrix des Flügels" trifft den strahlenden Trompeten-Nachwuchsstar aus Finnland

Jens Thomas [piano, vocals] Verneri Pohjola [trumpet]
VERNERI POHJOLA QUARTET:
Verneri Pohjola [trumpet] Aki Rissanen [piano] Antii Lötjönen [bass] Joonas Riipa [drums]

JENS THOMAS lässt niemanden in Ruhe, weder sein Klavier, noch die Jazzgeschichte, noch sein Publikum, und schon gar nicht sich selbst“, resümiert die Frankfurter Rundschau. „Alles wird zu etwas Neuem kompostiert“ fügt die ZEIT hinzu und der Kölner Stadtanzeiger bezeichnet ihn wegen seines Individualismus und unkonventionellen Spiels gar „als Jimi Hendrix des Flügels.“ Jens Thomas kompromisslose Suche nach neuen Wegen führt ihn 2000 mit „You Can`t Keep A Good Cowboy Down“ zu dem Filmkomponisten Ennio Morricone. Frankreich, England und Deutschland küren das Album jeweils zum Jazzalbum des Jahres. Anderthalb Jahre später überrascht er gemeinsam mit Saxofonist Christof Lauer auf „Shadows In The Rain“ mit Interpretationen der Musik des Weltstars Sting. Wann immer Thomas mit bekanntem Songmaterial umgeht, macht er sich dieses ganz zu Eigen. Er covert nicht, sondern gibt den Stücken einen ganz neuen Charakter und Ausdruck. So auch bei „Speed of Grace.“ Nicht laut und rockig, sondern balladesk und ganz intim erklingen AC/DC. Aus Hardrock wird lyrische Kammermusik, werden total herunter gedimmte, impressionistische, bis auf das Grundgerüst völlig improvisierte Balladen. „Highway To Hell“ wird zur fast zerbrechlichen, traurigen Klage. Alte Rock ´n´ Roll-Nummern wie „The Jack“ werden gewissermaßen vom Ballast befreit und erhalten eine völlig neue, minimalistische Form. Jens Thomas überrascht zudem als außergewöhnlicher Sänger. Völlig autodidaktisch entwickelte er einen eigenen Gesangstil, in dem sich Falsett- und Obertongesang mit kräftigem Rockbass mischen. Den Auslöser für die wagemutigen AC/DC Interpretationen beschreibt Thomas so: „Diese trance-artige Intensität und die fast schamanische Energie der alten AC/DC Platten mit dem früheren Sänger Bon Scott haben mich auf die Idee gebracht, hinter der Rock ´n` Roll Fassade den emotionalen Abgründen dieser Musik auf die Spur zu kommen. Deshalb hat es vieler Experimente bedurft, bis ich die Songs ganz verinnerlichen konnte.“ So fragil und melodramatisch haben Sie die australischen Hardrocker sicher noch nie gehört.

 

VERNERI POHJOLA QUARTET [fin]

Nach seinem episch glänzenden Debütalbum fasziniert der finnische Trompeter mit dem Nachfolger einmal mehr

Verneri Pohjola [trumpet] Aki Rissanen [piano] Antii Lötjönen [bass] Joonas Riipa [drums]

Pohjola – ein Name mit Symbolkraft für Finnland. Es ist der Hauptort in dem berühmten Nationalepos „Kalevala“ und der Nachname einer der bekanntesten Jazzmusikerfamilien des Landes. Mit seinem ACT-Debüt „Aurora“ sorgte der Trompeter VERNERI POHJOLA im Januar 2011 auch außerhalb seiner Heimat für Aufmerksamkeit. Nicht nur der deutsche Stern lobte das „epische Album“ in den höchsten Tönen, auch das amerikanische Portal Allaboutjazz befand: „Verneri Pohjola hat das Zeug zum internationalen Jazzstar.“ Das vielleicht wertvollste Lob kam aus dem Mund von Trombone Shorty, dem derzeit wohl angesagtesten jungen Posaunisten und Trompeter, als er Pohjola zum ersten Mal hörte: „Ich weiß nicht, wer das ist, aber er hat einen wundervollen Ton. Er spielt in großen Bögen, er weiß, dass Raum kostbar ist, und lässt die Musik sprechen. Wirklich toll!“ Mit seinem neuen Album „Ancient History“ beweist Pohjola umso mehr, dass er für die internationalen Bühnen geschaffen ist. Im Mittelpunkt steht Pohjolas markanter Trompetenton. Der ist zunächst meist verhalten, paart die Coolness eines Miles Davis mit einem fahlen, heiseren, mitunter sehr metallischen Dialekt, beherrscht aber auch alle möglichen Artikulationswechsel und kann sich auch mal kraftvoll zu hymnischen Höhen aufschwingen. Was überraschend und spontan klingt, ist wohl durchdacht, nicht nur die einzelnen, oft recht lange ausgearbeiteten Stücke, auch die Komposition des ganzen Albums. Im Gegensatz zu seinem Debüt-Album setzt er auf die Intimität der Quartettbesetzung, alles Weggefährten Pohjolas: „Ich wollte eine Band haben, die ich wirklich gut kenne. Ich wollte so live wie möglich klingen. Und mit den Jungs auf dem Album spiele ich seit über zehn Jahren zusammen. Wir kennen uns in- und auswendig.“