Jazzclub Tonne

DER Jazzclub in Dresden!

Programm

2011 2012 2013

Samstag, 28.04.2012, 21.00 Uhr

Jazzclub Tonne, Königstraße 15, 01097 Dresden

Eintritt Vvk. 11 | 8 EUR zzgl. Gebühren, Ak. 15 | 11 EUR

 

HILDEGARD LERNT FLIEGEN [ch]

Mit der wunderschönen Box "Cinéma Hildegard" (CD+DVD) kehren die durchgeknallten Schweizer zurück in die Tonne

Andreas Schaerer [voice, human beatbox] Andreas Tschopp [trombone, sousaphone] Matthias Wenger [alto & tenor sax] Benedikt Reising [baritone sax] Marco Müller [bass] Christoph Steiner [drums, typewriter, glockenspiel]

Selten wurde in den letzten Jahren so viel Witz und Fantasie in den Schweizer Jazz eingebaut wie bei der Berner Band HILDEGARD LERNT FLIEGEN. Das Sextett um den Sänger Andreas Schaerer bietet eine großartige Ästhetik: mit satten Bläser-Linien und einem höchst virtuosen Vokalisten Schaerer wird hier lustvoll irgendwo zwischen Frank Zappa und Kurt Weill fabuliert. Ob das im Verein mit der begnadeten Musik seiner Band dann Jazz ist oder Theatralik, Human Beat Box oder Noise-Art, eine morbide Polka, schräge Ballade, Instrumentalakrobatik oder einfach "nur" ein Feuerwerk an Originalität und Innovation, spielt dabei irgendwann keine Rolle mehr: Hildegard lernt fliegen ist eine kleine musikalische Sensation!

Seit ihrer Debut-CD im Herbst 2007 hat sich die Band in kürzester Zeit vom Geheimtipp zu einer weit über die Landesgrenzen Helvetiens hinaus bekannten Truppe gemausert. In unzähligen Clubs und Festivals sorgte die Band bereits für Furore, tourte im Rahmen von Suisse Diagonales Jazz durch die Schweiz, gewann 2008 den begehrten ZKB Jazzpreis und machte sich fortan auf, Europa mit ihrem sagenhaften Feuerwerk an Originalität und Innovation zu faszinieren. Ihre Tourneen führten die Berner inzwischen von der Schweiz bis nach Moskau.

Dort entstand „Cinéma Hildegard“, die wunderschön aufgemachte Box mit der CD „Live in Moscow“ und der DVD „Tales Wander“.

„CINÉMA HILDEGARD“: Der rote Platz war mit russischen Brautpaaren weiß überzuckert, als Hildegard Lernt Fliegen bei Eiseskälte die Hemden wechselte. Posieren vor einer in die Jahre gekommenen Polaroidkamera. Eine Reise im November führte die Schweizer Band an Tische Thüringer Wirtsfrauen, in verwaiste Prager Bahnhofsgewölbe, auf Theaterbühnen Wiener Altachtundsechziger, und in eine ehemalige Sauna der Sowjets. Mit Zug und Bus, wenig Schlaf und viel Gepäck, mit Flugzeug und so gut es ging zu Fuß, war Hildegard Lernt Fliegen unterwegs. Und mit der Filmemacherin Michelle Brun und dem Tonmeister Martin Ruch, die jeden Schritt auf Leinwand bannten, jeden Ton in Wachs ritzten. Im Anschluss an diese russische Odyssee entstand eine vom Illustratoren Peter Baeder gestaltete wahre Wunderkiste. Hildegard Lernt Fliegen überflügelt sich auf ihrer ersten Liveplatte "Live In Moscow" selbst, was auch das russische Publikum lautstark goutierte - in Moskau klatschte sich ein kometenhaft aufstrebendes Gitarrentalent vor Begeisterung gar die Hände blutig. Der Hörer findet sich inmitten eines Moskauer Livekonzerts wieder, inklusive russischer Bargespräche.

Mit ihrem Film "Tales Wander" zaubern Michelle Brun und Hildegard Lernt Fliegen aus einer Hand voll rostiger Instrumente und ein paar Filmrollen ein russisches Wintermärchen. Väterchen Frost tanzt mit dem Sennentuntschi um den fernen Kern der Sache.

Das Cinéma Hildegard ist eine Pappschachtel, die selbst Aladins Wunderlampe erblassen lässt. Dieses Kino ist so groß wie die sibirische Taiga und wärmt wie sieben Flaschen Vodka. Cinéma Hildegard ist ein mit russischen Brautpaaren überzuckerter Opernball, auf dem die Dead Kennedys den Eröffnungswalzer spielen.

Mit ihren schrägen Kompositionen und einem höchst eigenwilligen Bandkonzept begeistern die sechs Herren ihre Zuhörer und ernten regelmäßig geradezu enthusiastische Kritiken in der Presse. "Eine theatralisch-musikalische Glanzleistung" nennt es der Zürcher Tages Anzeiger, "Balsam für Mainstream-verstopfte Ohren" die Basler Zeitung. "Was Schaerer mit seiner Band an skurrilen Toncollagen produziert ist einfach grandios", meinen die Dresdner Neuesten Nachrichten und die Sächsische Zeitung hält die Musik von Schaerer und seinen Mannen für ein "Gebräu, das purer Genuss ist. Genial."