Jazzclub Tonne

DER Jazzclub in Dresden!

Programm

2014 2015 2016

Mittwoch, 10.06.2015, 21.00 Uhr

Jazzclub Tonne, Königstraße 15, 01097 Dresden

Eintritt Vvk. 15 | 11 EUR zzgl. Gebühren, Ak. 18 | 14 EUR

 

SPIELVEREINIGUNG SUED feat. JAN KLARE [d]

"Die" musikalische Instanz des Ruhrgebiets als Gast der rauschenden Bigband

Jan Klare [sax, composition]
plus SpVgg

Zu Ihrer Konzertreihe lädt die zeitgenössische Big Band SPIELVEREINIGUNG SUED sich diesmal DIE musikalische Instanz des Ruhrgebiets, den Komponisten JAN KLARE ein, um gemeinsam mit ihm die Werke seiner Big Band „The Dorf“ aufzuführen. Jan Klare beschreibt seine Musik selbst als Interaktion der Band, diese funktioniert im Sinne von sich "selbst organisierender Schwarmintelligenz," jeder Musiker hört "im freien Flug" alles was ihn umgibt, reagiert darauf und beeinflusst wiederum das Ganze. Jan Klare funktioniert in diesem Bild wie eine geographische, meteorologische Gegebenheit, die den Schwarm durch Änderung der physikalischen Bedingungen umleitet. Kurz gesagt, fette Grooves treffen auf intensive Improvisationen einzelner Bandmitglieder

und Klangcollagen der ganzen Big Band.

Jan Klare ist seit Mitte der 80er Jahre hauptsächlich als Saxofonist und Komponist auf allen möglichen Schauplatzen unterwegs. Er ist tätig im Theater-, Literatur- und Tanzbereich, befasst sich mit elektronischer Musik und Stummfilmvertonungen. Mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet, ist er 2001 Kurator für „Solo Virtuos“ Gelsenkirchen, später künstlerischer Leiter des Real Book Zyklus im Dortmunder Domicil und seit 2006 Leiter des Orchesters „The Dorf“. 2007 gibt er eine Masterclass am New England Conservatory in Boston und schreibt u.a. die Fußballoper “Das Duell D/NL 74″,

die Kammeroper “Ich war die Krawatte von Prinz Claus”, Kompositionen für “Neue Musik”-Ensembles sowie die WDR BigBand, ein Stück für zwei Blasorchester/ einen Gospelchor/ eine Rockband/ Kirchenglocken + Pyrotechnik. Sein Oeuvre ist heterogen – er versteht seine Arbeit als “pseudosoziologische Feldforschung” über Hörgewohnheiten, Hörerwartungen und deren Manipulation. Seine persönliche Dialektik entfaltet sich zwischen Besessenheit und Unterhaltung, Disziplin und Scharlatanerie – zusammengefasst: Klare ist nicht unentschieden aber durchaus zerrissen. Seine musikalische Biografie lässt sich entweder als schillernd, facettenreich, spannend

und von Erfolg gekrönt erzählen oder als eine bohrende Sinnsuche, in einem Genre, das sich dem Lifestyle gewidmet hat.