Jazzclub Tonne

DER Jazzclub in Dresden!

Programm

2016 2017 2018

Eine Kooperation mit den Jazztagen Dresden

Donnerstag, 23.11.2017, 20.00 Uhr

Die Tonne im Kurländer Palais, Tzschirnerplatz 3–5, 01067 Dresden

Eintritt Vvk. 20 | 13 EUR zzgl. Vorverkaufsgebühr, Ak. 25 | 16 EUR

 

CHRISTOPH PEPE AUER [at/ch]

Der Bassklarinettist und Multiinstrumentalist, dem die Zukunft gehört

Christoph Pepe Auer [clarinets, saxophones, electronics] Mike Tiefenbacher [piano] Marie Spaemann [cello, voice] Gregor Hilbe [drums, electronics]

CHRISTOPH PEPE AUER mag die Vielfalt. Einst Schlagzeuger, jetzt Saxofonist. Ein Klarinettist mit nicht zu verleugnendem Hang zur Tiefe der Bassklarinette. Ein grenzenloser Ausprobierer, ein Herumtreiber. Man kennt den dreifachen Hans-Koller-Preisträger hierzulande als Solisten der Jazz Big Band Graz und von „Living Room“, seinem Duo mit Manu Delago – in seiner Heimat firmiert er laut Concerto als „einer der interessantesten österreichischen Jazzer der Generation 30+".

Ein Charmeur, ein Schmeichler. Seine Kompositionen verführen – und führen auch gerne hinters Licht. Denn neben allen kompositorischen Fähigkeiten versprüht er auch eine unbändige Lust am Schmäh, am Österreichischen Witz.

Anders ist das jüngst in Deutschland erschienene Album „Songs I like“ auch kaum zu erklären: Auf der Scheibe kümmern sich Auer und Kollegen mal mehr, mal minder liebevoll um bekannte Werke der Popkultur. Dass Auer aus dem Land der Psychoanalyse stammt, merkt man daran, dass er ein musikalisches Jahrzehnt besonders gern aufs Korn nimmt: Die Neunziger sind ihm zu gleichen Teilen musikalischer Graus und emotionale Zuwendung; in gleich drei Kompositionen hat er sie bewältigt.

Da erklingt dann „The Rhythm Of The Night“ als musikalisches Labyrinth, in das einen dieser Ohrwurm immer tiefer entführt. Oder es kommt „Heart-Shaped Box“ von Nirvana zu Ehren im Jazz. Dass das alles bei einem Österreicher nicht ohne feine Ironie abläuft, ist „eh klar“.

Aber Christoph Pepe Auer ist mehr als das. Ein Perfektionist, ein Querdenker. Denn was so leicht wirkt, ist hohe Kunst. Man kann bei Auer einen großen Spaß erwarten, doch was den Zuhörer im Endeffekt in den Bann zieht, ist sein tiefgehendes, perkussives und einfühlsames Spiel. Der Raum, den er seinen Mitmusikern gibt. Das Ausloten der Möglichkeiten mit Electronics und artverfremdetem Spielzeug.

Neben einem völlig neuen Blick auf Musik aus fremder Feder lenkt er die wilde Lust am Ausprobieren mit „Songs I Like“ auch auf Eigenkompositionen und damit auf die Zukunft, denn die gehört Christoph Pepe Auer und seinem Quartett ohnehin.

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