{„de“:“Carlo Actis Dato gilt als Italiens Antwort auf Willem Breuker. Die Musik seines Trios Atipico ist ein origineller und witziger Streifzug durch die persönlichen und multikulturellen Klangwelten Datos. Hier findet sich die mediterrane Klangwelt Italiens von den populären Blechblasorgien der Bandas bis hin zu arabischen Melodiefragmenten wieder.“}

{„de“:“Einen Abend vor dem Konzert von Pino Minafras SUD-Ensemble in der Semperoper tritt der italienische Trompeten-Star und Komponist im Jazzclub Neue Tonne auf.\n\nDer aus Apulien stammende Minafra, der vor vielen Jahren sein Studium beim berühmten Filmmusikkomponisten Nino Rota (Fellini-Filme) in Bari abschloss, hat eine enge Beziehung sowohl zu den süditalienischen Bandas als auch zur improvisierten Musik. \nMinafra, auch Gründer des berühmten »Italian Instabile Orchestra«, ist »in die Banda hineingeboren«, und war schon als Kind von der »Freiheit des Ausdrucks« im Jazz fasziniert. »Mit meinem ganz kleinen Radio habe ich immer die Stationen danach durchgecheckt, wo es Trompetenklänge zu hören gab«, erzählt er in einem Interview. »Es gab noch kaum Schallplatten, und ich hätte auch kein Geld gehabt, mir welche zu kaufen«. Doch das Problem war von Anfang an »Jazz und meine Wurzeln zu einer eigenen Identität zusammenzuführen.«\n\nImprovisierte Musik ist für Minafra so gut wie eine Psychotherapie. »Du entdeckst, wer du eigentlich bist, und sparst dir den Therapeuten«. Und so bietet Pino Minafra etwas ganz Spezifisches: von Banda- und Folklore-Einflüssen geht das über Musik der Renaissance und des Barock bis zu Blues, Free Jazz, Dixieland und Hard Bop. Es ist Musik voller scharfer Kontraste, die sich unablässig in etwas anderes verwandelt. »Es ist ein südlicher Sound, der dabei auf den realen als auch auf einen imaginären Süden Bezug nimmt«, meint Pino Minafra selbst, der außerdem noch Opernarien, Pop- und Rockmusik als Bestandteile seiner wilden Mischung aufzählt.\n\nDas Konzert in der »Tonne« ist dank der Hilfsbereitschaft der Semperoper zustande gekommen – eine ad-hoc-Vorstellung, die ganz besonders die Improvisationsseite Minafras verdeutlicht. Als »Rückgrat« wird die Rhythmusgruppe Mazzone – Maier fungieren, alle Musiker werden in wechselnden Kleinbesetzungen eine höllisch spannende, italienisch charmante Improvisationsmusik vom Stapel lassen.\n\nZum Thema »Minafra und die süditalienischen Bandas« im Internet:\n„}

{„de“:“Zwei der humorvollsten und schrägsten Typen des italienischen Jazz kommen nun mit einem gemeinsamen Projekt nach Dresden: Gitarrist Enzo Rocco, der mit seinem Tuba-Trio vor zwei Jahren in der Neuen Tonne spielte, und Carlo Actis Dato, der vor etwa einem Jahr mit dem Trio Atipico im Rahmen der Dresdner Saxophonmesse die Zuhörer in der Neuen Tonne zu Begeisterungsstürmen hinriss.\n\nUnter den jungen italienischen Jazzgitarristen zählt Enzo Rocco zu den kreativsten. Rocco hat mit den wichtigsten italienischen Jazzmusikern gespielt. Er kann auf Auftritte bei Konzerten und Festivals in ganz Europa und Übersee verweisen, schrieb daneben Theater- und Ballettmusik, trat bei Happenings mit Literaten und bildenden Künstlern auf.\n\nCarlo Actis Dato ist nicht nur einer der originellsten und witzigsten, sondern auch einer der umtriebigsten Vertreter der aktuellen italienischen Szene. Geboren im norditalienischen Turin und aufgewachsen im Süden Italiens, vereinigt Dato in seinem Spiel wie wohl kein zweiter zeitgenössischen Jazz und die Folklore des Mezzogiorno, Free Bop und Tarantella, Marschrhythmen und die vielfältigen Rhythmen des Balkans und des Mittelmeers, alles durchsetzt mit einem kräftigen Schuss musikalischem Humor. Auf mittlerweile über 100 CDs wirkt Dato mit, im Duo haben beide zwei CDs eingespielt.“}