{„de“:“Die Leidenschaft, mit der JEFF CASCARO über seine musikalischen Vorbilder und die Geschichte des Jazz spricht, ist ansteckend und mitreißend und sie perlt aus jeder Note seines neuen Albums „Love & Blues in the City“. Anders als bei seinen zurückliegenden Soul-Jazz-Alben ist es luftiger und feiner in den Nuancen geworden, eine Hinwendung zum klassischen Jazzgesang. Zupackende, swingende Momente stehen neben extrem zart interpretierten Balladen.\nJeff Cascaro ist Jahrgang 1968 und singt, seit er denken kann. Seine Profi-Karriere begann bereits mit 18 Jahren als Gewinner von \“Jugend jazzt\“. Erfahrungen sammelte er unter anderem als Backgroundsänger und Gastmusiker mit den Bigbands von NDR, SWR, Rias, HR, mit Ute Lemper, den Fantastischen Vier, Sasha, Joe Sample von den Crusaders, Götz Alsmann, Klaus Doldinger’s Passport, den Guano Apes und Paul Kuhn – um nur eine Auswahl zu nennen. Und einen Einblick in das genreübergreifende Musik-Verständnis des Mannes aus dem Ruhrpott zu geben, der so unüberhörbar das Herz auf dem rechten Soul-Fleck hat. Seit 2000 ist der vielseitige Praktiker noch dazu Professor für Jazz-Gesang an der Weimarer Musikhochschule und gibt bis heute Masterclasses für bekannte Sänger wie Xavier Naidoo oder Sasha. \nSein Debüt unter eigenem Namen bereitete Jeff Cascaro sorgfältig vor und zeigte schließlich 2006, was es heißt, die \“Soul Of A Singer\“ (so der Titel) zu haben. Auch die folgenden Alben des Soulbarden \“Mother and Brother\“ (2008) und \“The Other Man\“ (2012) erreichten jeweils vorderste Plätze in den Verkaufscharts. Nun also folgt nach seinem Big Band Ausflug \“Any Place I Hang My Hat Is Home\“ sein neuer Longplayer \“Love & Blues in the City\“ mit seinem wunderbaren, urbanen Sound voller Herzblut und Seele.“}

{„de“:“Man kennt sie mit Micatone, seit 2004 auch mit Nylon. Aber vor allem mit ihrer eigenen Band gilt LISA BASSENGE nach vier Studioalben und einer Live-Platte als die deutsche Sängerin, die sich am erfolgreichsten keinen Deut darum schert, ob man ihre Musik Jazz nennt oder Pop. Sie ist in der Tat diejenige, die mit ihrer samtenen Stimme beide Welten zusammenbringt wie keine zweite hierzulande. Stilvoll und höchst verführerisch ging sie schon immer zu Werke, wenn sie Songs des American Songbook oder ihre Lieblingslieder aus dem Pop-Lager interpretierte. \nIm Januar erscheint \“Nur Fort\“, Lisa Bassenges neues Album. Und diesmal erfindet sie nicht nur moderne Klassiker oder fast in Vergessenheit geratene Pop-Perlen neu, sondern sich gleich selbst, denn erstmals singt sie fast ausschließlich deutsche Stücke, darunter auch einige eigene. Geblieben ist ihre Unbefangenheit und die zauberhafte Darbietung: Charmant, cool, relaxed und sophisticated. Eben Lisa Bassenge.“}

{„de“:“LISA BASSENGE, Berlinerin, seit Mitte der 90er-Jahre eine zum Glück unüberhörbare Kraft, ist bisher meistens als Jazzsängerin identifiziert worden – auch da hat man gleich eine Kulturtechnik vor Augen, eine bestimmte Art der Vermittlung: das samtfreundlich Introvertierte, latent Tiefe. Das Geheimnis, das einem nicht damit auf die Nerven geht, unbedingt jetzt gleich gelöst werden zu wollen. An manchen Tagen wohl tatsächlich die weinrote Diva an der Seite des Pianisten, aber in der Regel einfach die gepflegte, goldrichtig parfümierte Sorte von Souveränität.\nDas neue Album von Lisa Bassenge ist 2013 erschienen, es heißt „Wolke 8“ und, jetzt müssen Sie ganz stark sein: Es ist ihre bisher unhöflichste Platte. Mit Abstand. Nicht nur, weil sie dieses Mal Sachen singt wie „Wär ich Polizistin, wärst du im Knast“ und „Schrei den Menschen auf der Straße deinen Namen in die Fresse“. Sondern weil sie hiermit ganz ernsthaft zum Angriff übergeht. Weil sie mit kurzem, optimal getimeten Anlauf denen ins Gesicht springt, die zwischen Sängern und Hörern – erst recht in den ständig so kunstverdächtigen Genres Jazz, Chanson, Nachtlied – immer noch eine dünne Folie vermuten, das Zellophan des ungestörten Genusses, das einen davor beschützt, dass irgendwer zu nahe kommt.\nMit anderen Worten: Auf „Wolke 8“ nimmt sich Lisa Bassenge ihr Publikum so richtig zur Brust. Hier spielt sie wie eine Weltmeisterin, nicht Klavier, dafür hat sie andere Leute, sondern einige der ganz großen Rollen der Popliteratur. Die Provokateurin, die Twisterella, die Bitterkluge und Biestige. Die Nachdenkliche auf den Dächern, bei der man nie weiß, ob sie gleich rauf zum Mond oder runter in die Bremslichter springen will [auch sie weiß das nicht immer]. Und die Geschichtenerzählerin, die unterm Apfelbaum sitzend beobachtet, wie komisch die Welt sich verfärbt, wenn die Liebe geht. Elf Gesichter, elf Songs, die einen auf elf verschiedene Arten finden. Einigen von ihnen muss man auch erst ein bisschen hinterherlaufen. Weil sie zu schnell sind.\nDas Angebot an selbsterklärt authentischen, singenden, songschreibenden jungen Frauen ist in der deutschen Musikszene durchaus groß. Und ausreichend. Was für eine herausragende Neuerscheinung „Wolke 8“ trotzdem [oder gerade deshalb!] ist, hat natürlich auch damit zu tun, dass Lisa Bassenge schon vorher eine der mit Abstand besten und aufregendsten Stimmen war. Dass sich das Album, das ihr und ihren Jungs hier gelungen ist, so abwechslungsreich und abgrundtief anhört, so zupackend und feinmotorisch, literarisch und live, bedeutungsschwanger und neugeboren, wie es nur die allerbesten Popplatten tun – das ist die Nachricht. Das Geständnis. Die Parole. Das sagen die Songs, während sie einem an den Ohren ziehen.\n„Wolke 8“ ist ein großer Schritt vom letzten Album, „Nur fort“, das im Januar 2011 erschien, bravouröse Kritiken bekam, von Fans und Noch-Nicht-Fans so geliebt wurde, dass es dafür den goldenen Jazz- Award gab.\nUnd „Wolke 8“ ist nicht nur Lisa Bassenges bisher unhöflichste Platte, es ist auch ihre beste.\n\n„}