{„de“:“COLOGNE MEETS MELBOURNE bringt zwei führende Bandleaderinnen aus zwei unterschiedlichen Enden der Welt zusammen auf die Bühne in einem australisch-deutschen Kulturprojekt. Das CHRISTINA FUCHS NO TANGO Quartett aus Köln wirkt seit über zehn Jahren kreativ in der deutschen und internationalen Jazzszene. Die diesjährige WDR Jazzpreis-Gewinnerin Christina Fuchs trifft auf die mehrfache ARIA-Award Gewinnerin, Pianistin und Komponistin Andrea Keller aus Melbourne/Australien, um neue Werke für das australisch-deutsche Oktett in Europa zu präsentieren. Das Projekt Cologne Meets Melbourne, von Artpipes e.V. konzipiert, wurde als das Highlight des 2012 Wangaratta Jazz Festivals, Australien gefeiert. \nChristina Fuchs NoTango ist eines der ungewöhnlicheren Ensembles, das sich in der letzten Zeit aus der Kölner Jazz Szene hervorgetan hat. Die Band beweist, dass innovativer Jazz nicht rau, schrill oder düster sein muss, sondern delikat, witzig und lyrisch klingen kann. Ihre Kombination aus Jazz, ethnischer Musik und modernen Kompositionen fesselt vom ersten Moment an.\nÜber die Musik des ANDREA KELLER QUARTETs wird gesagt, dass sie klinge „wie das Musterbeispiel für guten australischen Jazz“ [Stapleton]. Die Entscheidung, ohne Bass zu arbeiten, setzt einen Grundstein für den kammermusikalischen Ansatz ihrer Performance. Obwohl das Ensemble aus dem traditionellen Jazz stammt, bringen Keller, Ball, Whitehurst und Talia eine Menge Einflüsse anderer Genres in die Musik ein, wie zeitgenössische europäische Moderne oder Elektronika. Alles zusammen ergibt einen einzigartigen Sound mit einem hohen Wiedererkennungswert. Andrea Keller ist ARIA – und Australiens Jazz-Bell Preisträgerin. Das Ensemble spielte u.a. beim Moers Festival 2007, Melbourne International Jazz Festival und Wangaratta Jazz Festival.\n\nChristina Fuchs und Andrea Keller werden am Konzertabend zunächst jeweils ein kurzes Set mit ihren Quartetten spielen, bevor sich beide Bands auf der Bühne zum Oktett vereinen.\nPräsentiert wird Cologne Meets Melbourne von Jazzclub Tonne und Artpipes e.V. mit freundlicher Unterstützung der Bezirksregierung Düsseldorf, WDR, GEDOK, und der Rheinischen Musikschule.“}

{„de“:“Nachdem die Pata Masters des Kölners Norbert Stein eine Australien-Tournee absolviert hatten, schrieb die dortige Presse: »Vielleicht befreit ihre enorme Tradition Deutsche vom Elend der Konformität. Die exzentrische Instrumentation der Pata Masters führt in erfreulich unbekannte Gewässer. Ihre Musikstücke sind randvoll mit Überraschungen…« Norbert Steins Pata Masters – das sind exotische Instrumentierungen, vielschichtige Drumgrooves, die Magie der harmonischen Tiefen der großen Bass-Schlitztrommeln und der Sub-Kontra-Bassflöte, das sind weiterhin ausdrucksstarke Improvisationen und die Cyberwelten elektronisch generierter Ereignisströme!\n\nWer wissen möchte, was hinter dem Begriff »pata« steckt, wird feststellen müssen, dass das Lexikon diesbezüglich jedwede Auskunft hartnäckig verweigert. Um also die Herkunft dieses Wörtchens aufzuhellen, bedarf es eines kleinen literarischen Abstechers in die faszinierende Welt des Doktor Faustroll. Denn dieser war es, der im Jahre 1898 unter der Federführung des Franzosen Alfred Jarry, den Begriff der »Pataphysik« aus der Taufe hob. Im Nachwort der deutschen Ausgabe (Alfred Jarry – Heldentaten und Ansichten des Doktor Faustroll, Pataphysiker; Verlag Zweitausendeins) liefert der Übersetzer Klaus Völker die folgende Definition: »Die Pataphysik ist eine Wissenschaft, die irrealer Logik und einer neuen Wirklichkeit jenseits der Grenzen der äußeren Erscheinungswelt verpflichtet ist, losgelöst vom gewöhnlichen Kausalitätsdenken. Alles ist verwechselbar, verwandelbar, umkehrbar und austauschbar: Dinge, Zeiten und Räume. Aber nichts ist beliebig, nur ist eben jede Einfachheit eine ineinander verwobene und sich durchdringende Vielfalt.«\n\nDie »pata music« steckt voller Überraschungen und Wendungen, gibt sich offen für allerlei Einflüsse, reißt die Grenzen zwischen scheinbar widerstrebenden Idiomen ein – und braut daraus, ausgehend von der Basis der Jazzimprovisation, etwas Neues, Erregendes.“}

{„de“:“Ein Ohrenschmaus und ein Gemeimtipp dazu: Die Saxophonistin Angelika Niescier zeigt in ihrem Quartett, was entsteht, wenn der Einfluss von gestandenen Jazzgrößen und zeitgenössischer Kunstmusik gleichermaßen stark ist – ein spannungsgeladener, experimenteller Jazz mit Tiefgang.\n\nAngelika Niesciers Quartett SUBLIM wurde im Jahr 2000 gegründet. Seit Mai 2009 präsentiert das Quartett sein mittlerweile drittes Album: »sublim III«. Dieses lieferte nicht nur den Anreiz im Juni zur Titelgeschichte bei der »Jazzthetik« zu werden, sondern wurde bereits mehrfach zur CD der Woche/ des Monats – u.a. in der Juliausgabe des »Stereoplay« – ernannt.\nDie vier erstklassigen Instrumentalisten agieren mit einem perfekt aufeinander abgestimmten Wechselspiel. Romantisch zurückhaltende und rhythmisch pulsierende Passagen wechseln sich ab, sodass die Spannung nie abbricht. \n\nAngelika Niescier – »eine der aufregendsten Stimmen im deutschen Jazz« (so Arte Kultur) – wurde in Polen geboren. Seit 1981 lebt sie in Deutschland. Sie studierte Saxophon und Komposition an der Folkwang Musikhochschule in Essen. Neben der Leitung des eigenen Quartetts folgte sie diversen anderen Projekten. Dazu gehören Solo- und Duoprogramme, Jazzprojekte für Kinder, Auftragskompositionen und die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Literaten, bildenden Künstlern und Tänzern. Sie gastierte bereits in vielen Ländern Europas, Zentral und Ostasiens und erhielt zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen, darunter u.a. Nordrhein-Westfalens »Preis für junge Künstler«. Im Jahr 2008 war sie der erste »Improviser in Residence« in der Jazzstadt Moers.“}