{„de“:“Gute, sehr gute Jazzmusiker gibt es viele. Dabei wird das Prädikat „genial“ immer wieder allzu vorschnell verwendet. Von einem „Genius“ zu sprechen, trauen sich die Medien nicht so schnell – im Zusammenhang mit ELLIOT GALVIN jedoch fällt dieses Wort verdächtig häufig. \n\nAuf seinem dritten Album \“The Influencing Machine\“ präsentiert sich der junge Pianist, Keyboarder und Komponist als ein ebenso eigenständiger wie eigenwilliger Musiker mit einer künstlerischen Vision, die die abgetretenen Pfade des Piano-Trio-Sounds weit hinter sich lässt. Mit seiner kühnen wie kompromisslosen Musizierweise erwarb er sich einen glänzenden Ruf als einer der aufstrebenden Stars des jungen europäischen Jazz. Als Mitglied der Band Dinosaur war er u.a. für den renommierten Mercury Prize nominiert.\n\nElliot Galvin hat die verblüffende Fähigkeit, verschiedenste musikalische Einflüsse zu vermischen: Gemeinsam mit dem Bassisten Tom McCredie und dem Schlagzeuger Corrie Dick kreiert er einen individuellen Sound, der das vermeintlich Alte auf das scheinbar Neue treffen lässt.\n\n„The Influencing Machine“ ist nicht weniger als eine musikalische Antwort auf die großen Fragen der Technologie, des menschlichen Verstandes, und des postmodernen Zeitalters. So sind die Stücke des neuen Programms, sei es auf dem Album, oder live im Konzert von einem Konzept inspiriert, das die Hörer auf eine fesselnde musikalische Reise mitnimmt. \n\nInspirationsquelle für das Album »The Influencing Machine« war das gleichnamige Buch von Mike Jay, ein historischer Bericht über das Leben von James Tilly-Matthews, der während des Britisch-Französischen Krieges Doppelagent, Teehändler, politischer Denker und Architekt war – und zudem erster vollständig dokumentierter Fall eines paranoiden Schizophrenen: Tilly-Matthews war davon überzeugt, dass er von einer Maschine namens „Air Loom“ gesteuert wurde. Diese würde von einer zwielichtigen Bande betrieben, und beeinflusste mit Hilfe von Strahlung sein psychisches und physisches Verhalten. \nElliot Galvin entdeckte das Buch in der Wellcome Collection in London, das sich mit den Verbindungen von Kunst und Medizin beschäftigt. Er war gleichsam fasziniert vom Leben und von der Zeit dieses ungewöhnlichen Charakters, wie auch den verblüffenden Parallelen zu unserem modernen Leben, das ebenso von politischen Unruhen und modernen „influencing machines“ bestimmt wird. \n\nUnd Elliot Galvin ist ein Meister darin, musikalische Ideen zu konstruieren und zu manipulieren, um so die gewünschten Resultate zu erlangen. So fügt er seiner ohnehin bereits beträchtlichen Klangpalette – vom analogen Synthesizer, der Hammond Orgel, bis zum umgebauten Kinderspielzeug – eine Reihe von elektronischen Sounds hinzu. Und auch sein langjähriger Mitstreiter Tom McCredie erweitert sein beeindruckendes Kontrabass-Spiel und greift immer wieder zur E-Gitarre. Das alles wird zusammengehalten von den unnachahmlichen Drum-Skills von Corrie Dick.\nMit dem ELLIOT GALVIN TRIO weht frischer Wind von der Insel.“}