{„de“:“Grenzen fallen: »Funky neapolitanischer Blues, gemixt mit Verdi’scher Heavy-Metal-Oper«, so liest man die Beschreibung der Musik des neuen Trios von Enzo Rocco, dem durch die Auftritte mit seinem Tuba Trio und mit Carlo Actis Dato bekannt gewordenen Gitarristen. Das Trio hatte im Sommer des vergangenen Jahres zum Festival Clusone seinen ersten – und viel umjubelten – Auftritt, das Konzert zu den JAZZWELTEN dürfte eine Deutschlandpremiere sein.\nJazz und Ironie, Worldmusic und Amüsement, Tanz und Improvisation: die Musik dieses »verrückten italienischen Gitarristen« und seines Trios bringt zeitgenössischen Jazz, freie Improvisation und Volksmusik von überallher aus der Welt zusammen und versieht das Gebräu großzügig mit einem Geschmack von burleskem Theater. – Was eigentlich »Eppi« heißt? Enzo feixt und sagt, das sei die unelegante Aussprache des Wortes »happy«, so klinge es, wenn ein Italiener versucht, das Wort »happy« auszusprechen… Und die Musik dieses Trios mache nun mal »eppi«!“}

{„de“:“Tuba Trio hat der junge, aus Crema stammende Gitarrist Enzo Rocco sein aktuelles Projekt mit Italiens wohl renommiertestem Blechbläser, Giancarlo Schiaffini, und dem Schlagzeuger Ettore Fioravanti genannt. Das Grundkonzept dieses Trios ist es, das herkömmliche Gruppenschema – Solisten plus rhythm section – zu durchbrechen. Durch die Ersetzung des Basses durch die Tuba kam Rocco diesem Ziel der absoluten Gleichheit der Bandmitglieder ein wichtiges Stück näher: jeder der drei ist zugleich Solist und Begleiter des anderen. Gleichzeitig erlaubt es die ungewöhnliche Besetzung, mit ausgefallenen Klangfarben, mit Humor und Ironie zu spielen. Die Musik von Tuba Trio wird so zu einer hinreißend-pfiffigen bis respektlosen Mischung aus gewitztem italienischem Post-Freejazz, funky patterns, heißem Neobop und Ethno-Elementen. Im Tuba Trio verbinden sich italienische Folklore und die reiche südländische Blechbläsertradition mit arabischen Skalen und modalen Abläufen zu einer respektlos-originellen Mixtur.\n\nDass die musikalische Qualität dabei trotz aller humoristischen Schlenker nicht zu kurz kommt, dafür bürgen die drei Bandmitglieder. Leader Enzo Rocco, von dem alle Kompositionen der Band stammen, zählt zu den führenden italienischen Jazzgitarristen. Ettore Fioravanti schließlich wurde vor allem durch sein Mitwirken im Paolo Fresu Quinett bekannt, spielte darüber hinaus mit Musikern wie Gianluigi Trovesi, Dave Liebman, Richie Beirach, Steve Swallow, Mal Waldron u. v. a.\n\nDer Komponist, Posaunist und Tubist Giancarlo Schiaffini gehört zu den europäischen Musikerpersönlichkeiten, die in den letzten 30 Jahren die improvisierte Musik, als Grenzbereich zwischen Jazzavantgarde und Neuer Musik, entwickelt und vorangetrieben haben. Geboren 1942 in Rom, graduierte Schiaffini 1965 in Physik an der Universität Rom. Als Autodidakt trat er als Solist in den ersten Freejazz-Konzerten in Italien auf und präsentierte ab Mitte der 60er Jahre seine eigenen Kompositionen. 1970 studierte er in Darmstadt bei Globokar, Stockhausen und Ligeti und gründete das zeitgenössische Kammerorchester Nuove Forme Sonore. 1972 arbeitete er auch mit Franco Evangelisti und kooperierte bis 1983 mit dem Ensemble Grupo di Improvisazione di Nuova Consonanza. 1975 gründete Schiaffini die Grupo Romano di Ottoni für zeitgenösssische Musik und Musik der Renaissance. Schiaffini arbeitete mit John Cage, Karole Armitage, Luigi Nono und Giacinto Scelsi zusammen. Gegenwärtig unterrichtet er am Alfredo-Casello-Konservatorium in l’Aquila und bei den Sommerkursen in Siena. Er lehrt zeitgenössische Musik, Jazz und Improvisation an unterschiedlichen Institutionen weltweit, so an der New York University, Monash University Melbourne, Hochschule Freiburg i. B., Acanthes Villeneuve d’Avignon, UNEAC-Cuba. Schiaffini ist darüberhinaus Mitglied des Italian Instabile Orchestra, das alle führenden Bandleader Italiens in einem Orchester vereint. Die 1997 entstandene CD »Dubs« (APR 04) ist von James Joyce’s Erzählung »Dubliners« inspiriert. Aktuelle Tuba-Trio-CD: »Bad News from Tuba Trio« (Caligola Records 2028-2)“}

{„de“:“Zwei der humorvollsten und schrägsten Typen des italienischen Jazz kommen nun mit einem gemeinsamen Projekt nach Dresden: Gitarrist Enzo Rocco, der mit seinem Tuba-Trio vor zwei Jahren in der Neuen Tonne spielte, und Carlo Actis Dato, der vor etwa einem Jahr mit dem Trio Atipico im Rahmen der Dresdner Saxophonmesse die Zuhörer in der Neuen Tonne zu Begeisterungsstürmen hinriss.\n\nUnter den jungen italienischen Jazzgitarristen zählt Enzo Rocco zu den kreativsten. Rocco hat mit den wichtigsten italienischen Jazzmusikern gespielt. Er kann auf Auftritte bei Konzerten und Festivals in ganz Europa und Übersee verweisen, schrieb daneben Theater- und Ballettmusik, trat bei Happenings mit Literaten und bildenden Künstlern auf.\n\nCarlo Actis Dato ist nicht nur einer der originellsten und witzigsten, sondern auch einer der umtriebigsten Vertreter der aktuellen italienischen Szene. Geboren im norditalienischen Turin und aufgewachsen im Süden Italiens, vereinigt Dato in seinem Spiel wie wohl kein zweiter zeitgenössischen Jazz und die Folklore des Mezzogiorno, Free Bop und Tarantella, Marschrhythmen und die vielfältigen Rhythmen des Balkans und des Mittelmeers, alles durchsetzt mit einem kräftigen Schuss musikalischem Humor. Auf mittlerweile über 100 CDs wirkt Dato mit, im Duo haben beide zwei CDs eingespielt.“}