{„de“:“MALUSCHKE\nMaluschke – das ist die angesagteste Underground-Jazzband mit zeitgemäßem Chicago-Flair. Die Band spielt Jazz und improvisierte Musik zwischen irgendwelchen klaren und weniger klaren Musikgrenzen, sagen die anderen, womit sie recht haben. Glücklicherweise. Die vier spielen Kompositionen, die nicht auf den nächsten B-Teil warten müssen, sondern auf den Zeitpunkt des endgültigen Schlusses, so weit und dehnbar fallen die Improvisationen aus, so flexibel sind Groove, Harmonie und Sound. Potratz am Bass und Schaefer am Schlagzeug, die sicher auch aufgrund ihrer zweigleisigen Ausbildung in Jazz und Klassik ganz besonders klingen, lassen das Fehlen eines Harmonieinstrumentes vergessen. Die Metren verschwimmen ganz bewusst, der Beat ist oft zwingend nach vorn, cool und irgendwie schwarz. Postpostmoderne Beats mit etwas Renaissance an gestern und vorvorgestern. Ein majestätisches, klagendes Saxofon, dass sich wie ein Schatten durch den Puls von Schlagzeug und Bass windet, um ja nicht auf diesem hängen zu bleiben. Eine chamäleonische Trompete, die sich gern in ihren Geräuschen spiegelt und ihre Töne nicht überbewertet. Melodien reichen von harmonisch befremdlich und doch eingängig bis zu signalartigen Legatolinien und machen aus Trompete und Saxofon eins. Maluschke schmeißen den intellektuellen Touch über den Zaun und denken daran, dass die Band einfach spielen soll.\n\nSELF MADE MILLIONAIRES\nDie SELF MADE MILLIONAIRES trafen sich nicht ganz auf halber Strecke zwischen New York und Chicago. Reich sind die drei nicht, das trifft wohl eher auf ihre Musik zu. Freejazz, Postbop, Avantgardejazz, New Latin, Crossover-Grooves,… Das Trio setzt auf Atmosphäre durch eigenwillige Harmonien und sich verfitzende Metren.“}

{„de“:“Im Laufe der letzten Jahre entwickelte sich der Berliner Schlagzeuger Eric Schaefer (im Jazzclub Neue Tonne bereits mit Maluschke) innerhalb der europäischen Improvisationsszene zum »musician’s musician«, zu einem Lieblingsmitspieler seiner Kollegen.\n\nSeit seinen Projekten mit einem der kompetentesten Trompeten-Improvisatoren überhaupt, dem US-Amerikaner Herb Robertson, haben sowohl Schaefers improvisatorisches Profil als auch die internationale Wahrnehmung von dessen außergewöhnlichen Drum-Fähigkeiten vehement zugenommen.\n\nAls Spezialist in den Bereichen Hardcore, freie Improvisation und Neue Musik stellte Schaefer vor etwas mehr als einem Jahr seine Band »Demontage« zusammen. Dia- und trialogfreudig präsentieren die fünf Musiker Erics klar strukturiertes und strategisch geschickt eingesetztes Themenmaterial.\n\nDie Musiker der Band gehören allesamt zur Crème de la Crème der Berliner Improvisationsszene, die längst viel mehr umfasst als die Felder, die durch die Altmeister Schlippenbach, Petrowsky oder Gumpert abgesteckt werden. Die Biografien der Demontage-Mitmusikanten belegen Außergewöhnliches: Michael Thieke (erst kürzlich mit dem Klarinetten Trio im Dresdner Jazzclub) arbeitete mit Steve Lacy und Gary Peacock zusammen, Michael Anderson ist immer mal wieder auf Tour mit Jim Black, Wayne Horvitz und Phil Minton, Daniel Erdmann macht unter anderem mit Sandra Weckert und mit seiner eigenen Band Erdmann 2000 (auch bald im Jazzclub Neue Tonne) von sich reden. Und das Renommee des eigentlichen Franken Johannes Fink zu preisen hieße Eulen nach Athen tragen: es gibt am Bass in Deutschland kaum einen berühmteren…\n\nDie Musik von Demontage entsteht aus dem Augenblick heraus, ohne strengen Bezug auf komponierte Parameter lebt diese Formation ihr Konzept und bietet dem Zuhörer ein Maß an Spannung, das seinesgleichen sucht.“}

{„de“:“Ausdrucksstarker experimenteller Jazz einer jungen Formation: Dieses Trio wirft Elemente von Jazz, Ska, Sphärenmusik und afrikanischen Rhythmen zusammen und entwickelt daraus einen eigenen Stil, der manchmal expressiv und poppig zugleich daherzukommen vermag.\n\nJohnny La Marama, das sind der New Yorker Bassist Chris Dahlgren – von ihm sind auch die meisten Kompositionen – der aus Finnland stammende Kalle Kalima an der Gitarre und der Berliner Drummer Eric Schaefer. Innerhalb des Ensembles scheint jeder der Musiker seine eigenen stilistischen Vorstellungen durchzusetzen, wobei die Gitarre allgemein im Vordergrund steht. \nKalle Kalima versteht es, sowohl Solopassagen als auch Begleitflächen eigene Akzente aufzudrücken. Dies kann sich mal nach Minimalmusic, Sphärenklängen oder auch nach Rock anhören. Manchmal greift Kalima zum Megaphon und unterstützt auf groteske Weise die Musik – wie in dem Stück »Johnny La Marama«, das der Band ihren Namen gab – durch fetzenartig, mit stark rhythmisierter Akklamatorik vorgetragene Textpassagen.\n\nEric Schaefer scheint sich von Derartigem rigoros emanzipieren zu wollen, was den expressiven Eindruck der Musik unterstützt. Es gelingt Johnny La Marama tatsächlich, einen eigenen, meist von Ausdrucksstärke geprägten Ton zu entwickeln. \n(Jan Lautenbach)„}

{„de“:“Johnny La Marama, ein Gangster aus Leidenschaft, ein Ganove mit der Tendenz, sich stets ins eigene Knie zu schießen. Ein Halbwelt-Leguan, der nach geglücktem Banküberfall den Schlüssel seines Fluchtautos nicht findet, im Jaulen der Polizeisirenen geschnappt wird und nur deshalb kurz darauf fliehen kann, weil er bei einer Evakuierung des Kittchens vergessen wird. JOHNNY LA MARAMA ist eine Band aus Berlin. Der finnische Gitarrist Kalle Kalima, der New Yorker Bassist Chris Dahlgren und der deutsche Schlagzeuger Eric Schaefer tragen aus drei Himmelsrichtungen Dutzende von musikalischen Vorlieben und Erfahrungen zusammen. \nWas sie verbindet ist ihre zügellose Liebe zur Musik. Eric Schaefer wurde schon durch seinen Vater an Blues, Rock’n’Roll und Funk herangeführt. Kalle Kalima wuchs mit Jimi Hendrix, Pink Floyd und Led Zeppelin auf und genießt den Ruf eines der waghalsigsten Nonkonformisten auf der europäischen Gitarre. Chris Dahlgren, ein wenig älter als die beiden Europäer, bringt seine Erinnerung an Konzerte von Weather Report und seine intensive Zusammenarbeit mit Antony Braxton und der New Yorker Jazz-Avantgarde ein. Alle drei entwickeln sich auch außerhalb der Band weiter. Doch wenn Johnny La Marama ruft, haben sie keine Chance, als diesem Ruf zu folgen. Johnny funktioniert wie ein Magnet, der alles aus allen Ecken zusammenzieht.“\nJohnny La Marama ist eine Band und – so viel beweist ihre neue CD „Bicycle Revolution“ – zugleich viel mehr. Johnny La Marama ist ein Abenteuer, eine Geschichte, ein bittersüßer Traum, eine unerfüllbare Sehnsucht, ein genussvolles Bekenntnis zur Maßlosigkeit, die ideale Schnittmenge aus Übertreibung und Understatement, eine stilvolle Geschmacklosigkeit, ein Schaumbad in der Fiktion, ein zeitloses Irgendwo im Nirgendwo und doch auch der Soundtrack zum ganz alltäglichen Einerlei von Aufbruch und Rückkehr.“}

{„de“:“Man wird Michael Wollny und Eva Kruse sicher nicht zu nahe treten, wenn man feststellt, dass ERIC SCHAEFER im Trio [em], „Deutschlands kreativstem Jazztrio\“ [Kulturspiegel], am deutlichsten für das Pop-Element und die humorvollen Untertöne steht. Seine „kompromisslose Vitalität in völlig verschiedenen Richtungen wie freie Improvisationen und klassische Komposition, Punk und vielfältige Folklore, Neue Musik oder Minimal Music, Pop und Elektronik“ [Neue Zürcher Zeitung] hat der Berliner Schlagzeuger in verschiedensten Bandprojekten unter Beweis gestellt.\nTrotzdem ist es eine Überraschung, was sich Schaefer für sein erstes ACT-Album unter eigenem Namen ausgesucht hat: Mit „Who is afraid of Richard W.?“ nimmt er sich den zweifellos umstrittensten und monumentalsten aller Opernkomponisten vor. Richard Wagners 200. Geburtstag ist da nur der Anlass, die Gründe liegen tiefer: „Ich habe mich im Lauf der vergangenen Jahrzehnte rückwärts gehört“, erklärt Schaefer. „Zuerst spielte ich Ravel und Debussy im Orchester, dann entdeckte ich Mahler, und über ihn habe ich schließlich bei Wagner viele Dinge gefunden, die ich eigentlich schon kannte, aber erstmals bei ihm mit dieser Durchschlagskraft gehört habe. Vor allem in die Vorspiele habe ich mich zuerst verliebt, Lohengrin, Tannhäuser, Tristan und Isolde. Das war für mich der Einstieg.“\nDie Variabilität des aktuellen Jazz, für die auch ein Eric Schaefer steht, holt Wagner direkt in die Gegenwart, vom Bayreuther Hügel rein in den Club. Denn der Dub-Step, HipHop- und Elektronic-Liebhaber Schaefer stellt die Opernthemen des Gesamtkunstwerk-Romantikers mit seiner Band THE SHREDSZ in einen groovenden Kontext. Nie hat einer zugleich den Monumentalismus und die zartesten Regungen in Wagners Werk so spannend wie lässig bewältigt – dank des überzeugenden Konzepts, das den alten Meister mit Infusionen vom Progrock und New Wave bis zu Ambient und Dub neu belebt: Willkommen im Club, Herr Wagner!“}

{„de“:“Für die Pianistin ULRIKE HAAGE existieren keine musikalischen Grenzen. Einem großen Publikum wurde sie ab 1989 bekannt als Keyboarderin der Popband Rainbirds. Doch die Rainbirds waren für die Haage nur eine Etappe in ihrer künstlerischen Laufbahn. Theatermusik, Hörspiele, Kooperationen mit Musikern wie FM Einheit von den Einstürzenden Neubauten oder der Schauspielerin Meret Becker gehören zu ihrem Werk ebenso wie der eigene Verlag „Sans Soleil“ und ihre Arbeit als Produzentin, Skriptautorin und Solokünstlerin. 2003 bekam sie als erste Frau den Deutschen Jazzpreis verliehen, zwei Jahre später tourte sie für das Goethe-Institut.\nOb als ehemalige Weggefährtin von Katharina Franck bei den Rainbirds, als Solopianistin oder Leiterin der Jazztruppe Reichlich Weiblich – stets ist Ulrike Haage auf der Suche nach dem richtigen Ton. Sie ist eine so sensible wie bestimmte Künstlerin, versteht sich nicht bloß auf treffliche Exkursionen auf dem Akustipiano, sondern ist auch mit allen Arten von zischelnder und flüsternder Elektronik vertraut. Die setzt sie höchst gefühlvoll ein, um körperliche Sehnsucht oder seelische Erschöpfung gleichermaßen gekonnt in Töne umzusetzen, wie sie in ihrem Spiel frohlocken kann oder auch verstören. In jedem Fall kreiert sie Dramatik mit gekonntem Umgang mit Stille, minimalistisch und doch unendlich reich.\nAuf ihrem inzwischen dritten Album „In:finitum“ wird Haage u.a. vom Schlagzeuger und mehrfachen Echo-Preisträger ERIC SCHAEFER, bekannt aus Michael Wollny’s [em], Johnny LaMarama, Shredsz u.a.m., begleitet, der nun mit ihr im Duo das Tonne-Konzert spielen wird. \n\n„}

{„de“:“Mit seinem neuen Album „Bliss“, das im März bei ACT erscheint, rührt Schlagzeuger ERIC SCHAEFER den Fusion-Jazz der Sechziger, den Jazz-Dub der Neunziger und die Clubmusik von heute zu einem explosiven Gebräu an. Das ist kein Voodoo, obwohl es streckenweise so klingt, sondern konsequente Fortführung dessen, was Schaefers Spiel von Beginn an einzigartig machte: Stil und Geschmack, Skills und Wissen, komplexe Kompositionen und improvisatorische Spielwut. Verwurzelt im Hardcore und gereift am Jazz, bespielt Schaefer ein Klangspektrum, das weit über jedes akademische Kolloquium hinausreicht.\nMit John-Dennis Renkens fliegenden Trompetentönen und Volker Meitz‘ gurgelnden Orgeln beschwören THE SHREDZ den Geist der elektrischen Miles-Davis-Sessions herauf. Schaefer und Bassist John Eckhardt schalten zwischen fiebrigem Bitches Brew-Groove, laswellesken Dub-Fusionen und pulsierenden Club-Zuständen hin und her. Der Drummer und seine Mannen sind Partners in Crime und Brüder im Geiste, denen im Sinne eines persönlichen Bandsounds das kollektive Weben wichtiger ist als der individuelle Ausdruck im Solo.\nNeben seiner Mitwirkung als Schlagzeuger im neuen Joachim Kühn Trio und an der Seite von Michael Wollny setzt der mehrfache ECHO-Jazz-Preisträger Eric Schaefer im Jahre 2016 mit den Shredz ein weiteres Ausrufezeichen und wird die Fetzen fliegen lassen…\n\n“Ob im anspruchsvollen Mainstream, Rockjazz, in experimentellen Formen frei improvisierter Musik, Eric Schaefer ist mit seiner enormen Vielseitigkeit in den verschiedensten Stilrichtungen auf der Höhe der Zeit.” Reinhard Kager / SWR\n\n“Ein geistreicher Klangästhet mit reichlich struktureller Phantasie, der die vermeintlichen Grenzen seines Instruments mit dem Charme des humorvollen Dekonstruktivisten zu kommentieren versteht.” Ralph Dombrowski\n\n“Schaefer springt tatsächlich wie im Cut’n’Paste-Verfahren durch dermaßen abgefahrenen Grooves, dass aufgeweckte Breakbeat-Haie besser schon mal die Sampler scharf machen.” Eric Mandel, JAZZTHETIK“}

{„de“:“Aus dem Wasser auf das Moped und die Fahrt geht los. So könnte eine Kurzbeschreibung der jüngsten Geschichte von EVA KRUSE und ihrer Musik lauten. Nach vielen erfolgreichen Jahren mit Michael Wollny und Eric Schaefer im Trio [em] zog die in Hamburg geborene Bassistin von Deutschland nach Schweden und arbeitet seitdem nicht minder erfolgreich von der am und im Meer gelegenen autofreien Schäre aus. Nach ihrem Debut-Album “In Water”, für das sie prompt den Echo Jazz erhielt, meldete sie sich 2017 mit ON THE MO zurück. \nMit “Mo” ist dieses für die schwedischen Schären-Inseln so charakteristische Lasten-Moped gemeint, mit dem Eva Kruse ihren Kontrabass zum Fähr-Anleger fährt, um von dort aus dann die Reise zu ihren Konzerten in aller Welt anzutreten.\nDies tut sie wieder mit ihrem so ungewöhnlich wie spannend besetzten Ensemble mit der Oboistin Tjadina Wake-Walker sowie dem Alt- und Sopran- Saxofonisten Uwe Steinmetz und dem Pianisten Christian Jormin. In dem vielfach ausgezeichneten Eric Schaefer am Schlagzeug, ihrem langen musikalischen Wegbegleiter, hat Eva Kruse ein perfektes Pendant. Energiegeladene Grooves und gleichzeitig sensible Interaktion zeichnet das Zusammenspiel dieser Rhythmusgruppe aus.\nVorwärtskommen, auf musikalische Entdeckungsreise gehen, einen verlässlichen Motor bei sich haben: “On the Mo – On the Go” war das selbst auferlegte Motto unter dem Eva Kruse die Musik für ihr neues Album komponierte. Und wieder gilt, was Wolf Kampmann bereits über das Vorgängeralbum sagte: „Die Songs von Eva Kruse sind zunächst einmal in erster Linie schön. Sie selbst bringt es auf eine erschütternd einfache Formel: ‚Ich hatte das Gefühl, es musste mal etwas Schönes passieren.‘ Was könnte man dem noch hinzufügen? Diese Lieder sind so schön wie ein Blick aufs Meer mit seiner unendlichen Weite und unergründlichen Tiefe, seinem messerscharf gezogenen Horizont, seinem Gewimmel auf und unter der Oberfläche und seinem Einfluss auf das ihn umfassende Land. Lange genug hat Eva Kruse ihre Grooves in der Enge der Großstadt aufgelesen, jetzt mag sie mit ihren Kompositionen Luft und Weite beschreiben.\nEgal, wie oft man die Tracks hört, in ihrer ungebremsten Fabulierlust und ausgeprägten Liebe zum Detail halten sie immer wieder Überraschungen parat. Diese Songs wollen verinnerlicht sein, können jedoch niemals erschöpft werden. Der weite Horizont in Eva Kruses musikalischen Törns lässt immer noch genug Raum zur Imagination offen.““}

{„de“:“Das Trio [em] bildet den Auftakt zur neuen CD-Reihe »Young German Jazz« beim renommierten Label ACT. »Call it [em]« heißt der am 3. Januar erscheinende Erstling des Trios, die mit dem Esbjörn Svensson Trio nicht nur das Label gemein haben, sondern auch das Entwickeln der kompositorischen Ideen als Gruppe. Es sind eben nicht die Kompositionen eines einzelnen Jazzmusikers, ausgeführt von einem Trio, sondern von drei gleichberechtigt Erfindenden und Agierenden. Das Ergebnis dieses kreativen Prozesses hört sich verdammt gut an, ist groove-orientiert und doch immer – mal mehr, mal weniger – neben der Spur, die man Mainstream heißt.\n\nWilde, hektische Avantgardeklänge neben Filmmusik-artigen Sphären. Melodien werden konstruiert und wieder dekonstruiert, zerfallen in wüste Improvisationen. Es plätschert das Klavier in weiter Ferne wie im Drogenrausch, dazu Bass und Schlagzeug, die bereits den treibenden Rhythmus vorweg nehmen, in den das Stück kulminieren wird. Dann wieder ist Luft anhalten angesagt: mit vielen Pausen, ein Strudel aus klarem »Wenig«, man wird immer tiefer hineingezogen und schwebt doch gleichzeitig in entgegengesetzter Richtung nach oben davon.\n\nEva Kruse – ehemals Bassistin bei »Tied And Tickled Trio« – war bereits mit »Firomanum« in der Neuen Tonne und auch Eric Schaefer ist hier kein Unbekannter: Mit seinem Quintett »Demontage« zerlegte er bereits im Februar letzten Jahres fachgerecht das Bauwerk Jazz.“}

{„de“:““Was du auch tust, stell alles um dich herum in Frage und folge nicht einfach irgendeiner Autorität“: Eine Haltung, die große Jazzvisionäre wie Miles Davis und Albert Mangelsdorff genauso verinnerlicht haben, wie die Musiker des Punk. Tabula rasa machen, Neues entdecken, ein bisschen rebellisch sein und vom Drang nach dem Kreativen erfüllt: Auch [EM] – Michael Wollny, Eva Kruse und Eric Schaefer – sind so.\n„Wir wollen den Punk im Jazz“, hat MICHAEL WOLLNY einmal gesagt. Grenzsteine umdrehen und wegnehmen, aber ohne damit zu werfen, ist die Philosophie des Trios und auch ein Wesensmerkmal von „Wasted & Wanted“. Europäische Jazztradition, Indie-Rock, abendländische und zeitgenössische Kunstmusik, Soundexperimente und eben Punk-Attitüde, all dies fließt zusammen und macht das Trio zu einem Original. Eines, dessen Potential man schon sehr früh erkannte und eines, welches die Jazzwelt im Sturm eroberte. Seit ihrem Debüt „Call it [em]“ 2005 reißen die Lobeshymnen über die Band nicht ab. Die Zeit sprach gar vom „aufregendsten Piano-Trio der Welt“. Mit dem 2010er Album „[em] live at Jazzbaltica“, schaffte das Trio laut des englischen Chef-Kritikers Stuart Nicholson „eines der besten Jazzalben der letzten 25 Jahre“ und wurde dafür zum „Besten Ensemble National“ mit dem Echo Jazz gekürt.\nWollny, Kruse und Schaefer nehmen uns mit auf ein musikalisches Abenteuer voller Tatendrang und von großer Intensität. Eines, dass die Farben wechselt wie ein Chamäleon, neue Klänge aufspürt und emotionale Welten durchlebt: energisch und exstatisch, geheimnisvoll und kontemplativ, schwermütig bis himmelsstürmend. Gespielt mit Herz und mit Köpfchen, wuchtig und auch ein bisschen wüst. Aber vor allem ist die Band eines: most wanted.“}