{„de“:“Und immer wieder eilt sie schnell herbei, die Zeit, in der die Jahresend-Flügelfiguren Saison haben. Die Band mit dem raffiniert-augenzwinkernden Namen Christquint schließt sich nicht aus und stellt sich mit eigenen jazzigen Arrangements von Weihnachtsliedern auf die vorweihnachtliche Zeit ein. Das reicht von einem swingenden »Morgen Kinder wird’s was geben« bis zum rockig groovenden »Oh Tannebaum«!“}

{„de“:“Ulrich Thiem, der Erfinder und Künstler des Projektes »Bach und Blues«, kommt diesmal aus einem speziellen und besonders erfreulichen Anlass in die »Tonne«. \n \nDieses Neujahrskonzert spezial hat den Titel »summertime in winter – music between Bach and Gershwin« und ist das Release-Konzert für die gleichnamige, eben erschienene CD. Das Programm der erfahrenen Profis umfasst Kompositionen u.a. von J. S. Bach, die in unkonventionell-musikantischer Weise mit Jazz-Standards und -Improvisationen korrespondieren. Hier gehen Tradition und Moderne eine unmittelbare Verbindung ein, um sich gegenseitig zu ergänzen, wobei die unterschiedlichen Stile in gleicher Wertigkeit eingesetzt werden. So ergibt sich ein höchst reizvolles Klang-Konzept, das improvisierend von einer Klangfarbe zur nächsten führt und durch lange Bögen bewusste Spannungen aufbaut. Offenheit ist Thiems Programm, und damit auch das Ignorieren stilistischer Grenzen. \n \nDie neue Thiem-CD, die hiermit präsentiert wird, wurde vor fast zwei Jahren bei einem Konzert in der »Tonne« am 20. Januar 2006 live aufgenommen. Günstige Gelegenheit: Sie kann an diesem Abend käuflich erworben werden.“}

{„de“:“Konzert gegen das schnelle Vergessen! Es war der Tod von GÜNTER HÖRIG, der uns vor einem Jahr bewegte. Es ist die Schnelllebigkeit unserer Zeit, der wir mit diesem Konzert für Günter Hörig für einen Moment Einhalt gebieten wollen. Es spielen Dozenten und Studenten der Jazzabteilung der Hochschule für Musik und Musiker der Stadt Dresden Stücke von Günter Hörig in neuer Bearbeitung und eigene Stücke, die das Andenken an diesen Dresdner Meister lebendig halten sollen.\nEine Veranstaltung der HfM in Kooperation mit dem Jazzclub Neue Tonne.“}

{„de“:“Im Januar 1975 gründete sich in Dresden eine Band aus Leuten, die alle schon irgendwie musiziert hatten und nicht zuletzt durch das damals bereits fünf Jahre \“alte\“ Dresdener Dixieland-Festival inspiriert waren, diese Musik zu machen. Ihren Namen gab sie sich nach einem der Wahrzeichen der Stadt, der Elbbrücke \“Blaues Wunder\“: die BLUE WONDER JAZZBAND.\nEin halbes Jahr später entstand eine Besetzung, die bis heute zusammenbleiben sollte! Ihren Stil fand sie im Jazz der zwanziger und dreißiger Jahre, der Musik Jelly Roll Mortons, Bix Beiderbeckes, des jungen Louis Armstrongs und nicht zuletzt der frühen Aufnahmen Duke Ellingtons. Sicher begünstigt durch ihre langjährige, unverändert gebliebene Zusammensetzung, aber vor allem durch ihre Arrangements und ihren gekonnten dreistimmigem Gesang, hat sie heute als \“Amateurband\“ ein Repertoire, das den Originalaufnahmen ähnlich ist, aber typisch nach der Blue Wonder Jazzband klingt. \nIn den ersten fünfzehn Jahren bereiste die Blue Wonder Jazzband mehrfach Festivals und Veranstaltungen in der damaligen CSSR, der Sowjetunion, in Ungarn und Polen. Seit 1990 hat sie an zahlreichen Festivals und Jazzreihen in Deutschland (als Beispiele seien Berlin, Frankfurt, Friedrichshafen, Gronau, Mülheim a.d.R., Rhein-Ruhr-Zentrum, Seligenstadt, Stuttgart, Braunschweig und \“natürlich\“ das jährlich im Mai stattfindende Dixielandfestival in Dresden, die Konzerte in vielen deutschen Jazzklubs, in der Berliner Philharmonie und im Berliner Schauspielhaus, aber auch die dreimalige Mitwirkung beim Bonner Bundespresseball genannt), in Österreich, mehrfach in den Niederlanden, in der Schweiz, in Schweden und in Frankreich mit Erfolg teilgenommen. Die weiteste Reise führte im Jahr 2000 nach Indien. Bisher hat die Band neun CDs und zwei MCs produziert. Zum 25. Bandjubiläum erschien das Büchlein \“Rillenforscher, Blue Wonder Jazzband Dresden\“, im 40. Jahr der Band die Doppel-CD \“Rückblick – 40 Jahre Blue Wonder Jazzband\“.\nDie BWJB stand in gemeinsamen Konzerten mit den Bands von Kenny Ball, Chris Barber, Mr. Acker Bilk, Rod Mason und René Franc, mit der Dutch Swing College Band und vielen anderen bekannten Jazzbands auf einer Bühne. Höhepunkte waren Konzerte mit den Jazz-Legenden Peanut Hucko, Tommy Benford und Joe Muranyi.\n\nInmitten der malerischen Elbwiesenlandschaft im heutigen Johannstädter Fährgarten gründeten sich 1955 die ELB MEADOW RAMBLERS. Seit Anbeginn leben die Musiker mit ihrer Liebe zum eleganten Old-Time-Jazz im Zauber des Moments, welcher geprägt ist von der hohen instrumentalen Improvisationskunst, ihrer Spielkultur und immerwährenden Spielfreude. \nEigene Arrangements unvergessener Kompositionen unter anderen von Fats Waller , Duke Ellington, Count Basie, George Gershwin und Miles Davis begeistern nicht nur auf diversen Tonträgern sondern immer wieder live – bei Konzerten, Dampferfahrten, Gartenfesten, Firmenveranstaltungen bis hin zum Dixielandfestival.\n\nULRIKE HAUSMANN erwarb mit vielen musikalischen Stationen weiten Bekanntheitsgrad als ebenso kraftvolle wie sensible, hochversierte Blues- und Boogiepianistin, deren unorthodoxe Eigenkompositionen aufhorchen lassen. Gemeinsame Auftritte mit Vince Weber (u.a. auch in der legendären Hamburger „Fabrik“) und Axel Zwingenberger, der sie im März 2012 zur gemeinsamen Session mit Charlie Watts auf die Bühne bat, zählen bisher zu den großen Höhepunkten ihrer überzeugenden Laufbahn. Ebenso die Konzerte „Boogie Round The Globe“ in Hamburg und Dresden mit Jan Preston, Australiens großer Boogie- & Ragtimepianistin, die wiederholte Teilnahme beim internationalen „Jazz In Town“ in Berlin, beim „Festival de Jazz ‚Sim Copans‘ de Souillac“ (F), beim „Boogie Woogie Festival Cambrai“ (F) und alljährlich beim Internationalen Dixielandfestival in Dresden. Sie ist am Kneipenklavier ebenso zuhause wie auf großen Bühnen.\n2011 erschien ihre erste Solo-CD „Session By Myself“.“}

{„de“:“Ulrich Thiem, der Erfinder und Künstler des Projektes »Bach und Blues« (das kürzlich seinen 25-jährigen »Geburtstag« feierte), kommt seit langem wieder einmal in die »Tonne«. \n\nOffenheit ist Thiems Programm, und damit auch das Ignorieren stilistischer Grenzen. Schon von Kindesbeinen an interessierte und engagierte sich der Dresdner Cellist Ulrich Thiem für die Begegnung von Kammermusik mit Blues, Gospel und Jazz. Bereits in den siebziger Jahren schrieb er Stücke, die er selbst als »KammerJAZZmusiK« rubrizierte. »Ich wollte einen Musik-Stil finden, der Werke von Johann Sebastian Bach einbindet, ohne sie wesentlich zu verändern, aber insgesamt doch mehr am Jazz angelehnt ist«, erinnert sich der Musiker. So entstand 1980 die Gruppe BACH & BLUES DRESDEN, in der sich bis heute klassische und Jazzmusiker treffen und zusammen Konzert-Programme aufführen, in denen beide Stile gleichwertig berücksichtigt sind – schon die ersten Auftritte im Juli 1980 vereinten neben Thiem eine klassische Sängerin mit einem Bluesmusiker. \n\nDabei war »Bach und Blues« (B&B) eher eine Plattform für immer wieder variierende Aktivitäten zum Thema oder ein Musiker-Pool, aus dem heraus sich konkrete Bach-und-Blues-Konzerte rekrutierten. Viele haben in den 25 Jahren mitgewirkt, von Anfang an bis heute mit dabei sind Annette Roth (Violine), Friedrich »Friwi« Sternberg (Klarinette/Saxophon), Jörg Naßler (Gitarre) und Andreas Böttcher (Vibraphon/Orgel). Um das künstlerische Spektrum weiter zu fassen (oder um das mittlerweile erweiterte künstlerische Spektrum namentlich besser zu fassen), änderte Ulrich Thiem 1984 den Namen des Projektes von »Bach & Blues« in »Zwischen BACH und BLUES« – eine Hinwendung zu noch größerer Offenheit. Diese Öffnung wurde später noch konsequenter und stilistisch weiter vollzogen. 2001, mit dem Gitarristen Alejandro Leon, entschied sich Thiem, den Titel »Zwischen BACH und BLUES« von Fall zu Fall zu modifizieren, weil, so Thiem, »zum Beispiel das Programm mit Leon mit Blues wirklich nichts zu tun hat, sondern eindeutig südamerikanisch klingt«. Zu diesem Programm »Zwischen BACH und SAMBA« kamen später »Zwischen BACH und FLAMENCO« und »Zwischen BACH und TANGO« hinzu, seit Mai 2004 gibt es »Zwischen BACH und Acoustic-JAZZ« – natürlich mit dem Gitarristen Jörg Naßler.\n\nBach bzw. das Flair von Bach ist immer dabei – ist doch der große frühere Thomaskantor Ulrich Thiems künstlerische Heimat und Hauptfaktor der engen Verbindung des Dresdner Cellisten zur Kirchenmusik. Und trotz Ausweitung zu Samba, Flamenco und Tango bleibt der Blues, vor allem gefasst als stilistisch-harmonisches Strukturschema, die zweite »tragende Säule« der Thiem’schen Musik. »Ich muss daran erinnern, dass der Begriff Blues in den 70ern und 80ern in der DDR – z. B. durch die so genannten Blues-Messen in der Berliner Samariterkirche – eine geradezu politische Dimension bekommen hatte. Ein Programm, in dem Blues angekündigt war und das noch in einer Kirche stattfand, war von vorn herein politisch interessant, brisant.« Der Start für Uli Thiem erfolgte diesbezüglich bei Pfarrer Eppelmanns Blues-Messen schon 1979 – also in einem politisch hochbrisanten Kontext. Diese einst DDR-spezifische Brisanz wohnt heute dem hiesigen Blues nicht mehr inne – ebenso wenig wie dem Freejazz. »Bach und Blues« ist längst eine nahezu entideologisierte Verbindung auf den Konzertpodien Deutschlands, Österreichs und der Schweiz – Ulrich Thiems Hauptauftrittsgebiete – geworden. Dabei ist es kaum zu glauben: Nach 25 Jahren des B&B-Projektes absolviert Thiem immer noch sage und schreibe 170 Konzerte pro Jahr, davon etwa vierzig im Ausland – dahinter verbergen sich jährlich etwa 50.000 gefahrene Kilometer und zahllose Übernachtungen in der Fremde – und das alles ohne Manager!\n\nDas Programm »Summertime in Winter« ist ein spezielles Projekt Ulrich Thiems, an dem sich einige von Thiems künstlerischen Weggefährten aus 25 Jahren »Bach und Blues« beteiligen.“}

{„de“:“Am 21.2.2015 starb einer der ganz großen Trompeter des Jazz im Alter von 94 Jahren: CLARK TERRY Trotz seiner unbestrittenen Meisterschaft im Trompeten- und Flügelhornspiel und seiner unablässigen Präsenz als Musiker in small und big bands und Lehrer (nicht nur von Miles Davis!) hörte man von ihm selbst relativ wenig. Der Jazzgigant war zu bescheiden. \nFür den Dresdner Trompeter Frank Bartsch aber ist Clark Terry DAS musikalische Vorbild. Er traf ihn persönlich in Hamburg, Weimar und Dresden und Pianist Matthias Bätzel hatte gar das Glück, mit Terry vor einigen Jahren auf Jazzcruise zu sein. \nAls Clark Terry starb, entstand die Idee, mit dem Ensemble TRIBUTE2CT die Musik dieses großen Musikers fortleben zu lassen. Voilá: hier sind fünf Spitzenmusiker am Werk, die Clark Terrys Stücke mit höchstem Respekt im Hier und Jetzt verorten.\nAlle waren sie schon vielfach in der Tonne zu Gast und deutschlandweit und international in Besetzungen mit Günther Fischer, Manfred Krug, Günter Hörig, Wolfgang Schlüter, Stefan Bormann, Armin Mueller-Stahl, Adam Rogers, Mike Stern, Uschi Brüning, Red Holloway und vielen anderen zu hören und erfüllen sich mit dem C.T.-Projekt einen lang gehegten Wunsch.“}