{„de“:“

KUU! hat richtig gute Songs, die sich voller Emotionalität einfräsen und festhaken. Was diese Band in der deutschen Musiklandschaft so besonders macht, ist ihre spezielle künstlerische Chemie, gepaart mit einer Eindringlichkeit im künstlerischen Vortrag. Die nie um kreative Ideen verlegende Männerbande Kalle Kalima, Frank Möbus (beide Gitarre) und Schlagzeuger Christian Lillinger bilden das gestalterische, energetische Rückgrat für die ausdrucksstarke Sängerin Jelena Kuljić. KUU!s Musik ist von unglaublicher Kraft. Sie rüttelt auf, macht Zusammenhänge sinnfällig, erreicht gleichermaßen Beine, Kopf und Seele. Sie ist filigran, kompakt und auf der Höhe der Zeit.

Die Presse war vom Debütalbum \“Lampedusa Lullaby\“ mehr als begeistert. Die daran anknüpfenden Konzerttourneen waren für die Band \“das reinste Paradies\“, wie Jelena Kuljić sagte. Das empfand auch das Publikum. Überall wurden KUU! gefeiert – auf großen Festivals und in angesagten Clubs. So wäre es weitergegangen, doch dann kam Corona … Die Band jedoch blieb fleißig: Neue Songs mussten her, um sich für das Danach frisch und die Band vital zu halten. So entstand das Nachfolgealbum \“Artifical Sheep\“.

Die neue Realität lieferte die Themen, denn die Welt von Blade Runner war plötzlich Wirklichkeit geworden: Paranoia, Kontrolle, Macht und Misstrauen, die Fälschung der Welt, Umweltzerstörung, Mensch versus Roboter … Die Intensität und poetische Kraft der neuen Texte steigerten sich. Sie handeln von der Flucht vor Realitäten in den schönen Schein, von digitalen Schafen, die andere Hirten suchen.

Corona wurde zum Katalysator einer ins Netz verschwindenden Welt. Das hat die Intensität und poetische Kraft der neuen Texte gesteigert. Nichts in diesen Texten über unsere schöne neue Welt wird mit erhobenem Zeigefinger vorgetragen. Sehnsuchtsvoll, charming und direkt, dann wieder spröde, sperrig und provokant interpretiert diese höchst intensive Sängerin, die als Schauspielerin an den Münchner Kammerspielen arbeitet, die Bilderflut der Gegenwart mit ihren Dringlichkeits-steigerungen. Das ist nicht mehr in gängigen Strophe-Refrain-Schemen zu verhandeln. Hier gibt es kein Trallala. Wie die grandiose Band mit ihrer Sängerin lustvoll durch diese Textgebirge steigt, wie sie ihren so anderen Songs dient und sie mit ausgefuchster Musikalität steigert, das ist ohne Vergleich. Sie leuchten Klüfte und Schluchten aus, bewahren die Rätsel und agieren als Team jenseits der Selbstdarstellung. Das ist markant und bis in die Details spannend. Eben deswegen dringt diese Kunst zu Essenzen vor, ohne dabei jemals zu moralisieren. Die beiden Gitarren verschmelzen zu einem Megainstrument, wobei sie weder das Wettbewerbsmäßige des Jazz noch das Simplifizierende des Rock bedienen. In dieses Zwischenreich hinein schlägt das Schlagzeug zu mit immer neuen druckvollen Finessen. Das ergibt eine Musik genau für diese Zeit: energetisch, aufstörend, wuchtig, doch gleichzeitig filigran und eindringlich plausibel: Ein Glücksfall für vorurteilsfreie Hörer.

„Sind wir laut genug?“, fragte Jelena Kuljić während eines der großartigen KUU!-Konzerte. Genau darum geht es: Diese Band muss gehört werden, sie ist gemeinsam in Bewegung.

„,“en“:““,“cz“:““,“pl“:““}

{„de“:“Daniel Erdmann gründete Erdmann 2000 im Jahr 1999 mit der Absicht das ausklingende zwanzigste Jahrhundert und das bevorstehende Jahrtausend musikalisch in Verbindung zu setzen. Die Musiker mit denen er dieses Experiment durchführte erwiesen sich nicht als einfache Side-Men sondern mit fieberhafter Begeisterung beteiligte impulsgebende Quellen der Inspiration. Dadurch enstand ein einzigartiger Sound, der auf der CD »Recovering from y2k« (Jazz4ever Records) dokumentiert ist. Über die CD schrieb Wolf Kampmann: »Mit seinen Gespielen vom Roten Bereich hat der junge Berliner Reed-Löwe eine Sprache gefunden, die ohne Anbiederungen wie ein Spaziergang über baustellengesäumte Straßen seiner Heimatstadt klingt. Ein Album voller Überraschungen und unerwarteter Wendungen, das den Umbruch der Stadt unsentimental dokumentiert und Berlin gut zu Gesicht steht.«\n\nAuf diese Arbeit aufbauend sind neue Kompositionen entstanden, welche die zweite Phase darstellen: Erdmann 3000! Die neue CD erschien kürzlich bei Enja Records. Daniel Erdmann fühlt sich in seinen Kompositionen von Strawinsky genauso beeinflusst wie von Coltrane und den Dead Kennedys. Die Musik ist dann ein direkter Impuls, der bei Konzerten das Publikum genauso direkt anspricht: »Erdmanns Ton bringt tonnenschwere Lasten in den Schwebezustand. Er hat die Jazz-Tradition von der Pike auf gelernt, Coleman und Coltrane verinnerlicht wie kaum ein anderer. Da steht keiner, der uns erzählen wollte, was er alles über den Jazz weiß. Nein, er sucht mit dem Publikum nach einer gemeinsamen Sprache.« \n(Tagesspiegel)„}

{„de“:“Daniel Erdmann gründete Erdmann 2000 im Jahr 1999 mit der Absicht, das ausklingende zwanzigste Jahrhundert und das bevorstehende Jahrtausend musikalisch in Verbindung zu setzen. Die Musiker, mit denen er dieses Experiment durchführte, erwiesen sich nicht lediglich als einfache Side-Men, sondern als impulsgebende Quellen der Inspiration, die mit fieberhafter Begeisterung bei der Sache waren und sind. So entstand ein einzigartiger Sound, der nicht nur im Konzert, sondern auch auf der CD »Recovering from y2k« (Jazz4ever Records) zum Klingen kommt. Der Jazzkritiker Wolf Kampmann schrieb: »Mit seinen Gespielen vom Roten Bereich hat der junge Berliner Reed-Löwe eine Sprache gefunden, die ohne Anbiederungen wie ein Spaziergang über baustellengesäumte Straßen seiner Heimatstadt klingt. Ein Album voller Überraschungen und unerwarteter Wendungen, das den Umbruch der Stadt unsentimental dokumentiert und Berlin gut zu Gesicht steht.« Darauf aufbauend sind neue Kompositionen entstanden, die die zweite Phase von Erdmann 2000 darstellen. Daniel Erdmann fühlt sich in seinen Kompositionen von Strawinsky genauso beeinflusst wie von Coltrane und den Dead Kennedys. Die Musik ist dann ein direkter Impuls, der bei Konzerten das Publikum genauso direkt anspricht:\n\n»Erdmanns Ton bringt tonnenschwere Lasten in den Schwebezustand. Er hat die Jazz-Tradition von der Pike auf gelernt, Coleman und Coltrane verinnerlicht wie kaum ein anderer. Da steht keiner, der uns erzählen wollte, was er alles über den Jazz weiß. Nein, er sucht mit dem Publikum nach einer gemeinsamen Sprache.«\nTagesspiegel\n\n»Solch vielschichtiger Jazz bedarf keiner stilistischen Festlegung. Er macht den Zuhörern einfach Spaß.«\nFuldaer Zeitung\n\n»Daniel Erdmann hat sich mit seiner Band ERDMANN 2000 endgültig in die vorderste Front Berliner Jazzleader bewegt.«\nJazzfiles„}

{„de“:“Seit 1992 gilt DER ROTE BEREICH aufgrund seiner eigenwilligen Musik, seines anarchistischen Humors, seiner intelligenten Arrangements und seines originellen Sounds als die bunt funkelnde Ausnahmeerscheinung am europäischen Jazzhimmel. Die \“Risikokragenträger\“ Möbus, Mahall & Steidle räumen radikal mit eingefahrenen Hörgewohnheiten auf, verblüffen immer aufs Neue mit überraschenden Rhythmuswechseln, unerwarteten Harmonieverschiebungen oder subversiv-ironischen Umdeutungen und haben dadurch auch ein junges Publikum für sich gewonnen, das Jazzkonzerten sonst eher reserviert gegenübersteht und welches sich eher dem Alternativ Rock zugehörig fühlt. \“Gegen die Langeweile kämpfen Götter selbst vergebens\“ – doch, mit Verlaub, hier irrt der große Nietzsche, denn er kannte den Roten Bereich nicht.“}

{„de“:“KUU! hat richtig gute Songs, die sich voller Emotionalität einfräsen und festhaken. Was diese Band in der deutschen Musiklandschaft so besonders macht, ist ihre spezielle künstlerische Chemie, gepaart mit einer Eindringlichkeit im künstlerischen Vortrag. Die nie um kreative Ideen verlegende Männerbande Kalle Kalima, Frank Möbus (beide Gitarre) und Schlagzeuger Christian Lillinger bilden das gestalterische, energetische Rückgrat für die ausdrucksstarke Sängerin Jelena Kuljić. \n\nDie 1976 in Serbien geborene Kuljić verließ nach dem Bürgerkrieg ihre Heimat. Daheim hatte sie als ungestümer Punk begonnen, dann studierte sie Jazzgesang in Berlin und bekam hier diverse Kontakte zur Szene. Als Schauspielerin ist sie festes Mitglied der Münchner Kammerspiele. Als Vokalistin ist sie hochenergetisch und wie ein Naturereignis. Egal, was sie macht, sie ist da wie ein klarer Strahl. Und der umkreist präzise und durchsetzungsstark die Kerne der Dinge. Die Authentizität des Erlebten gibt ihren Botschaften eine tiefer gehende Glaubhaftigkeit. \nMit unglaublicher Wachheit performt sie, was nach Ausdruck drängt. Mal tut sie das mit Punk-Attitüde, mal in psychedelischem Schwelgen, mal pseudonaiv, dann wieder enorm druckvoll und stets mit geballter Präsenz. Sie kann provokant und schalkhaft sein, verrucht und verrutscht, heiser und heiter.\n\nDas Label ACT veröffentlicht nun das neue Album von KUU!, „Lampedusa Lullaby“ (August 2018).\nLampedusa ist längst nicht mehr nur eine Mittelmeerinsel zwischen Tunesien und Sizilien. Es wurde als konkreter Ort der Schlepper und Migranten, des grenzgängerischen Todes und der Illegalität zur Metapher eines massenhaften kriminellen Geschäfts mit individuellen Schicksalen unddes Versagens der traditionellen Politik vor neuen Herausforderungen. Jelena Kuljić singt davon.\n\nKuu! Ist eine Band der Superlative, ein exponierter Vertreter eines neuen europäischen Jazz mit großem Innovationsgeist. Auf „Lampedusa Lullaby“ führt das Quartett messerscharf vor, wie Rockmusik heute funktionieren kann. Dabei geht es um kollektiven Ausdruck und nicht um Selbstdarstellung oder gar Kompetition. Hier wird nicht gefrickelt und gegniedelt, hier geht es gemeinsam zur Sache. Rechts und links vom enorm Druck machenden Schlagzeug verschmelzen die beiden Gitarren zu einem ebenso gigantischen wie sensiblen Instrument.\n\nDie Musik von „Lampedusa Lullaby“ ist von unglaublicher Kraft. Sie rüttelt auf, macht Zusammenhänge sinnfällig, erreicht gleichermaßen Beine, Kopf und Seele. Sie ist filigran, kompakt und auf der Höhe der Zeit. Mal legen drei verschworene Individualisten ihrer Sängerin Kuschelflächen, dann wieder Nagelbretter. Die Leichtigkeit und das Eingängige dieser Musik sind minutiös erarbeitet. Live wächst diese Musik ins Phänomenale, wenn die theatralische Kunst der Jelena Kuljić von dieser fintenreich losgehenden Band umflirtet, kommentiert und gesteigert wird.“}