{„de“:“Die Besetzung des »Thread Quintet« versammelt die Nachwuchshoffnungen der Chicagoer Avantgarde- und Freejazzszene – die neue Generation der umtriebigen und in den letzten Jahren oftmals trendweisenden Jazzmusiker der Stadt.\nVor zwei Jahren gründete Bassist Brian Diblee die Gruppe mit dem Ziel, Musik zu erarbeiten, die jedenfalls eigenständig und modern und historisch zugleich sein sollte. Avantgardistische und traditionsbetonte Herangehensweisen stehen beim Thread Quintet gleichberechtigt nebeneinander. Diblees Kompositionen sind unverkennbar jazzorientiert und dennoch recht unkonventionell. Im Frühjahr 2003 veröffentlichte das Quintett seine erste CD, »Long Lines«, auf Future Reference Records, Chicago.\n\nBrian Diblee stammt aus Memphis und lebt seit 1999 in Chicago. Er leitet eigene Gruppen wie »Design Flaw« und »End of Last Year Quartet« und spielt regelmässig im Duo mit Ken Vandermark. Gelegentliche Kooperationen und Auftritte u.a. mit George Cartwright, Joe McPhee, Jeb Bishop, Fred Lonberg-Holm und Tim Daisy. Diblee ist Gründer und Betreiber des Lables »Future Reference Records«.\n\nDave Rempis ist bei uns vor allem als Mitglied in der »Vandermark Five« bekannt. Eigene Gruppen und Kooperationen u.a. mit Jim Baker, Jason Roebke und Joe Morris. Frank Rosaly stammt aus Arizona, spielte u.a. in verschiedenen Jeb Bishop und Fred Lonberg-Holm-Projekten, leitet ein eigenes Septett. Keefe Jackson stammt aus Arkansas, lebt seit 2001 in Chicago. Kooperationen u.a. mit Guillermo Gregorio, Aram Shelton und Jim Baker. Nick Broste, Wisconsin, hat ausgiebige Erfahrungen in traditionellen Jazzgruppen und hat sich vor einiger Zeit ebenfalls der neueren Chicago-Szene angeschlossen.“}

{„de“:“Dieses Quartett lädt zum Kopfsprung mitten in den Chicagoer Kreativitätspool ein. Selbst wenn die Namen in Europa noch nicht so geläufig sind, spielen ihre Träger zentrale Rollen in der Free Music-Szene der Windy City. Rempis z.B. als expressiver Alto- und Tenorsaxophonist in The Vandermark 5, The Territory Band, The Crisis Ensemble, The Chicago Improvisers Group und The Thread Quintet und als Kopf von Triage und The Rempis Percussion Quartet, zwei Formationen mit Tim Daisy an den Drums. Daisy wiederum, der seit 1997 mitmischt, ist neben Projekten mit Vandermark und Rempis auch noch aktiv bei Dragons 1976, Wrack, Unclocked und Scott Rosenberg’s Red. Wo Jazz war, muss Noise werden. Percussiongerassel und knarrende Basssaiten versuchen sich an Schamanenvoodoo, das elektroakustische Versprechen zerbröselt(nach: Rigobert Dittmann/Bad Alchemy)“}

{„de“:“Die Gruppe »Chicago Luzern Exchange« enstand 2002 während eines fünfmonatigen Aufenthaltes des Schweizers Marc Unternährer in Chicago, der Teil des Städtepartnerschaftsprogramm zwischen Luzern und Chicago war. Seitdem hat das Ensemble viele Konzerte erfolgreich absolviert, hervorzuheben die Auftritte beim Chicagoer Empty Bottle Festival 2004 und für die Renaissance-Gesellschaft der University of Chicago.\n\nIhre Musik wird gemeinschaftlich frei improvisiert – ohne im Voraus festgelegte Kompositionen oder harmonische Strukturen. Das Erbe von AACM, besonders des Art Ensembles of Chicago, versorgt und formt die musikalischen Ausschweifungen. \n\nJedes Bandmitglied hat sich seine Sporen durch Auftritte mit renommierten Musikern bei Tourneen durch die Vereinigten Staaten, Kanada und Europa verdient. Marc Unternährer spielte bereits mit vielen bemerkenswerten Improvisatoren und Komponisten wie Guillermo Gregorio, John Wolf Brennan, Fredy Studer und Hans Kennell. Keefe Jackson, Josh Berman und Frank Rosaly haben mit vielen der großen Improvisatoren aus Chicago wie auch aus dem Ausland gespielt, unter ihnen Jim Baker, Ab Baars, Anthony Coleman, Fred Lonberg-Holm, Jeff Parker, Rob Mazurek, Wilbert De Joode, Robert Barry. 2003 spielten Berman und Rosaly auf dem Chicago Jazz Festival in Ken Vandermarks Crisis Ensemble.\n\nHoward Reich von der Chicago Tribune bezog sich auf das »scheinbar telepathische Verhältnis« zwischen Josh Berman und Keefe Jackson, indem er schrieb: »beide reagieren aufeinander außergewöhnlich aufmerksam und sicher«. Dazu der flexibel agierende Frank Rosaly, ein omnipräsenter, kompositorisch denkender Schlagzeuger und Tubist Marc Unternährer, der sein Bassinstrument mit großer Sensibilität und teilweise fast schon paradoxer Leichtfüßigkeit einsetzt.“}

{„de“:“Der Name des Saxofonisten Dave Rempis ist wohl am ehesten aus den Projekten mit seinem Kollegen Ken Vandermark – dessen Territory Band oder den Vandermark 5 – geläufig. Dennoch: er und die Schlagzeuger Tim Daisy und Frank Rosaly gehören seit langem zu den Säulen der höchst lebendigen Chicagoer Improvisationsszene. \nDas REMPIS PERCUSSION QUARTET existiert bereits seit 2004. Und die Drummer sind es natürlich, auf die der Name der wilden Band anspielt. Doch seit 2009 der Original-Bassist Anton Hatwich durch das norwegische Powerhouse Ingebrigt Håker Flaten ersetzt wurde, ist der Bandname endgültig richtig und gerechtfertigt. Denn Håker Flaten, den man u.a. aus The Thing, Atomic oder dem Scorch Trio kennt, ist so viel mehr als ein Mann der tiefen Saiten, dass man ihn schon fast als dritten Schlagzeuger bezeichnen könnte. Er ist der Zugewinn, der das Rempis Percussion Quartet zum absoluten Top-Ensemble macht. Er und die beiden Männer an Sticks und Trommeln schaffen ein derart dichtes Rhythmusgeflecht, dass einem vor Staunen die Luft wegbleibt, die Bandleader Rempis dafür umso mehr nutzt für sein überbordendes, energiegeladenes Saxofonspiel, das geradezu grenzenlos scheint. Ein permanenter Groove oder ein herrlich vielgestaltiges Brodeln bilden das Rhythmusnetz, auf dem Rempis sich mit seelenvollen Läufen und Tönen nach Herzenslust ausbreiten kann. Die Stücke der Band dauern dann auch locker 20 Minuten bis zu einer Dreiviertelstunde, ohne auch nur an einer Stelle an Spannung nachzulassen. Atemberaubend!“}