{„de“:“Der Posaunist und Sousaphonist Gerhard Gschlößl stellt sein neuestes Quartett vor: Exzentrische Instrumentierung und ausdrucksstarke Kompositionen bilden die Grundlage für frische und ekstatische Improvisationen. Z.B. ein Cellosolo mit Sousaphonbegleitung; oder Bassklarinette und Basstrommel… hier schert man sich wenig um die standardisierten Muster eines »Modern Jazz« und begibt sich auf einen Trip zu exot-akkustischen Vielfältigkeiten. Die vier längst nicht mehr unbekannten Jungs zeigen, dass zeitgenössischer Jazz ein heftiges Musikerlebnis werden kann. Immer dann, wenn man denkt, ein Instrument sei ausgereizt, kommt doch wieder etwas Neues. Immer wieder findet man sich – auch bei ekstatischsten Improvisationen. Sidemen werden Frontmen – und umgekehrt.“}

{„de“:“2002 nahm die kroatische Sängerin VESNA PISAROVIC noch am Eurovision Song Contest teil. Inzwischen hat sie sich zur charakterstarken Jazz-Sängerin entwickelt. Mit ihrer Band WITH SUSPICIOUS MINDS hat sie sich ganz der Musik Elvis Presleys verschrieben. Indem sie forsch in den gängigen Kanon der zahlreichen Imitationen und Interpretationen von Elvis einbrechen, schaffen es die Suspicious Minds, der Musik überraschende und neue Wendungen zu geben. \nDies gelingt nicht nur mit den Mitteln der Ironie und Distanzierung, die den King of Rock‘ n Roll aus dem üblichen Pop-Milieu entführt, sondern auch mittels der Dekonstruktion von ‚des Königs neuen Kleidern‘, in die sich der amerikanische Titan einhüllte: vom Bluesgewand, der Country- und Gospel-Tracht bis zum Jazz-Smoking. Elvis ohne Elvis, d.h. Elvis, befreit vom süßlichen Glanz der Popwelt, wird bei With Suspicious Minds zur Grundlage einer neuen musikalischen Synthese, aber auch die Vorlage für das kreative Zusammenspiel der Musiker.\nZu Vesna Pisarovics eigenständiger Stimminterpretation gesellen sich Musiker, die auch mit ihrer musikalischen Herkunft die Hybridität der Berliner Musikszene repräsentieren: zwischen Jazz und freier Interpretation, Struktur und ‚Unstruktur‘, Erwartetem und Unerwartetem.“}

{„de“:“Das Auftaktkonzert unserer Herbstsaison ist zugleich ein \“Vorkonzert\“ zu der noch in diesem Monat stattfindenden Jubiläumswoche, denn einer der wichtigsten Protagonisten der Dresdner Szene ist der Initiator des heutigen Projekts: Günter Baby Sommer – weltumtriebiger, nimmermüder Schlagzeuger und Ehrenmitglied der Tonne – hat derart hochkarätige Musiker um sich geschart, dass man das Ensemble durchaus als eine Art Gipfeltreffen bezeichnen kann: THE NEW GENERATION OF SISTER & BROTHERHOOD. \nDen namhaften Beteiligten geht es darum, einer Legende Referenz zu erweisen: der Brotherhood of Breath. Diese Band gilt heute als Keimzelle des Ethno-Jazz, gleichwohl ist sie mittlerweile weithin vergessen und gilt allenfalls unter Fachleuten als unbedingter Geheimtipp.\n1969 wurde die „Bruderschaft“ von dem aus Südafrika stammenden Pianisten Chris McGregor in London gegründet, dazu gehörten u.a. Dudu Pukwana, Louis Moholo, Mongezi Feza, Evan Parker, Alan Skidmore, John Surman. Ihr Debütalbum etablierte 1971 ihren Ruf als aufstrebende Innovatoren, die afrikanische Melodik, treibenden Puls und ekstatische freie Improvisationen vereinte. Eine weitere Studioproduktion sowie eine Liveplatte folgten, Mitte der 70er löste sich die Urformation auf.\nDie New Generation of Sister & Brotherhood versammelt nun herausragende Musikerinnen und Musiker mehrerer Generationen und erweckt den grenzlosen Geist der damaligen Pioniere zu neuem Leben. Um die akribische Erforschung des überlieferten Materials der Brotherhood of Breath kümmern sich seit Jahren der schottische Musikwissenschaftler/Saxofonist Raymond MacDonald und eben Schlagzeuglegende Baby Sommer. Das ambitionierte und spektakuläre Projekt wird Originalstücke der Brotherhood spielen, erweitert um neue Parts, die Baby Sommer in deren politisch engagiertem Geist schreibt.\n\n \n Was bei den Tonne-Konzerten aktuell gilt:\n Eingelassen werden die 3 Gs: genesen, geimpft (oder) getestet (bitte kein Selbsttest, sondern ein \“offizieller\“).\n Falls beim Kartenkauf nicht bereits geschehen, erfassen wir die Kontaktdaten (datenschutzkonform).\n Unter Inzidenz 10: keine Maskenpflicht.\n Darüber: Maske bis zum Platz und auf allen Gängen im Club.\n Abstände bitte nach bestem Gewissen einhalten.\n Wir zählen auf den gesunden Menschenverstand und bleiben so gesund.\n Danke! Wir freuen uns auf Livemusik mit euch!„}