{„de“:“Zeitsprünge pur – in der Binnenästhetik der Musik von Zen Widow. »Der Musik dieses Trios zuhören ist ähnlich wie das schnelle Durchblättern eines Bündels von herausgerissenen Seiten eines Skizzenbuches. Manchmal erwischt man voll ausgeführte Arbeiten, ein anderes Mal Zeichnungen, die zu fragmentarisch sind, als dass sie mehr leisten könnten als bloß Neugier und Verwirrung auszulösen.« Dies schrieb das renommierte Cadence Magazine. Schon bald nach ihrer Gründung vor fünf Jahren, 2003, erreichte die Band Zen Widow mit ihrer Musik, die den Spielraum des zeitgenössischen Jazz und der improvisierten Musik erweiterte, große Anerkennung. Alle drei Musiker sind an musikalischen Interaktionen interessiert, die auf der Basis verschiedener Ausdrucksmittel und Stile die mannigfaltigen Richtungen dieser Trio-Musik zu einem lebendigen Ganzen verbinden. Die Band erhielt im internationalen Maßstab viel Beifall sowohl bei Kritikern als auch beim Publikum, insbesondere für ihre Auftritte beim San Francisco Alternative Jazz Festival, beim Seattle Polestar Festival und in der Werkstatt für Improvisierte Musik (Zürich).“}

{„de“:“Gianni Gebbia ist im Jazz und der improvisierten Musik Europas schon lange kein Unbekannter mehr, denn unermüdlich erkundet der Saxofonist aus Palermo immer neue musikalische Ausdrucksformen in unterschiedlichsten Ensemblekonstellationen und in Soloarbeiten. Mit einer Vielzahl an international interessanten Musikern arbeitete er zusammen, darunter Fred Frith, Louis Sclavis, Ernst Reijseger, Elliott Sharp, Pino Minafra oder Nils Wogram, um nur einige zu nennen. Dass Gianni Gebbia auch Japan regelmäßig bereist und dort an den Strömungen zeitgenössischer Musik aktiv teil hat, ist weniger bekannt.\n\nIn der Sängerin, Pianistin und Multiinstrumentalistin Eiko Ishibashi hat er dort eine Künstlerin gefunden, mit der es ihm gelungen ist, eine musikalische Brücke zwischen der Jazztradition des Westens und dem glamourösen Liedgut Japans zu schlagen. Eiko Ishibashis eigenes Werk pendelt zwischen melodischen Songs und rhythmischen Improvisationen. In Japan ist sie besonders bekannt für ihre Duo-Auftritte mit dem »Ruins«-Drummer Tatsuya Yoshida.\n\nAls Duo JORAKU & LIONEIKO präsentieren Gebbia und Ishibashi eine wohl abgestimmte Mischung aus meditativ-fließenden, liedhaften Strukturen, Rhythmus und Improvisation. Einflüsse von japanischer Popmusik über verschiedenste Ethno-Sounds bis hin zu den mediterranen Klängen aus Gebbias Heimat würzen die Stücke des Zweigespanns.“}

{„de“:“Der in Sizilien lebende Saxofonist Gianni Gebbia zählt zu den herausragenden jüngeren italienischen Jazzmusikern. In seiner Musik verbinden sich zeitgenössischer Jazz und traditionelle sizilianische sowie insgesamt mediterrane Folklore zu einer intensiven, komplexen, tief emotionalen Synthese. Seine erfinderischen, sensibel gestalteten Melodielinien atmen das Flair südländischen Klimas, seine expressiven Soli zeugen von souveränem musikalischen Denken, die changierenden Strukturen der Kompositionen verdeutlichen eine schwebende Poesie des Miteinanders.\n\nTourneen – als Solist ebenso wie mit seinen diversen Kleinformationen wie Terra Arsa, Switters und The Pulp Trio, führten ihn bereits durch ganz Europa, in die USA und nach Japan. Er spielte mit bekannten Größen wie Fred Frith, Louis Sclavis, Elliot Sharpe, Günter Sommer und auch mit Peter Kowald, hat bereits zahlreiche CDs – auch unter eigenem Namen – eingespielt und ist ein gern gehörter Gast auf großen und renommierten Festivals. In Dresden ist Gianni ein gern gesehener und gern gehörter Stammgast!\n\nDiesmal kommt er im Duo mit der Cellistin und Stimmakrobatin Audrey Chen (Baltimore) – beide entwickeln ad hoc eine gewagte, quasi-dadaistische, experimentelle, humorvolle Improvisationsmusik! Audrey Chen – sonst gelegentlich mit Drummer Michael Zerang aus der Chicagoer Szene unterwegs – spielt ihr Cello wie einen Bass, zupft und klopft es, entlockt ihm rhythmisch perkussive Patterns und kreischende Töne, die sich mit ihren außerordentlich dämonischen Vokalsounds vermischen!“}

{„de“:“Der in Sizilien lebende Saxofonist Gianni Gebbia zählt zu den herausragenden jüngeren italienischen Jazzmusikern. In seiner Musik verbinden sich zeitgenössischer Jazz und traditionelle sizilianische sowie insgesamt mediterrane Folklore zu einer intensiven, komplexen, tief emotionalen Synthese. Seine erfinderischen, sensibel gestalteten Melodielinien atmen das Flair südländischen Klimas, seine expressiven Soli zeugen von souveränem musikalischen Denken, die changierenden Strukturen der Kompositionen verdeutlichen eine schwebende Poesie des Miteinanders.\n\nGebbia war der Star in der »short cut«-Reihe des Jazzfestivals in Saalfelden 1999; seither sind Konzerte mit ihm gefragter denn je. Gebbias Mini-Ensembles Trionacria, Terra Arsa, Zero Tolerance und Switters dokumentieren die Spielfreude und den spezifischen Humor, der die italienische Szene auszeichnet.\n\nDas Switters-Projekt baut auf Bewährtem auf und stößt in neue musikalische Gebiete vor. Seit Jahren bewährt hat sich Gebbias Zusammenarbeit mit Schlagzeuger Francesco Cusa, einer der heimlichen Großen des europäischen Jazzschlagzeugs. Der spielt in der Art eines dritten Melodieinstrumentes, bringt das rhythmische Flair süditalienischer »Bandas« in die Musik ein und unterstützt die Akzente der anderen mit einem klanglich flächig orientierten Spiel; den Rhythmus besorgen alle gemeinsam. Neu ist Vincenzo Vasi. Der spielt auf einem der ersten elektrischen Instrumente überhaupt, auf dem Theremin, das schon Lenin probiert hatte und das durch Captain Beefheart in die Rockmusik eingeführt wurde. Schwirrende Glissando-Sounds und sphärisch Wirkendes sind klingende Erkennungsmerkmale des Theremin. Als Bassist hat Vasi schon einiges durch. Von Rock über New Wave bis zu freien Sound-Improvisationen mischte er überall mit. Wolter Wierbos, Tony Coe, Chris Cutler, Phil Minton, Butch Morris, Peppe Consolmagno, Otomo Yoshihide, Tanaka Yumiko und Lol Coxill sind da nur einige Namen.\n\nGianni Gebbia kommt mit seinen Switters während einer längeren Mitteleuropatournee nach Dresden. Das Konzert seines Trios Trionacria im März 2001 im Jazzclub Neue Tonne – damals noch im Waldschlösschen – ließ die Herzen der Anwesenden höher schlagen und veranlasste den DNN-Kritiker Christian Ruf zu Shdanow-geschult wirkenden Empörungstiraden.“}

{„de“:“Wo Gianni auftaucht, ist musikantische Glückseligkeit angesagt. Ob in den USA der Frankreich, ob in Slowenien, England, Kanada, Dresden oder Leipzig – es gibt kaum einen Jazz-Landstrich, auf dem Gianni nicht schon mit Vertretern der jeweiligen Szene gespielt hätte. Gebbias Bands – meist solche im Kleinformat – sind Legenden: Terra Arsa, Switters, Zen Widow, Pronto!, Trionacria. Mit The Pulp Trio nun hat Gebbia, der wiederum extra für die Neue Tonne aus Sizilien anreist, ein spannungsvolles neues Projekt gestartet. Schon allein instrumental wird Spannung aufgebaut – mit einer Bariton-Gitarre (!) und einem Laptop sind Instrumente beteiligt, die die rein akustisch-archaische auf der einen und die digital-zeitgenössische Musikkultur auf der anderen Seite par excellence vertreten.\n\n\nDer aus Ragusa im Südosten Siziliens stammende Natoli arbeitete für Fabrica, dem Multimedia-Forschungszentrum von Benetton. Als Live-Musiker stand er unter anderen mit Giorgio Occhipinti, Stefano Maletes, Francesco Cusa, Gianni Gebbia, Christophe Monniot, Assif Tsahar und Nuno Rebelo auf den Bühnen Europas. Natoli spielt ein sehr seltenes Instrument – die Bariton-Gitarre. Die klingt wie ein Bass, erlaubt es aber dem Musiker, Akkorde und andere typische Gitarren-Licks zu spielen.\n\nDrummer Francesco Cusa ist der Liebling aller Jazztrommel-Freunde. Seine Verschmitztheit, vor allem aber seine Fähigkeit, das süditalienisch-sizilianische Erz-Musikantentum der großen katholischen Prozessions-»Bandas« mit modernem Freejazzdrumming zu verbinden, halten jedermann in Atem.“}