{„de“:“HÅKON KORNSTAD hatte bereits als Jazz-Saxofonist hatte einen beachtlichen internationalen Ruf, bevor er die Oper für sich entdeckte und dafür in Oslo, Mailand und New York studierte. So wurde aus ihm zusätzlich ein inzwischen vielbeachteter Operntenor. Sein jüngstes Projekt vereint diese beiden Talente und hat nicht nur in seiner Heimat Norwegen, sondern inzwischen weit darüber hinaus für Furore gesorgt. Es ist im wahrsten Sinne des Wortes eine \“Tenor Battle\“, bei der Kornstad Opernarien und neapolitanische Lieder singt und sich selbst auf dem (geloopten) Saxofon begleitet. Caruso trifft Coltrane! In der musikalischen Welt von Håkon Kornstad ist man umgeben von einer Musikalität, die alle Sinne trifft. Als Saxofonist ist er einzigartig, mit einem Sound und einer Kontrolle, die nur wenige erreichen können. Als Sänger hat er die Fähigkeit, seine Kombination aus Jazz und Oper so klingen zu lassen, als wäre sie schon immer dagewesen. Höchst feinfühlig skatet Kornstad auf dünnem Eis. Arien und Kunstlieder werden mit Improvisation vermischt, wie es niemand zuvor je getan hat. \n\n (Ketil Bjørnstad) \n\n (The Guardian)“,“en“:““,“cz“:““,“pl“:““}

{„de“:“Bei Bugge Wesseltofts New Conception of Jazz war 1996 Håkon Kornstads Karriere gestartet. »Kornstad ist schlicht ein fantastischer Saxofonist«, schwärmte Wesseltoft, Chef des renommierten norwegischen Jazzland-Labels 2007 anlässlich der Konzerte seiner Jazzland Community wieder. Zwei Solostücke Kornstads fanden dann nicht von ungefähr den Weg auf das Live-Album. Dass Wesseltofts Urteil nicht übertrieben ist, konnte man im gleichen Jahr eindrucksvoll auf Håkon Kornstads Solo-Debüt Single Engine (Jazzland/Universal) nachhören: dort gibt es verblüffende technische Fertigkeiten auf Flöte, Tenor- und Basssaxofon, wunderschöne Themen, Intensität, hymnische Inbrunst, Ideen zuhauf und ohne dass sie überstrapaziert wurden. Man findet ein gekonntes Spiel mit Electronics, in denen sich der Bläser vervielfältigen kann, um mit sich in den Dialog zu treten, man findet Groove, Versenkung sowie den seltsam suggestiven Sound des Eigenbauinstruments Flutonette, einer Flöte mit Klarinettenmundstück, und man findet mit Sweden einen echten Ohrwurm, der als ein Referenzstück für Saxofon stehen kann.\n\nAllerspätestens seitdem hat man die besten Gründe, neben Trygve Seim noch einen zweiten großen Saxofonisten aus dem Norden in der Nach-Garbarek-Ära zu begrüßen. Diese Ankunft ganz oben kam nicht unerwartet. In diversen Konstellationen hat Kornstad seit über zehn Jahren gespielt und aufgenommen. Der Clubsound seiner Band Wibutee ist nach vier sehr bemerkenswerten CDs zu mehr als einem Geheimtipp geworden. Nichts stampft in dieser Synthese aus Mensch und Maschine dröge durch, auf kein hingebreitetes Muster kann man sich lange verlassen. Schon da spielte Kornstad erdig, verwaschen und rau wie die Ikonen der Aufbruchsjahre des modernen Jazz und transportierte dieses verinnerlichte Hintergrundwissen in sehr moderne Kontexte. Parallel veröffentlichte er mit Schlagzeuger Paal Nilssen-Love eine furiose Powerplay-Session und mit Pianist Håvard Wiik mit Superlativen gefeierte Aufnahmen. In Molde ergänzte kein Geringerer als Pat Metheny sein Trio und daneben ist er im Popkontext in der Band von Jan Garbareks Tochter Anja unterwegs. All diese Einflüsse, Spielweisen und Neigungen sind eingeflossen in diese konzentrierte, abwechslungsreiche, überraschungspralle Soloplatte von großer Souveränität.\n\nNun ist Håkon Kornstads neues Album Dwell Time (Jazzland/Universal) erschienen (Veröffentlichung in Deutschland am 19. Januar 2010) und einmal mehr verblüfft der Norweger: Nicht die Abwechslung steht diesmal im Vordergrund, sondern eine meditative Stimmung, innerhalb der sich der Saxophonist bewegt. Er spielt wunderbar atmosphärische Stücke von melodischer Feinfühligkeit und emotionaler Tiefe, so dass man als Hörer auf nahezu hypnotische Weise in die Musik hineingezogen wird. Eine Musik voller Schönheit.“}

{„de“:“Spätestens seit sein Name auf den beiden Wibutee-Alben und Bugge Wesseltofts »Moving« auftauchte, ist der norwegische Tenorsaxophonist Håkon Kornstad auch hierzulande kein Unbekannter mehr. Schon im Frühjahr 2001 orakelte Wolf Kampmann in Jazzthing 38: „Man soll den Dingen nicht vorausgreifen, aber es müßte schon mit dem Teufel zugehen, wenn Kornstad nicht eine herausragende Rolle in der europäischen Jazzszene der nächsten Jahrzehnte zukäme.\“\nBereits bei Kornstads exzellentem erstem Soloalbum »Space Available« von 2001 konnte man nur zu dem Schluss kommen, dass der Teufel ihm nicht in seine Karriere hineinzupfuschen gedenkt, auch wenn vieles, was das Kornstad Trio spielt, verteufelt aufregend klingt.\nDabei gibt Kornstad, der sein Tenorsax mit Elan und Biss spielt, gerade Stan Getz, den Meister samtener Töne sowie lauschiger Bossa Novas und Jazzballaden, als seinen frühesten Einfluss an. Doch dann fallen als Referenzen auch die Namen von Freigeistern wie John Coltrane, Pharoah Sanders, Albert Ayler, Archie Shepp und Ornette Coleman. Letztgenannten sind, wie man unschwer erkennen kann, auf »Space Available« auch die Stücke »Arched Shape« und »Intornette« gewidmet.\nPianist Håvard Wiik studierte zwischen 1994 und 1996 am Musikkonservatorium in Trondheim. Er unterhält ein eigenes Trio und tritt regelmäßig mit führenden norwegischen Künstlern wie Arild Andersen, Karin Krog und Petter Wettre sowie der Band Element auf, begleitete aber auch schon internationale Künstler wie die Saxophonisten Chris Potter, Mark Turner und Iain Ballamy. Auf allen großen norwegischen Jazzfestivals ist Wiik eine feste Größe.\nWie viele andere Talente der heutigen norwegischen Jazzergeneration studierte auch Håkon Kornstad am Jazzinstitut des Trondheimer Konservatoriums, entschied sich aber nach einiger Zeit, den alternativen Bildungsweg namens »Learning By Doing« einzuschlagen. Und wo hätte er dies Mitte der 90er Jahre in Norwegen besser tun können als in der pulsierenden jungen Szene von Oslo, die unter der Federführung von Nils Petter Molvær und Bugge Wesseltoft gerade im Begriff war, mit den zum Klischee erstarrten Vorstellungen vom Jazz norwegischer Provenienz aufzuräumen. Inzwischen feierte er in Wesseltofts Band ebenso große Erfolge wie mit seinen eigenen Projekten, der Band Wibutee und im Duo mit Håvard Wiik, das zwei viel beachtete Alben veröffentlichte, die hervorragende Kritiken erhielten. Für das zweite – »The Bad and the Beautiful« – wurden sie sogar für den norwegischen Grammy nominiert. Ein drittes wird in diesem Jahr folgen.“}