{„de“:“Der Pianist Helge Lien, der Bassist Frode Berg und der Schlagzeuger Knut Aalefjær gastieren erstmals in Dresden, das Konzert ist eine der ganz wenigen dieser aufstrebenden Jazz-Formation im Osten Deutschlands. In ihrem Heimatland Norwegen feierte das Trio mit seinem Stilmix aus Jazztraditionen und Avantgarde-Improvisationen bereits viele Erfolge. Helge Lien ist zudem Bandmitglied der Sängerin Silje Neergard, Aalefjær spielt in der Band von Kristin Asbjørnsen.\n\nEin Blogger schrieb kürzlich über seinen Konzerteindruck: »Wir haben das unwahrscheinliche Glück, diese phantastischen Musiker auf ihrer ersten Deutschland-Tournee zu hören. Der Pianist ist das reinste Wunder: er spielt wie Wind auf Wasser. Musik zum Abheben.« Die Zuhörer werden auf eine malerisch impressionistische und abwechslungsreiche Klangreise mitgenommen, der man sich nur schwer entziehen kann.\n\nGanz aktuell: Helge Lien wurde gerade jetzt – am Samstag, den 5. Juli 2008 – auf dem Kongsberg Jazzfestival mit dem DnBNor Musicians Award 2008 geehrt. Preisträger der vorigen Jahre waren u.a. Håkon Kornstad Trio, Christian Wallumrød, Sidsel Endresen, Bugge Wesseltoft, Nils Petter Molvær.„}

{„de“:“Der norwegische Pianist HELGE LIEN, der neben seinem eigenen Trioprojekt auch mit anderen skandinavischen Acts unterwegs ist, z.B. als Bandmitglied bei Silje Nergaard, hat mit seinen Bandkollegen Frode Berg und Knut Aalefjær eine ganz eigene, unverwechselbare Art des Triospiels entwickelt. Mit seinem über die Jahre als feste Band gewachsenen, traumwandlerisch homogenem Zusammenspiel lässt das Trio Musik voller faszinierender Stimmungen und harmonisch komplexer Klangfarben entstehen. \nMit dem 2008 erschienenen Album „Hello Troll“ war das HELGE LIEN TRIO mit einem Schlag in aller Munde, im selben Jahr wurde es zum besten Jazzalbum Norwegens gekürt, im Januar 2009 erhielt die Band den norwegischen Grammy. Wie das Album, so zeigten auch die Konzerte des Helge Lien Trios – ein umjubeltes fand seinerzeit in der Tonne statt! – jene Fülle von malerisch-impressionistischen Klangfarben, denen man sich dank ihrer Klarheit, die so rein ist wie die Luft im Land der Fjorde, nicht entziehen kann. \nNun ist das Nachfolgealbum erschienen. Lien, der vor Jahren einige Zeit in Japan lebte, wählte als Titel dafür das japanische Wort „Natsukashii“, das für die plötzlich auftauchenden Erinnerungen an längst vergessen Geglaubtes steht. Lien spürt solchen Erinnerungen nach – musikalisch erneut exzellent, noch dichter, noch intensiver, noch bildreicher.\n\“The Art Of The Trio\“ kannte man in dieser Qualität bislang nur von Brad Mehldau, Bill Evans und e.s.t. Das Helge Lien Trio gehört nun endgültig in die Riege dieser großen Künstler.“}

{„de“:“Das mehrfach ausgezeichnete, norwegische HELGE LIEN TRIO hat in den letzten Jahren einen völlig eigenständigen und unverkennbar nordischen Trio-Stil entwickelt, den es auf dem hochgelobten Vorgängeralbum “Natsukashii” zur Perfektion brachte. Die zehn neuen Kompositionen auf “Badgers and other Beings” knüpfen an die atmosphärisch dichten Songs von “Hello Troll” und “Natsukashii” an und geben sich dabei einerseits reflexiv und experimentell, andererseits verspielt und groovig.\nLien, Berg und Johansen experimentieren mit weltmusikalischen Elementen und finden überraschende Wege, vermeintlich bekannte Harmonien und Rhythmen in eine neue Form zu bringen. Andere Titel beeindrucken mit virtuosem und freiem Tasten und Suchen nach Klang und Melodie, oft nur lose an Form und Struktur gebunden. Auf einer poetischen Ebene war die Auseinandersetzung mit Erinnerungen und Veränderungen, mit den vielen Wesen, die man selbst im Laufe seines Lebens ist, die große Inspiration.\nDer neue Schlagzeuger Per Oddar Johansen, der nach 13 Jahren Knut Aalefjær ersetzt, verleiht der Band zusätzlich neuen Schwung.“}

{„de“:“Nur wenige junge Musiker haben die Jazzszene in einem derartigen Tempo aufgewirbelt wie der polnische Geiger ADAM BAŁDYCH. „Zweifellos der größte lebende Geigentechniker des Jazz. Von ihm kann man alles erwarten“, schrieb die Frankfurter Allgemeine Zeitung schon 2011 über den damals noch völlig unbekannten 24-jährigen nach dessen umjubeltem Auftritt beim JazzFest Berlin. Den hohen Erwartungen entsprach und entspricht Bałdych immer noch voll und ganz. Bei ihm kann man erfahren, wie unendlich groß das Klangspektrum der Violine wird, wenn man ihr neben den klassischen Techniken auch die Möglichkeiten des Jazz und der Popmusik erschließt. Mal packt Bałdych zu wie ein Rockmusiker, mal malt er lyrisch wie Claude Debussy. Mal schwebt er melancholisch durch die osteuropäische Volksmusik und landet dann wieder sicher auf dem Groove des Jazz. Es ist dieses Unvorhersehbare und Grenzenlose, das Adam Bałdychs Musik weit über die Zirkel des Jazz hinaus zum Ereignis macht. In Polen galt der 29-jährige Jazzgeiger schon früh als Ausnahmetalent. Spätestens mit der ECHO Jazz Auszeichnung 2013 ist deutlich, dass er wahrhaftig zu den wenigen großen Virtuosen der Violine im Jazz gehört. Und niemand interpretiert dieses Instrument dabei so heutig und vielfältig wie Adam Bałdych, der außerdem zu den führenden Brückenbauern des europäischen Jazz gezählt werden muss: Polnische Volksmusik, Klassik und Jazz jeder Couleur finden bei ihm zusammen, gespielt mit einer technischen Bandbreite, bei der sich klassischer Strich mit wirbelnder Improvisation und wuchtiger Rock-Dynamik verbinden. \nDiese Brücken baut Bałdych seit 2015 mit dem Trio des norwegischen Pianisten HELGE LIEN. Folgerichtig hieß auch das erste Album dieser Kollaboration \“Bridges\“ (2015), 2017 folgte \“Brothers\“. Helge Liens atmosphärisches, dichtes, intensives und bildreiches Klavierspiel bot sich dabei auch hervorragend an, diese Musik auch im Duo der beiden Bandleader zu präsentieren.\nHier gefühlvoll und klar, an anderer Stelle enorm kraftvoll und eindringlich rufen der Geiger und der Pianist in ihrem Spiel die gesamte Emotionspalette hervor. Da entstehen aus Trip-Hop Beats wie von Massive Attack Melodien, wie sie Chopin nicht schöner hätte schreiben können. Da verschmilzt die Musik aus Adam Bałdychs Heimat Ostpolen mit einer typisch nordischen Atmosphäre. Und weil sich im Zusammenspiel polnische und skandinavische Sounds, amerikanische und europäische Improvisationstradition, Stile und Genres so brüderlich vereinen und ergänzen, wird auch der Hörer mit Sicherheit zum Bruder im Geiste.“}