{„de“:“Mit \“Khmer\“ kam er 1997 wie mit ein Paukenschlag scheinbar aus dem Nichts und gab dem Jazz völlig neue Impulse: NILS PETTER MOLVAER hatte ein epochales Album veröffentlicht, mit dem er die Grenzen zwischen Jazz und elektronischer Musik grandios beiseite fegte. Sieben Alben später – darunter solche Großtaten wie \“Solid Ether\“, Baboon Moon\“ oder die Kollaboration mit Moritz von Oswald \“1/1\“ – hält sich der umtriebige Überzeugungstäter mit seinem aktuellen Bravourstück \“Switch\“ [Okeh Records, 2014] erneut gleichzeitig in zwei Welten und auf mehreren Zeitebenen auf. Nebst elektronisch gefärbten Sounds, die auf futuristische und urbane Klangwelten verweisen, finden nun auch fast volkstümliche Improvisationen ihren Platz. Die Slide Guitar Geir Sundstøls nimmt dabei eine zentrale Rolle ein. Auffallend auch die komplexe Klanglandschaften des Ex-Madrugada-Drummers Erland Dahlen, die Basis für den Gesamtsound der Band bilden.\nWann immer man als Hörer in die Musik von Nils Petter Molvaer einsteigt, ist man sofort von der Tiefe und veränderlichen Farbenpracht dieser Welt umfangen. Da ist ein unendlich weiter Raum, der kein Entkommen duldet. Die Musik funktioniert wie eine endlose Schleife ohne Anfang und Ende. So wie sich mit \“Switch\“ ein Kreis in Molvaers eigener musikalischer Laufbahn schließt, so beschreibt auch die Musik selbst einen in sich geschlossenen Kreis – eine optimale Balance zwischen synthetischen und organischen Klängen. \nGespannt sein dürfen wir auf das Nachfolgealbum der aktuellen Band, das im September 2016 erscheinen wird. Und mit noch größerer Spannung erwarten wir den Live-Auftritt von Nils Petter Molvaer und seiner Band in der Tonne!\n\nIm Vorprogramm laden die sensationellen MOTHER PRINCESS mit ihren \“new rave songs\“ ein in ihre entrückte Welt: Basslastige Akkorde und handgemachte Elektrobeats in einem intensiven Nebel aus Träumereien, Phantasien und bittersüßen Melodien.“}

{„de“:“Ließ sich das 2017-er Debütalbum dieses Duos [\“The Third Script\“] noch als Sigur-Rós-Variante begreifen, finden der Splashgirl- und Nils-Petter-Molvaer-Bassist JO BERGER MYHRE aus Norwegen und der isländische Keyboarder und Schlagzeuger ÓLAFUR BJÖRN ÓLAFSSON auf ihrem jetzt erschienenen Nachfolger zu einem ebenso poetischen wie dynamischen Stil, der ganz ihr eigener ist. \nDer mysteriöse Grundton ist geblieben und in epischen Stücken setzen Myhre und Ólafsson sehr versiert ihre beeindruckende Menge von Instrumenten und einfallsreichen Soundideen ein, lassen vielschichtige Rhythmen langsam zum mitreißenden Strom anwachsen und verflechten sie pointiert mit Synthesizern und Elektronik. Auf unprätentiöse, emotionale Weise wird hier eine eindringliche Idee von Postrock verfolgt, die ebenso karge, majestätische isländische Naturbilder evoziert wie die filigrane Poesie norwegischer Stille im Geist der besten Alben etwa von Arve Henriksen oder des jüngst verstorbenen Jóhann Jóhannsson, dem das wunderschöne \“Grain of Sand\“ gewidmet ist, ein Stück des aktuellen Albums, das wir mit Sicherheit heute im Live-Konzert erleben dürfen.“}

{„de“:“

Nils Petter Molvær ist einer der prominentesten Interpreten innerhalb eines elektroakustischen Jazz-Hybriden, der sich seit den 1990er Jahren zu einem ganz eigenen Genre entwickelt hat. In diesem Bereich, der manchmal auch als \“Future Jazz\“ oder \“Nu Jazz\“ bezeichnet wird, ist der norwegische Komponist sowohl Pionier als auch Veteran, denn er war einer der ersten Jazzmusiker, der die neuen digitalen und elektronischen Tendenzen um die Jahrhundertwende aufnahm. Mit seinem charakteristischen Sound, der ergreifende Trompete und dynamische elektronische Klanglandschaften vereint, hat Molvær einen Schwergewichtsstatus erreicht, indem er dem Genre einen Weg nach vorn in ein neues Zeitalter zeigt, einen Weg, der der Vergangenheit des Jazz treu bleibt, dabei absolut auf der Höhe der Zeit ist, wenn nicht sogar einen Schritt voraus. \nDas im August erscheinende neue Album \“Stitches\“ macht das sehr deutlich. Ohne Angst, neue Klänge und Emotionen zu entdecken, zeigt Molvær einmal mehr, dass der Jazz nicht nur eine Zukunft hat, sondern auch eine, die so hell wie aufregend ist.

\nMolvær ist zudem nicht nur Trompeter und Komponist, sondern auch ein erfahrener Bandleader, der es versteht, immer die besten Musiker auszuwählen, um seine musikalischen Teams zu bilden, denen er genau die richtige Mischung aus Struktur und Flexibilität bietet, im Sinne der Gesamtvision stets auch ihre individuellen Fähigkeiten zu zeigen und zu verbessern. Für \“Stitches\“ und die jetzige Tournee ist das erneut das hervorragende Gespann aus Schlagzeuger Erland Dahlen, Bassist Jo Berger Myhre und Gitarrist Johan Lindström.

Mit der NILS PETTER MOLVÆR GROUP geht es auf atemberaubende Reise durch unterschiedliche Stimmungen: Reflexion, Meditation, tiefe Einsichten, Läuterung. Von poetischen und zärtlichen bis hin zu äußerst kraftvollen Stücken zeigt das Album einmal mehr die ausgeprägte musikalische Sprache des Trompeters, der sich immer wieder erneuert, während die charakteristische Fragilität seines Trompetenklangs im Mittelpunkt steht. Es ist genau diese feine Balance zwischen reiner Zärtlichkeit, sensiblen Tönen und zukunftsweisenden Klängen, die Molværs Sound weltweit zum Markenzeichen machte.

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