{„de“:“…das ist frischer Wind aus vier unterschiedlich geformten Metallrohren,\nder Staub von Jahrzehnten wird aufgewirbelt,\nein Teil davon wird respektlos weggeblasen,\nin anderer mit Neuem zu sinnfälliger Originalität verbunden…“}

{„de“:“Oktober 1989 – eine nahezu jazzlose Zeit in den Kellerräumen der damaligen »Tonne«. Die Demonstrationen auf der Prager Straße und die öffentliche Stimmung – eine Mischung aus Protesthaltung, gesellschaftlicher Aufbrucheuphorie und Empörung gegen die Polizeizugriffe – veränderten binnen weniger Tage den Interessenfokus auch bei den Jazzfans. Von den eigentlich acht geplanten Veranstaltungen in der »Tonne« fanden lediglich drei statt, darunter im Rahmen der 3. Dresdner Tage der zeitgenössischen Musik das Konzert am 8. Oktober 1989. \n\nAngekündigt war es als »Spielauffassungen im Vergleich«, auftreten sollten laut damaligem »Tonne«-Programmzettel Jörg Huke – tb, electronics (spielte nicht; stattdessen Günter Heinz); Bertram Quosdorf – cl (war auch durch Polizeisperren behindert, kam aber noch); Gert Unger – g; Peter Koch – cello; Hannes Zerbe – p, synth; Harald Thiemann – dr (wurde verhaftet, konnte nicht; stattdessen trommelte Wolfram Dix).\n\nDas heutige Konzert wird auf der Basis des damals von Hannes Zerbe konzipierten Materials eine zeitgemäße Neu-Interpretation zu Gehör bringen. Mit dabei sind diesmal ganz bewusst Posaunist Jörg Huke, so wie es damals originär geplant war, und auch beide Schlagzeuger: Harald Thiemann, der damals nicht spielen konnte, weil er im Knast in Bautzen saß, und Wolfram Dix, der per Telegramm kurzfristig benachrichtigt wurde und einsprang.\n\nDas Konzert soll damit an die Geschehnisse vom 8. Oktober 1989 auch ganz klingend erinnern und Brücken in die Gegenwart schlagen.“}

{„de“:“25 Jahre FUN HORNS on tour! Santiago de Chile, Buenos Aires, Rio de Janeiro, Tunis, Paris, Berlin, London, Kopenhagen, Istanbul, Mumbai, Nowosibirsk … und Dresden!\nMit neuem Spielkonzept stürmen die vier Extraklasse-Bläser den Club: seit einem Jahr trainieren sie ihr selbst so genanntes Instant Composing/Singer Songwriting for Horns. Dabei entstehen Songs, die zwar zu großen Teilen improvisiert sind, die aber wie »fertige«, komponierte bzw. arrangierte Stücke klingen. Große Kunst!\nDabei ist es schon seit nunmehr 25 Jahren so: Die Fun Horns erzeugen nicht nur verführerische Melodien, sondern ganze Klanglandschaften von großer Intensität und mit hintergründigem Witz und sie eröffnen ganz ungewöhnliche Klangmöglichkeiten, indem sie auch mal nur mit den Klappen klappern, ihre Instrumente als Percussion einsetzen oder gänzlich neue Blastechniken entwickeln. Mit Geist, Fantasie und Virtuosität gestalten die vier Hornforscher stets ein vergnügliches Konzerterlebnis, sind durch Einfallsreichtum und ihr wundervoll organisches Zusammenspiel immer wieder erfrischend und aus gutem Grund weltweit gefeiert – in Santiago de Chile, Buenos Aires, Rio de Janeiro, Tunis, Paris, Berlin, London, Kopenhagen, Istanbul, Mumbai, Nowosibirsk … und Dresden!“}

{„de“:“Als sich im Jahr 1986 Thomas Klemm, Joachim Hesse, Jörg Huke und Volker Schlott zur einzigartigen Bläserformation FUN HORNS zusammentaten, hätte wohl niemand voraussagen wollen, dass es diese Tournee geben würde: 30 Jahre Fun Horns! Ursprünglich hatten sie lediglich vorgehabt, als Studio-Bläsersatz zu fungieren, was sie in zahlreichen Pop-, Rock- und Jazzproduktionen auch taten. Nachdem sie jedoch feststellten, dass sie auch ohne Rhythmusgruppe unglaublich gut grooven können, entwickelten sie ihr eigenes Live-Konzept.\nNach 12 CD-Veröffentlichungen nebst Preisen und Auszeichnungen, unzähligen Konzerte und Tourneen von Santiago de Chile bis nach Krasnojarsk in Sibirien als sozusagen Exportschlager der ehemaligen DDR stehen die Fun Horns nun noch immer als herausragendes Bläserquartett mit außergewöhnlichem Team-Spirit auf der Bühne.\nDie \“neuen\“ Kollegen (Falk Breitkreuz seit 1998 und Nikolaus Neuser seit 2012) haben die Philosophie der Fun Horns infiltriert und mitgeprägt. Der Mut zur Veränderung wurde belohnt und auch trotz schwieriger Zeiten und wirtschaftlich geprägten Zwangspausen haben die Fun Horns nie den Focus verloren, ein außerordentliches, eigen tönendes gemischtes Bläserquartett zu sein.\nAus Anlass des wunderbaren Jubiläums besuchen sie nun viele Veranstaltungsorte der vergangenen 30 Jahre, um ausgelassen mit dem Publikum und den Veranstaltern zu feiern. Die Tonne gehört natürlich dazu.“}

{„de“:“Mit Alex Švamberk trifft einer der künstlerisch potentesten tschechischen Musiker und Musikkritiker (Alex hat auch ein Buch über Punk in den USA geschrieben!) auf zwei Top-Musikanten Deutschlands. \n\nAlex Švamberk ist berühmt geworden für seine Performances und Audioskulpturen, geschaffen mit Sampler, Metallstücken, Perkussion und Electronics. Seit den frühen Neunzigern leitet Alex seine Band Tonton Macoutes, die die Grenzlinien zwischen elektroakustischer Kammermusik, Performance und Butoh-beeinflusstem Tanz verschob. Er ist auch Mitglied der Industrial-Noise-Group Suicidal Meditations sowie von deren Nachfolge-Ensemble S/M und tritt als Schauspieler in Avantgarde-Theaterstücken auf.\n\nJörg Huke ist als Mitglied der Berliner Kultband Fun Horns wohlbekannt, seine jahrzehntelange Zusammenarbeit mit Hannes Zerbe – zum Beispiel »MERZ-Jazz« – ist Legende. Er ist Mitglied vieler Großformationen und auch als Film- bzw. Theaterkomponist tätig. \n\nÜber Hannes Zerbe Worte zu verlieren hieße Eulen nach Athen tragen; Zerbe gehört zu den wichtigsten Musikern Deutschlands, seine Erfahrungen zwischen Free Jazz, Bigband-Jazz, Text-Musik-Projekten (zu Bertolt Brecht, Ingeborg Bachmann, Erich Fried, Raimond Queneau, Kurt Schwitters, Volker Braun, Heiner Müller in Zusammenarbeit mit Schauspielern und Sängern) sowie komponierter »ernster« Musik machen ihn zu einem Juwel der deutschen Musikszene.\n\nDieses Konzert – eine Premiere! – ist die Eröffnungsveranstaltung der zweiten Auflage des erfolgreichen Projektes »D/CZ Jazzbegegnungen«. Tschechische und deutsche Jazzmusiker begegnen sich, erarbeiten ein neues Programm und präsentieren dieses in Dresden und Ustì nad Labem. Von Januar bis Mai gibt es so jeden Monat die Möglichkeit, eine Weltpremiere zu erleben und als Zuhörer zusammen mit den Musikern auf eine Entdeckungsreise zu gehen.“}