{„de“:“Im Laufe der letzten Jahre entwickelte sich der Berliner Schlagzeuger Eric Schaefer (im Jazzclub Neue Tonne bereits mit Maluschke) innerhalb der europäischen Improvisationsszene zum »musician’s musician«, zu einem Lieblingsmitspieler seiner Kollegen.\n\nSeit seinen Projekten mit einem der kompetentesten Trompeten-Improvisatoren überhaupt, dem US-Amerikaner Herb Robertson, haben sowohl Schaefers improvisatorisches Profil als auch die internationale Wahrnehmung von dessen außergewöhnlichen Drum-Fähigkeiten vehement zugenommen.\n\nAls Spezialist in den Bereichen Hardcore, freie Improvisation und Neue Musik stellte Schaefer vor etwas mehr als einem Jahr seine Band »Demontage« zusammen. Dia- und trialogfreudig präsentieren die fünf Musiker Erics klar strukturiertes und strategisch geschickt eingesetztes Themenmaterial.\n\nDie Musiker der Band gehören allesamt zur Crème de la Crème der Berliner Improvisationsszene, die längst viel mehr umfasst als die Felder, die durch die Altmeister Schlippenbach, Petrowsky oder Gumpert abgesteckt werden. Die Biografien der Demontage-Mitmusikanten belegen Außergewöhnliches: Michael Thieke (erst kürzlich mit dem Klarinetten Trio im Dresdner Jazzclub) arbeitete mit Steve Lacy und Gary Peacock zusammen, Michael Anderson ist immer mal wieder auf Tour mit Jim Black, Wayne Horvitz und Phil Minton, Daniel Erdmann macht unter anderem mit Sandra Weckert und mit seiner eigenen Band Erdmann 2000 (auch bald im Jazzclub Neue Tonne) von sich reden. Und das Renommee des eigentlichen Franken Johannes Fink zu preisen hieße Eulen nach Athen tragen: es gibt am Bass in Deutschland kaum einen berühmteren…\n\nDie Musik von Demontage entsteht aus dem Augenblick heraus, ohne strengen Bezug auf komponierte Parameter lebt diese Formation ihr Konzept und bietet dem Zuhörer ein Maß an Spannung, das seinesgleichen sucht.“}

{„de“:“Junge, ungeklonte Pianisten sind eine Rarität. Carsten Daerr leidet nicht an Jazz-Akademik. Der Berliner konzentriert sich vielmehr darauf, kreative Eigenheiten zu entwickeln und das Zusammenspiel mit seinen jeweiligen Mitspielern zu kultivieren. So ist denn auch Daerrs aktuelle CD »PurpleCoolCarSleep« ein erfreulich unabhängiges Klaviertrio-Album geworden, stellenweise an Brad Mehldau erinnernd mit einer Prise Jason Moran, aber auch ansonsten konsequent modern. Was dieser Pianist zustande bringt, ist erfrischend: Es geht wieder einmal um die Verbindung aus europäischer Konzertmusik und Jazz. Daerr ist geübt in den Kompositionstechniken der Neuen Musik und er liebt Postbop-Powerplay mit krachenden Akkorden in der Linken und ordentlich Getöse vom Schlagzeug. Und das wird diesmal souverän und ausgeflippt von Christian Lillinger bedient, dem vielleicht größten Drum-Talent Deutschlands der letzten Jahre. \n\nLillinger zeigte immer wieder in seinen Konzerten, dass in Amerika der Jazz zwar »erfunden« wurde, dass aber heutzutage die Jazzpost längst woanders abgeht – nämlich wesentlich auch in Europa und zur Zeit ganz besonders in Berlin. Wer den jungen Trommel-Gott hört (Schlagzeuger Lillinger war bis vor kurzem Schüler von Baby Sommer und lebt jetzt überwiegend in Deutschlands Hauptstadt), weiß, wovon die Rede ist. Eine unglaublich intensive Spannung, erzeugt durch Lillingers polyrhythmisches und polymotivisches Schlagzeugspiel und durch das exzessive Bassspiel von Johannes Fink, der längst zu den Free-Bass-Stars Deutschlands zu zählen ist, prägt die Musik dieser Band entscheidend. Und wenn dann noch Saxofonist Phillipp Gropper – einer der »röhrenden Hexenmeister« und im Jazzclub Neue Tonne bereits mit Maluschke bekannt geworden – ins Horn bläst, brennt die Luft. Wer so souverän in die Szene einsteigt, hat Zukunft.“}

{„de“:“Daniel Erdmann gründete Erdmann 2000 im Jahr 1999 mit der Absicht das ausklingende zwanzigste Jahrhundert und das bevorstehende Jahrtausend musikalisch in Verbindung zu setzen. Die Musiker mit denen er dieses Experiment durchführte erwiesen sich nicht als einfache Side-Men sondern mit fieberhafter Begeisterung beteiligte impulsgebende Quellen der Inspiration. Dadurch enstand ein einzigartiger Sound, der auf der CD »Recovering from y2k« (Jazz4ever Records) dokumentiert ist. Über die CD schrieb Wolf Kampmann: »Mit seinen Gespielen vom Roten Bereich hat der junge Berliner Reed-Löwe eine Sprache gefunden, die ohne Anbiederungen wie ein Spaziergang über baustellengesäumte Straßen seiner Heimatstadt klingt. Ein Album voller Überraschungen und unerwarteter Wendungen, das den Umbruch der Stadt unsentimental dokumentiert und Berlin gut zu Gesicht steht.«\n\nAuf diese Arbeit aufbauend sind neue Kompositionen entstanden, welche die zweite Phase darstellen: Erdmann 3000! Die neue CD erschien kürzlich bei Enja Records. Daniel Erdmann fühlt sich in seinen Kompositionen von Strawinsky genauso beeinflusst wie von Coltrane und den Dead Kennedys. Die Musik ist dann ein direkter Impuls, der bei Konzerten das Publikum genauso direkt anspricht: »Erdmanns Ton bringt tonnenschwere Lasten in den Schwebezustand. Er hat die Jazz-Tradition von der Pike auf gelernt, Coleman und Coltrane verinnerlicht wie kaum ein anderer. Da steht keiner, der uns erzählen wollte, was er alles über den Jazz weiß. Nein, er sucht mit dem Publikum nach einer gemeinsamen Sprache.« \n(Tagesspiegel)„}

{„de“:“Der Posaunist und Sousaphonist Gerhard Gschlößl stellt sein neuestes Quartett vor: Exzentrische Instrumentierung und ausdrucksstarke Kompositionen bilden die Grundlage für frische und ekstatische Improvisationen. Z.B. ein Cellosolo mit Sousaphonbegleitung; oder Bassklarinette und Basstrommel… hier schert man sich wenig um die standardisierten Muster eines »Modern Jazz« und begibt sich auf einen Trip zu exot-akkustischen Vielfältigkeiten. Die vier längst nicht mehr unbekannten Jungs zeigen, dass zeitgenössischer Jazz ein heftiges Musikerlebnis werden kann. Immer dann, wenn man denkt, ein Instrument sei ausgereizt, kommt doch wieder etwas Neues. Immer wieder findet man sich – auch bei ekstatischsten Improvisationen. Sidemen werden Frontmen – und umgekehrt.“}

{„de“:“Juni 1953 in den Hollywood Hills. Der Dining Club THE HAIG, der zu klein war, um ein Klavier unterzubringen, wurde an einem Sommerabend von Stan Getz am Tenorsaxophon, Chet Baker an der Trompete und dessen Begleitern an Kontrabass und Schlagzeug besucht. Der Mitschnitt dieses Konzertes ist inzwischen legendär, denn er hat auch 60 Jahre später nichts von seiner Magie verloren. Stan Getz, der später mit Antonio Carlos Jobim den Bossa Nova in den Jazz brachte und Chet Baker, der mit seiner Fragilität an Trompete und Gesang dem Cool Jazz etwas Außergewöhnliches einhauchte, besuchen die Tonne imaginär. Musik von schlichter Schönheit in einem Tribute-Konzert der Extraklasse.“}

{„de“:“Daniel Erdmann gründete Erdmann 2000 im Jahr 1999 mit der Absicht, das ausklingende zwanzigste Jahrhundert und das bevorstehende Jahrtausend musikalisch in Verbindung zu setzen. Die Musiker, mit denen er dieses Experiment durchführte, erwiesen sich nicht lediglich als einfache Side-Men, sondern als impulsgebende Quellen der Inspiration, die mit fieberhafter Begeisterung bei der Sache waren und sind. So entstand ein einzigartiger Sound, der nicht nur im Konzert, sondern auch auf der CD »Recovering from y2k« (Jazz4ever Records) zum Klingen kommt. Der Jazzkritiker Wolf Kampmann schrieb: »Mit seinen Gespielen vom Roten Bereich hat der junge Berliner Reed-Löwe eine Sprache gefunden, die ohne Anbiederungen wie ein Spaziergang über baustellengesäumte Straßen seiner Heimatstadt klingt. Ein Album voller Überraschungen und unerwarteter Wendungen, das den Umbruch der Stadt unsentimental dokumentiert und Berlin gut zu Gesicht steht.« Darauf aufbauend sind neue Kompositionen entstanden, die die zweite Phase von Erdmann 2000 darstellen. Daniel Erdmann fühlt sich in seinen Kompositionen von Strawinsky genauso beeinflusst wie von Coltrane und den Dead Kennedys. Die Musik ist dann ein direkter Impuls, der bei Konzerten das Publikum genauso direkt anspricht:\n\n»Erdmanns Ton bringt tonnenschwere Lasten in den Schwebezustand. Er hat die Jazz-Tradition von der Pike auf gelernt, Coleman und Coltrane verinnerlicht wie kaum ein anderer. Da steht keiner, der uns erzählen wollte, was er alles über den Jazz weiß. Nein, er sucht mit dem Publikum nach einer gemeinsamen Sprache.«\nTagesspiegel\n\n»Solch vielschichtiger Jazz bedarf keiner stilistischen Festlegung. Er macht den Zuhörern einfach Spaß.«\nFuldaer Zeitung\n\n»Daniel Erdmann hat sich mit seiner Band ERDMANN 2000 endgültig in die vorderste Front Berliner Jazzleader bewegt.«\nJazzfiles„}

{„de“:“Vierzig Alben, unzählige Preise und begeisterte Fans seit über 30 Jahren: die Pianistin AKI TAKASE stammt aus Japan, ist ein Urgestein der Berliner Jazzszene und neigt zu temperamentvollen Mixturen. Machtvolle Cluster-Akkorde, lustvoll herausgehämmerte Dissonanzen, halsbrecherische Single-Note-Jagden. Der freie, ungebändigte Ausdruck ergibt, verbunden mit Tauchgängen an die Ursprünge des Jazz und in den Fundus der europäischen Klassik, eine unwiderstehliche Mischung. Damit überwältigt Aki Takase das deutsche Publikum bis heute.\n\nFür ihre neue Band JAPANIC hat sie ihre bevorzugten Zutaten in den Topf geworfen: Neue Musik, Tanz, Jazz und Elektronik. Mit ihren jungen Kollegen Daniel Erdmann, DJ Illvibe aka Vincent von Schlippenbach (Produzent von Seeed, Peter Fox, Marteria, etc.), Johannes Fink (Joachim und Rolf Kühn u.v.a.) und Dag Magnus Narvesen (Kitchen Orchestra) hat die legendäre Pianistin und Komponistin AKI TAKASE sich profunde und experimentierfreudige Musiker an ihre Seite geholt, um neue musikalische Welten zu bereisen.\nKein „funny smelling jazz“, aber eine Tour de Force mit neuen und aufregenden Kompositionen, zu denen jeder ihrer Musiker beigesteuert hat. Seit dem vielfach ausgezeichneten „New Blues Quintet“ kommt hier nun endlich eine würdige Nachfolge! Jazz, der alle Generationen anspricht und so manch junger Band das Fürchten lehrt!“}