{„de“:“„In den 70ern in Heidelberg geboren, erste musikalische Sozialisation durch Die Lieder des spanischen Bügerkriegs, Vader Abraham und die Schlümpfe, Dschingis Khan und ABBA.\nKlavierunterricht mit Geschimpftkriegen, Saxophonunterricht ohne Geschimpft¬kriegen.\nSchulchor, Schulorchester, Schulbigband.\nWeitere musikalische Sozialisation durch Neue Deutsche Welle (erste Role Models Nena und Jennifer Beals), 80er Pop, dann Ramones-Dead-Kennedys-Phase. Irgendwann durch Zufall auch Jazz.\nAbitur, Studium, Diplom. Umzug nach Berlin.\nFormierung von JazzXclamation. Damit Produktion von vier CDs. Zahlreiche Konzerte überall in der Republik wie auch in Kanada, Bolivien und Slovenien.“\nSo liest sich die Kurzbiografie der Saxofonistin KATHRIN LEMKE auf ihrer Website. Mit jedem neuen Album ihrer Band JAZZXCLAMATION rauschte es stärker im Musikblätterwald und inzwischen gilt das Quartett als die Band, die den Sound der Jazzmetropole Berlin am überzeugendsten auf CD und Bühne zu bringen vermag. Da liest man: \“Rushhour, kein Stillstand. Das klingt dicht, entfesselt, schön schräg und dabei ungemein groovy. JazzXclamation brausen wie Geisterfahrer durch den Asphaltdschungel und kommen dennoch ohne Blessuren davon.\“ [TIP, Oktober 2010] oder \“Es swingt, rockt, groovt und kracht – und ist nicht eine Sekunde langweilig!\“ [Mannheimer Morgen, Nov 2010]. Und Musikkoryphäe Michael Naura gerät gar ins Schwärmen: „Nichts gegen Charlie Parker. Aber manchmal muss man ihn beiseite legen. Das gelingt grandios der Band ‚JazzXclamation‘.\nShit, selten solch eine Musik gehört, die wie ein erfrischendes Vollbad wirkt. Ellington? Achja, bleib’ nur in der Gruft, Du ewiger Gigant.\nDie Musik von ‚JazzXclamation‘ ist wie eine Fortschreibung von Satie, der mit der Zukunft kopuliert. Da tropft der Saft des Sounds, und man leckt sich die Lippen, Verzeihung, die Ohren! Ja, die ironische Musik dieser Combo ist Manna für die Hör-Muscheln. Allerdings nicht für jene, die an ihren Ohren verschimmelte Musik-Hüte aufhängen.“\nDem können wir uns nur anschließen und gemeinsam mit dem geneigten Publikum ein mitreißendes Konzert erwarten.“}

{„de“:“Der Pianist ULRICH GUMPERT war einer der Protagonisten des DDR-Free Jazz. So passt sein Auftritt bestens zur Finissage der großen Ausstellung FREE JAZZ IN DER DDR: WELTNIVEAU IM ÜBERWACHUNGSSTAAT, die in der Tonne seit Dezember an Bildwänden und Audiostationen die damalige Szene der Musiker und ihres Publikums eindringlich beleuchtete. \nStilbildend als Komponist, Arrangeur und Pianist über seine Generation hinaus, steht Uli Gumpert als Solitär in der Landschaft des deutschen Jazz. Es sind wenige, die seinem Niveau gleichkommen. Gewürdigt wurde dies unter anderem 2005 mit dem Deutschen Jazzpreis. Für das heutige Konzert kommt der Klavierspieler mit seinem ULRICH GUMPERT B3 SPECIAL, in dem er lustvoll in den Klangräumen der guten alten Hammondorgel stöbert und sie lustvoll perlen lässt. Für Gumpert war es wieder ein neuer, also ein alter, aber wiederentdeckter und individuell angeeigneter Sound, als er sich vor gut zehn Jahren auch diesem Instrument zu widmen begann. Mit seinen jüngeren Mitmusikern lässt er Jazzgeschichte wieder aufleben und verortet die Tradition im Hier und Jetzt.“}