{„de“:“Das zweite Projekt des Abends ist 3prokubik. Als 3prokubik präsentieren 2Hot und Wolfgang Torkler eine gemeinsame Jazz-Performance, die – stark beeinflusst von Boogie und swingendem Drum’n Bass – eine höchst außergewöhnliche Mischung offenbart. Gegründet wurde das Trio im Millenniumsjahr. Ihr Ziel ist es, Electric Boogie in bester Jazz-Disco-Manier zu zelebrieren. Damit begeisterten sie u.a. auch schon beim Klassik OpenAir Leipzig.“}

{„de“:“Musiker der verschiedenen Konzerte der Stadt-Musik kommen im Jazzclub Neue Tonne zusammen und führen eine finale Komposition auf.\n\nIm Jazzclub wächst die klingende Stadt erst zusammen. Ein Finale, in dem sich alle Konsonanzen und Dissonanzen zu einem Fest städtischer Klangorgien vereinen.“}

{„de“:“Politik, Verkehr, Handel und Wandel sowie Wissenschaft und Kunst – dies sind einige wesentliche Aspekte von Urbanem im allgemeinen und – auf hiesige Geschichte und Orte angewandt – der Stadtwerdung Dresdens im Besonderen. Das Projekt »Stadtmusik« (künstlerische Gesamtleitung: Michael Schulz) des Jazzclubs Neue Tonne interpretiert am Abend des 26. Mai vier solcher urbanen Orte in einer dem zeitgenössischen Jazz entsprechenden Weise und führt alle Teilklänge schließlich in der »Tonne« selbst zu einem Konzert-Höhepunkt zusammen.\n\nRathaus Dresden, Dr.-Külz-Ring\nStändchen für Roßberg.\nStadt-Musik.\nZentrum der Kommunalpolitik und der Verwaltung – das Neue Rathaus Dresden ist ein Symbol für die Ausweitung städtischer Macht und die Vergrößerung der Verwaltung. Es wurde von 1905-1910 gebaut, weil das am Altmarkt befindliche Alte Rathaus am Beginn des 20. Jahrhunderts nicht mehr genug Platz für die Stadtverwaltung bot.\n\nAlec troniq – Sounds\nChristian Schöbel – Piano\nMario Meusel – Schlagzeug\n\nBahnhof Dresden-Neustadt\nBlasfest am Bahngleis.\nStadt-Musik.\nHerzstück des Fernverkehrs – der von 1898 bis 1901 gebaute Bahnhof Dresden-Neustadt ersetzte den Schlesischen und den Leipziger Bahnhof und wird zum Knotenpunkt eines zeitgemäßen Eisenbahnwesens.\n\nMichael Schulz – Saxofon\nFrieder W. Bergner – Posaune\nLeitung Michael Schulz\n\nZwei Bläser zwischen Funk, Diesel, Elektro und Dampf. Experimentelle Maschinengeräusche zum Gemurmel der Reisenden. Ziel ist die Reise ins Unbekannte. Die zwei Jazzer blasen im Foyer des Neustädter Bahnhofs verkehrsgünstig surreale Weisen aus Vergangenheit und der Zukunft zugewandt.\n\nMarkthalle Dresden-Neustadt, Hauptstraße\nSingsang im Markthaus.\nStadt-Musik.\nOrt des Handels – die Neustädter Markthalle Dresden verfügte bei ihrer Eröffnung am 7. Oktober 1899 über 213 Verkaufsstände.\n\n »Espresso Doppio«\nJan Kurth – Gesang, live-sampling\nHagen Gebauer – Gesang, live-sampling\n\nAus Marktgeräuschen wird Musik, aus Marktgeschrei Gesang, aus Alltag wird Kunst. Und umgedreht. Zwei Sänger und zwei Sampling-Maschinchen auf der Suche nach Gegensätzen und Verknüpfungspunkten von Konsum und Kultur.\n\nJapanisches Palais\nKeller (jahrzehntelang unzugänglich)\nIrr-Klang beim Buchschatz.\nStadt-Musik.\nOrt des Wissens und der Geschichte – das Japanische Palais. Hier waren von 1935 bis zur Ausbombung 1945 die Bücher der Sächsischen Landesbibliothek untergebracht.\n\n»Die verführte Bibliothekarin«\nHenriette Ehrlich – singende Schauspielerin\nAndreas Gundlach – Piano\n\nEine Dresdner Bibliothekarin weiß, dass es die wahren Männer\nnur in Büchern gibt, abgesehen natürlich von denen, die selbst Bücher schreiben. Das nämlich sind die noch „wahreren\“ Männer. Sie sind es, denen die Bibliothekarin ihr Herz schenkt, in deren Biografien sie schmachtet und deren Texte sie verzücken. Besonders, wenn sie von Dresden handeln. Leider ist die Bibliothekarin Kästner, Kleist oder Hauptmann nie persönlich begegnet…“}

{„de“:“Musiker ernähren sich meist kannibalisch von der Kunst der Kollegen. Und beim Hören merkt man deutlich: Meusel und Schöbel haben gut gegessen, ohne Magendrücken zu bekommen. Die Eisenbahn dampft, die Sonne scheint. Manchmal auch der Mond. Wieder raus aus der Bar, rein in den nächsten Club. Pulsierend, doch ohne Hast, geben sie ihren Blue Notes immer einen unerwarteten Rahmen und machen deutlich, dass das »Boogie-Duo« im herkömmlichen Sinne ausgedient hat. \nPlus- und Minus-Pole sind klar zu identifizieren, die Erdung erst recht. Wer 2Hot bei ca. 1200 Auftritten in den letzten 10 Jahren genießen wollte, musste bereit sein, Vince Webers Klavierspiel als Klassik zu akzeptieren. Oder Bruce Hornsby als Blueser. Man hätte auch erkennen können, dass Schlager schön sind, wenn Sie vom Ramsey Lewis-Trio gespielt werden. Oder die Melancholie hinter dem Lächeln von Fats Waller.\n\nMit den beiden kommen die seit längerem wichtigsten Boogie-Musiker Dresdens zum eigenen 2Hot-Konzert in die »Tonne«. Das wurde aber auch, nachdem Meusel und Schöbel schon immer mal in anderen Konstellationen hier aufgetreten waren, höchste Zeit!\n\nMario Meusel: »Zum Jazzclub Neue Tonne haben wir eine besondere Beziehung. Nicht nur weil wir in allen bisherigen drei Heimstätten des alten und neuen Klubs auftreten durften. Wir haben hier auch unsere zweite CD aufgenommen und für all unsere Projekte ein sehr aufgeschlossenes und dankbares Publikum vorgefunden.«\nErinnert sei hier vor allem an die »KLAWIR«-Abende oder manches Intermezzo mit dem Saxofonisten Micha Schulz.\nIm Konzert präsentieren 2Hot ihre aktuelle CD »Ragged Times« (mlm). Das musikalische Grundkonzept der beiden besteht aus einer geballten Ladung Blue Notes, sie selber nennen es »Boogie mit Subwoofer«. Zubeißende Tempi werden mit Schlagzeugeskapaden garniert. Auch Spielformen der letzten Jazzdekade sind ihnen nicht fremd. Das »klassische Eckensitz-Oldtime-Duo« hat schon lange ausgedient – hier spielt die Musik!\nChristian Schöbel: »Wir wissen, dass unser Publikum weiß, woher es kommt. Wir belehren niemanden. Wir machen schließlich selber antiautoritäre Musik.«“}

{„de“:“Luboše Andršta zřejmě není potřeba nejak zvlášť Představovat. Tento kytarysta zásadním způsobem ovlivňuje českou jazzovou a bluesovou scénu. V rámci projektu CZ(D Jazzová setkávání vystoupí v Boskovicích společně se svými německými kolegy. Vznikla tak nová formace která vychází z hudebního stylu Luboše Andršta, avšak príjá i nové vlivy, které do jeho hudby vnášejí jeho noví kolegové z Drážďan. Butete tak moci zažít tohoto známého kytarystu jak ho neznáte.\n\n»Ich spiele sehr gern mit ihm, er ist ein großartiger Gitarrist«, sagte B. B. King im April 1998 über seinen Duo-Partner Luboš Andršt zu einem Konzert in Prag. »Üben! Immer gut üben! Und hört dabei ihm zu – denn der Kerl spielt gut!«, gab King seine Empfehlungen an alle jungen Gitarristen weiter, indem er Andršt allen als Vorbild empfahl. Dass B. B. King dabei Luboš Andršt in einem Nebensatz als »jung« bezeichnete, wird angesichts von Kings Alter verständlich, aber immerhin: 61 ist der tschechische Bluesgitarrengott, der in seinem Künstlerleben schon viele Phasen der tschechischen Blues, Rock- und Rockjazzentwicklung mitgeprägt hat.\n\n1968 hatte er mit Blues Company Ltd. sein erstes eigenes Blues-Trio, 1970 schloss er sich Michal Prokop’s Framus Five, einer der damals wichtigsten Blues- und Soul-Bands der Tschechoslowakei, an. Sein Gitarrenspiel dort öffnete ihm ein Jahr später die Tür für seinen Einstieg in Martin Kratochvíl’s jazzrockorientierter Band Jazz Q, wo er den Gitarristen František Francl (die geniale LP »Symbiosis«!) ersetzte und die LP »The Watch-Tower« (Pozorovatelna) einspielte. Und 1973 schließlich gründete Luboš Andršt seine Fusion-Band Energit. Energit war extrem populär, das erste Album der Band verkaufte sich innerhalb eines Jahres in der kleinen ČSSR knapp 50.000 mal – und dabei war es weder Schlager- noch Blas- oder Volksmusik! Allein im Jahre 1980 gab Energit 200 Live-Konzerte!\n\nLuboš Andršt wurde jazziger – von 1977 bis 1980 tourte er wieder mit Kratochvíl, aber auch mit Emil Viklicky im Duo, stieg schließlich bei Jiří Stivíns »Jiří Stivín & Co« ein. Gleichzeitig jedoch kehrte der Gitarrist mit der Gründung seiner Luboš Andršt Blues Band zu seinen Blues-Wurzeln zurück, eine Band, die seither in verschiedensten Besetzungen existiert. Auch mit einer Art Reinkarnation von Prokops Framus Five trat Andršt eine zeitlang immer wieder auf.\n\nMehrfach schon war Andršt auch im Jazzclub Neue Tonne, so mit seiner Blues-Band und Sängerin Reesie Davis, aber auch gemeinsam mit Michal Prokop, Jan Hruby und Joe Kucera. Diesmal nun kommt es zu einem deutsch-tschechischen Zusammentreffen: Luboš Andršt trifft unter anderem den Dresdner Top-Blues- und Boogie-Drummer Mario Meusel sowie den manchen von uns von Jana Koubkova her bekannten Pianisten Ondřej Kabrna sowie den Bassisten Tim Schröder.“}

{„de“:“»Ich spiele sehr gern mit ihm, er ist ein großartiger Gitarrist«, sagte B. B. King im April 1998 über seinen Duo-Partner Luboš Andršt zu einem Konzert in Prag. »Üben! Immer gut üben! Und hört dabei ihm zu – denn der Kerl spielt gut!«, gab King seine Empfehlungen an alle jungen Gitarristen weiter, indem er Andršt allen als Vorbild empfahl. Dass B. B. King dabei Luboš Andršt in einem Nebensatz als »jung« bezeichnete, wird angesichts von Kings Alter verständlich, aber immerhin: 61 ist der tschechische Bluesgitarrengott, der in seinem Künstlerleben schon viele Phasen der tschechischen Blues, Rock- und Rockjazzentwicklung mitgeprägt hat.\n\n1968 hatte er mit Blues Company Ltd. sein erstes eigenes Blues-Trio, 1970 schloss er sich Michal Prokop’s Framus Five, einer der damals wichtigsten Blues- und Soul-Bands der Tschechoslowakei, an. Sein Gitarrenspiel dort öffnete ihm ein Jahr später die Tür für seinen Einstieg in Martin Kratochvíl’s jazzrockorientierter Band Jazz Q, wo er den Gitarristen František Francl (die geniale LP »Symbiosis«!) ersetzte und die LP »The Watch-Tower« (Pozorovatelna) einspielte. Und 1973 schließlich gründete Luboš Andršt seine Fusion-Band Energit. Energit war extrem populär, das erste Album der Band verkaufte sich innerhalb eines Jahres in der kleinen ČSSR knapp 50.000 mal – und dabei war es weder Schlager- noch Blas- oder Volksmusik! Allein im Jahre 1980 gab Energit 200 Live-Konzerte!\n\nLuboš Andršt wurde jazziger – von 1977 bis 1980 tourte er wieder mit Kratochvíl, aber auch mit Emil Viklicky im Duo, stieg schließlich bei Jiří Stivíns »Jiří Stivín & Co« ein. Gleichzeitig jedoch kehrte der Gitarrist mit der Gründung seiner Luboš Andršt Blues Band zu seinen Blues-Wurzeln zurück, eine Band, die seither in verschiedensten Besetzungen existiert. Auch mit einer Art Reinkarnation von Prokops Framus Five trat Andršt eine zeitlang immer wieder auf.\n\nMehrfach schon war Andršt auch im Jazzclub Neue Tonne, so mit seiner Blues-Band und Sängerin Reesie Davis, aber auch gemeinsam mit Michal Prokop, Jan Hruby und Joe Kucera. Diesmal nun kommt es zu einem deutsch-tschechischen Zusammentreffen: Luboš Andršt trifft unter anderem den Dresdner Top-Blues- und Boogie-Drummer Mario Meusel sowie den manchen von uns von Jana Koubkova her bekannten Pianisten Ondřej Kabrna sowie den Bassisten Tim Schröder.“}