{„de“:“Die 1971er Fassung der Art-Rock-Legende »Emerson, Lake & Palmer« war es, die das Undertone Project auf die Idee brachte, eine eigene Version des berühmten Werkes zu entwickeln: die »Bilder einer Ausstellung« von Modest Mussorgsky. Der russische Komponist komponierte den Zyklus aus Klavierstücken 1874 unter dem Eindruck einer postumen Ausstellung mit Bildern des Malers und Architekten Viktor Hartmann. Dieser war im Jahr zuvor im Alter von nur 39 Jahren gestorben und in seinen letzten Lebensjahren mit Mussorgsky eng befreundet. Jedes Stück repräsentiert ein Bild der Ausstellung, eröffnet und verbunden durch die »Promenade«, den Wandelgang durch die Ausstellung. Kaum ein musikalisches Werk – von Schlagern und Popsongs abgesehen – dürfte es auf soviele Bearbeitungen gebracht haben, wie dieses: von der Orchesterfassung von Maurice Ravel (1922) über die oben genannte Art-Rock-Variante, die Bearbeitung für Synthesizer von Isao Tomita (1975) bis hin zu der von der Progressive-Metal-Band »Mekong Delta« von 1997, um nur einige zu nennen. (Zur weiteren Information sei der [url ziel=http://de.wikipedia.org/wiki/Bilder_einer_Ausstellung]Wikipedia-Beitrag zu »Bilder einer Ausstellung«[/url] empfohlen)\n\nNun also das Kölner Undertone Project um Christof Thewes. Ganz bewusst wollten sie keine weichgespülte »Jazz-meets-Klassik«-Variante des Werkes schaffen. Das Quartett wandelt auf seiner Promenade durch die Ausstellung mühelos und humorvoll zwischen den fein gespielten Original-Melodien über deren skurrile Neu-Interpretationen hin zu Jazzrock-Grooves und zeitgenössischen improvisierten Ausbrüchen und fügt dabei den Mussorgsky’schen Klanggemälden viele weitere Farben hinzu. Der Respekt vor der ausgefallenen Schönheit und Besonderheit des Originals jedoch bleibt immer hörbar.\n\nDoch das Projekt geht noch einen Schritt weiter: vor weit über hundert Jahren waren Bilder die Inspiration für die Kompositionen – jetzt hat der Saarbrücker Künstler [url ziel=http://www.thomasaltpeter.de/]Thomas Altpeter[/url] wiederum zur neuen musikalischen Interpretation einen zeitgenössischen Bilderzyklus geschaffen: aus Bildern wurde Musik, aus »alter« Musik wurde neue Musik und aus der neuen Musik wurden neue Bilder. Die Bilder werden während des Konzertes via Projektion gezeigt.“}