{„de“:“

Als Elfjährige begann die im niederländischen Heerenveen geborene TINEKE POSTMA mit dem Saxofonspiel, schon drei Jahre später stand sie mit Candy Dulfer auf der Bühne. In ihrer erfolgreichen Karriere stand sie schon an der Seite von Legenden wie Herbie Hancock und Wayne Shorter und zählt sehr folgerichtig zu den international profiliertesten Künstlerinnen der Niederlande.

Postma spielt energiegeladenen, modernen Jazz – beeinflusst von Vorbildern wie Wayne Shorter, Cannonball Adderly, John Coltrane oder Miles Davis, ohne dabei jedoch ihre eigene Kreativität zu verleugnen. Das kommt an – bei Publikum wie Kritikern gleichermaßen, so gewann sie mehrere niederländische Jazzpreise, außerdem den MIDEM International Jazz Revelation of the Year Award und den Antibes de Jazz Juan Revelations Award 2009.
Mit ihren verschiedenen musikalischen Projekten ist sie weltweit unterwegs und gern gesehener Gast bei den großen Jazz-Festivals (z. B. North Sea Jazz Festival, Trondheim Jazz Festival, Jakarta Jazz Festival). Postma gilt als eine der produktivsten Musikerinnen der niederländischen Jazz-Szene, sieben Alben hat sie bis dato veröffentlicht. Das jüngste – „Freya“, im März letzten Jahres erschienen – hat sie jetzt im Gepäck.

Das Album markiert ihr Comeback als Ideengeberin, es ist das erste Werk nach der Geburt ihres Sohnes vor sieben Jahren. Ein markanter Einschnitt, den Postma selbst als neuen Kreativitätsschub sieht, „die Gelegenheit, mit mehr Tiefe und Dringlichkeit zu spielen“. Die technische Finesse tritt mehr in den Hintergrund, die Spontanität, die Improvisation wird in den Fokus gerückt. Namensgeberin ist die nordische Göttin der Liebe und der Fruchtbarkeit, eine direkte Verbindung zu Postmas friesischen Wurzeln. Daneben zollt sie den starken Frauen in ihrem Leben Tribut.

„,“en“:““,“cz“:““,“pl“:““}

{„de“:“Mehr als zehn gemeinsame Jahre – das ist heute eine große Leistung für jede Art von Beziehung; bei einer Jazzgruppe geradezu einmalig. Das PABLO HELD TRIO hat nicht nur überlebt, sondern ist weiter aufgeblüht. Es ist die außerordentliche organische Band-Chemie, die das Trio herausragen lässt.\n»Im Pablo Held Trio sind die Rollen nie statisch verteilt, sondern befinden sich in einem ständigen Fluss. In ihm agieren drei gleichwertige Musikerfinder, die jeder für sich einen persönlichen Stil entwickelt haben, die zugleich aber als geschlossene Einheit auftreten. So überzeugt das Pablo Held Trio durch subtile und vitale Interaktionen, die es zu einer Bereicherung des europäischen Jazz machen.« So schrieb es die Jury des renommierten SWR-Jazzpreises anlässlich seiner Verleihung an das Pablo Held Trio bereits 2014.\nDie traumwandlerische Kommunikation der drei Musiker auf der Bühne hat Weltklasse-Niveau. Internationale Stars wie der Saxofonist Chris Potter und der Gitarrist John Scofield haben deshalb schön die Zusammenarbeit mit den drei Kölnern gesucht. Das jüngste Album der Band schaffte es unter die \“Best Albums of 2016\“-Liste des renommierten Downbeat Magazine. Ihre Live-Konzerte sind stets musikalische Abenteuerreisen mit großem Überraschungspotenzial.“}

{„de“:“Unendliche Weiten. Das Sun Ship startet in den Orbit und bringt uns aus fernen Galaxien unerhörte Klänge mit. Die Berliner Band PHILM setzt mit ihrem neuen Album „Sun Ship“ gleich mehrere Zeichen, lehnt sich ein ganzes Stück aus dem Fenster, geht ins Risiko und holt die Hörer*innen, egal welcher musikalischer Sozialisation, genau dort für diese Reise ab, wo sie sind: In der Mitte des Lebens.\nDie Crew ist an Bord, die Sun Ship-Reise beginnt. Ein Anlauf, eine Art wackliger Countdown, der Spannung erzeugt, jedoch noch nicht alles auf einmal preisgibt. Vom ersten Ton an ist der Sound sehr kompakt, Turbulenzen inbegriffen. Die Schubkraft der Musik ist unglaublich. Der Song Sun Ship gibt uns das Gute zurück, das wir irgendwann mal im Jazz der 1960er Jahre erfahren haben, als es noch in jedem einzelnen Ton um alles ging. Gerade so als müsste das Schiff, sollte die Band auch nur einen einzigen Moment in ihrem gemeinsamen Ringen um Schub nachlassen, auf dem Boden der tristen Realität zerschellen.\nDie Stärke von Philm besteht gerade darin, dass die vier Individualisten gar nicht erst den Versuch antreten, ihren gemeinsamen Nenner zu definieren, sondern die Arme ausbreiten und über ihre Unterschiede den größtmöglichen gemeinsam zu erobernden Raum abstecken, und sei es – wie auf dem neuen Album – der Weltenraum.\nPhilm gelingt es, Improvisation und Komposition elastisch ineinander zu verzahnen und auf frappierende Weise aus einer inneren Notwendigkeit, genau das zu sagen, was hier gesagt werden muss. Die Musik abstrahiert gleichermaßen auf hohem Level und macht konkrete\nAngebote an die Hörerschaft, ist zugleich intim und introspektiv, aber doch auch offensiv und aufmüpfig, gewährt Einsichten und Draufsichten, schafft Nähe, indem sie auf Distanz geht, den Augenblick zelebriert und doch auch Epochen übergreifend ist. Auf zu den Sternen … Guten Flug!“}

{„de“:“Ein atemberaubend runder, prägnanter Puls, dieses tieftönende bauchige, rhythmische Wabern – gleich zwei Kontrabässe bilden den Untergrund-Beat für die Kompositionen des Berliner Saxophonisten Peter Ehwald. \nMit den beiden WDR-Jazzpreis-Trägern Robert Landfermann und Jonas Burgwinkel und dem wilden Berliner Dänen Andreas Lang geht PETER EHWALD’S DOUBLE TROUBLE auf die rasante Suche nach einer Verbindung von Songstruktur und kammermusikalischen Freiformen. Dabei bestechen die vier Musiker durch fesselnde ästhetische Stimmigkeit innerhalb ihres einen gemeinsamen Klangkörpers.\nLange schon hatte Peter Ehwald die Idee einer Melange von modernem Jazz, Kammermusikalischem und Indierock im Kopf. Dann fand er die Idealbesetzung, mit der er diese Intentionen und diesen Sound verwirklichen konnte: „Ich will etwas Wildes ausleben und gleichzeitig schöne Klänge realisieren, warm, kontrapunktisch, durchaus frei, befreit, aber doch sehr durchkomponiert.“ \nMit seiner neuen CD nun legt Peter Ehwald das Dokument dieser Ankunft vor. Sie stellt eine erste reiche Ernte dessen dar, was komplett seinem Ich als Künstler entspricht. Zehn in sich schlüssige Stücke, ungeschwätzig, powervoll, nuancenreich. Ein Statement des Erreichens eines neuen Levels. Hier hat einer den Punkt gefunden, von dem aus es weitergehen sollte. Durchdacht und kontrolliert ist das, doch ebenso vital und dringlich. Absprungrampen für die Solisten sind klug gebaut, der Gesamtklang ist stimmig und originär, Vorbilder schimmern durch, doch diese Band spricht mit eigener Stimme. \nDie Kraft der zwei Bässe aber erhöht Druck und Dringlichkeit dieses Dreamteams. Andreas Lang bringt das Erdige, Robert Landfermann steuert Improvisationstechniken jenseits des Jazzidioms bei: zwei Pole, die sich ideal ergänzen und die enorme Livepräsenz von Double Trouble steigern. Jonas Burgwinkels Drumming ist fantasievoll, unvorhersehbar und energetisch. Sein Beckensound ist leicht und deckt die Bässe nicht zu. So werden Räume geschaffen, genutzt und ausgeschritten. Der Kontext ist ideal für Peter Ehwalds vielfältiges Saxofonspiel, das in seinen diversen Facetten vor allem deswegen so fasziniert, weil es plausibel ist. Unkostümiert meint hier einer, was er spielt. Diese Geschichten überrumpeln nicht, sie überzeugen den Hörer, weil sie glaubwürdig sind. Dieser Saxofonrhapsode erreicht seine Adressaten, weil er ihnen etwas zu sagen hat und weil ihm die Ideen nicht ausgehen. Die geben dieser Band Futter und Futur.“}