{„de“:“Der Sound des Tenorsaxophonisten Robert Menzel wurde als „Echo von Joe Lovano“ beschrieben – und in der Tat schöpft der Berliner Musiker die Möglichkeiten seines Instruments voll aus. Jetzt stellt er sein außergewöhnliches neues Projekt und Album \“Alchemy\“ [Two Rivers Records] vor, das verschmitzt, dunkel, erhebend, nachdenklich, intim zugleich ist. \nROBERT MENZEL – ALCHEMY ist des Saxofonisten jüngstes Kind. Es umreißt sein musikalisches Koordinatensystem auf beeindruckende Weise, nimmt den Hörer mit auf eine Reise, die von Brüchen und der Suche nach Schönheit gezeichnet ist. Die Kompositionen Menzels und deren Interpretation beschreiben durch ihre emotionale Dichte und Eindringlichkeit einen Kosmos, dem man, wenn man sich darauf einlässt, nur\nschwer entkommen kann.\nJazz und Improvisation sind immer ein Spiegel der Seele des oder der Ausführenden, ein kollektiver Prozess, der von Vertrauen geprägt sein muss, um der Musik auf ihrem Weg der Individuation den Raum zu geben, den sie benötigt. Dieses Vertrauen der Protagonisten zueinander ist hier deutlich zu spüren, fast unheimlich ist der traumwandlerische Umgang mit der Musik innerhalb des komponierten Rahmens.“}

{„de“:“Über diesen Mann werden Abhandlungen verfasst, Filme gedreht, er wird weltweit zitiert und interpretiert. ALEXANDER VON SCHLIPPENBACH, Vater des „Globe Unity Orchestra“, Bruder des Schlippenbach Trios, ist wohl einer der wichtigsten Protagonisten des Free Jazz der 1960er Jahre. Bis zum heutigen Tag prägt er die deutsche Musikszene massiv mit seinem Klavierspiel in den unterschiedlichsten Besetzungen wie dem legendären Trio mit Evan Parker und Paul Lovens, seinem Duo mit Aki Takase und dem Globe Unity Orchestra, um nur drei zu nennen.\nHeute Abend präsentiert er zwei Ensembles, die Weltpremiere feiern.\nDas WORKSHOP ENSEMBLE DER HFM DRESDEN präsentiert die Ergebnisse ihres 3-tägigen Workshops mit Schlippenbach. Bedient haben sie sich an dem reichen Schatz des American Songbooks sowie Schlippenbachs umfassendem Kompositionsfundus. Dies, verwoben mit Elementen frei improvisierter Musik, prägt den Sound des studentischen Ensembles.\nDas zweite Ensemble startet, ausgehend von diesem Abend, eine kleine Tournee durch Ost-Deutschland. Schlagzeuger STEFFEN ROTH, Meisterklassenstudent bei Prof. Michael Griener und Prof. Eric Schaefer in Dresden, gab die Initialzündung dafür und stellte sich mit ROBERT LUCACIU am Kontrabass und ALEXANDER VON SCHLIPPENBACH am Piano eine seiner Traumbesetzungen zusammen. Man ist leicht verlockt zu sagen „Alte Schule trifft junge Löwen“, allerdings wäre damit den Protagonisten Unrecht getan. Bei diesem Energielevel, das die Drei auf die Bühne bringen, wird schnell klar: die beiden Jungen sind längst keine Greenhorns mehr und der etablierte Mann zählt lange noch nicht zum alten Eisen.“}

{„de“:“Als das EVA KLESSE QUARTETT sein 2014 erschienenes Debütalbum „Xenon“ einspielte, war alles noch sehr frisch. Erst ein halbes Jahr zuvor hatten sich Klesse, Ring, Frischkorn und Lucaciu in Leipzig gefunden, seitdem gerade mal eine Handvoll Konzerte zusammen gespielt. Gleichwohl zeigte die Band bereits damals eine bemerkenswerte Stilvielfalt und starken Gestaltungswillen. Essentielle Merkmale waren und sind: atmosphärische Eigenkompositionen statt Covern, ein Gespür für interessante Melodien, Freude am Improvisieren sowie nuancierte, rein akustische Arrangements.\n2015 wurde die Band dafür mit dem Jazz-ECHO als Newcomer des Jahres ausgezeichnet. Seit der Veröffentlichung von Xenon spielte das Kleeblatt u.a. auf der Hauptbühne des Jazzfests Berlin, bei den Jazztagen Dortmund und Leipzig, in den Rolf-Liebermann-Studios des NDR und beim Bayerischen Jazzweekend; mit Unterstützung des Goethe-Instituts waren sie in Santiago de Chile (Festival ChilEuropa), Concepcion und Valparaiso zu Gast.\n\nAuf dem im Oktober 2016 bei Enja Records erschienenen Album „Obenland“ ist der charakteristische Sound des Eva Klesse Quartetts nun durchgängig präsent. Alle Stücke wurden diesmal eigens für das Album komponiert und sind auf die vier Persönlichkeiten zugeschnitten. Für die Band brachte das eine größere Geschlossenheit und gleichzeitig neue Möglichkeiten zur Öffnung in unterschiedliche Richtungen. Entsprechend changiert die Ästhetik nun von detailscharfem Kammerjazz mit variablen Klangfarben bis zu energischen Spitzen. Die dynamische Spanne ist größer denn je, Transparenz und Verdichtung halten sich insgesamt die Waage, wobei letztere stets so gekonnt passiert, dass der Hörer auch in weiten Bögen die Orientierung behält. In ihrem dynamischen Zusammenspiel, selbst bei noch häufigeren freien Passagen, lassen Klesse & Co. ihren Emotionen exakt so viel Lauf, dass Soli Intensität statt egozentrischer Entrückung vermitteln. Eine dermaßen subtile Balance zeugt von Reife.\n\nDas ebenso lebendige wie konzentrierte neue Album und jedes der faszinierenden Konzerte der Band bestätigen, was die London Jazz News schon vor einer Weile konstatierte: „A rising star on the German jazz scene.““}

{„de“:“Nach langjährigen Stationen in Amsterdam und New York lebt ALBERT VILA seit einiger Zeit wieder in seiner Heimatstadt Barcelona. Dort und darüber hinaus in ganz Europa hat er sich sowohl als Gitarrist, als auch als Komponist zu einer nicht zu überhörenden Stimme entwickelt.\nSeine Kompositionen sind harmonisch reich und in Ihrer melodischen Konsequenz absolut vereinnahmend. Vila gelingt der Spagat zwischen kompromisslos künstlerischem Ausdruck und intensiver Schönheit.\nGemeinsam mit dem Wahl-Berliner Saxofonisten Robert Menzel, und der weit über ihren Lebensmittelpunkt Leipzig hinaus für Aufmerksamkeit sorgenden Rhythmusgruppe mit Robert Lucaciu am Bass und Philipp Scholz am Schlagzeug spielt er die Kompositionen seiner letzten beiden beim spanischen Label „Fresh Sound“ erschienen Alben „Foreground Music“ und „Tactile“, über die allaboutjazz schrieb: „Albert Vila manages to sculpt musical creations that speak to the senses and soul, and provide a window into his own unique world.“\n\n„}

{„de“:“Forscherdrang verbindet diese Musiker. Philipp Scholz geht konsequent sicher auf unausgetretenem Pfad. Robert Lucaciu steckt den großen Rahmen ab und mikroskopiert Miniaturen. Jürgen Friedrich legt Kompositionen frei und entdeckt neue Gesetzmäßigkeiten. Und Hayden Chisholm transformiert die Kenntnis fremder Kulturen in klingende Weisheit. NAUTILUS nimmt mit auf die Reise.\n\nHayden Chisholm, ursprünglich aus Neuseeland, lebt heute in Köln und Belgrad. Seit über 10 Jahren gehört er als Multiinstrumentalist zur vordersten Front der europäischen Musikszene. Er besuchte und studierte Kulturen in aller Welt, hat das mikrotonale Spiel auf dem Saxofon perfektioniert, spielt mit dem Posaunisten Nils Wogram und Root 70 und komponierte Musik für viele Werke der Aktionskünstlerin Rebecca Horn.\nIm Kinofilm \“Sound of Heimat\“ begibt er sich als Protagonist auf die Suche nach der Folklore Deutschlands. Er kuratiert ein eigenes Festival im Kölner Loft, gründete das Live Musik Label plushmusic.tv und veröffentlichte kürzlich eine 13-CD-Box mit eigenen Arbeiten. 2013 wurde er mit dem SWR Jazzpreis ausgezeichnet.\n\nJürgen Friedrich hat Klavier und Komposition in Köln studiert und reiste auch oft in die Jazzmetropole New York. Er ging mit Kenny Wheeler auf Tour [CD Summerflood], spielte mit John Hébert und Tony Moreno [CD Pollock] und komponierte Musik für Streichorchester und Improvisatoren [CD Monosuite, featuring Hayden Chisholm, Achim Kaufmann, John Hébert, John Hollenbeck]. Als Pianist des Cologne Contemporary Jazz\nOrchestra CCJO ist er an zahlreichen Uraufführungen im Kölner Stadtgarten und im WDR beteiligt. Aktuelle Projekte sind das Improvisationsduo Soongbok mit Johannes Ludwig, und das Klaviertrio Reboot mit David Helm und Fabian Arends. Er unterrichtet Klavier an der Musikhochschule Köln und betreut den Master¬studiengang für Komposition und Arrangement an der Musikhochschule Mannheim. Für seine Arbeit als Komponist erhielt der den Gil Evans Award for Jazz Composition.\n\nRobert Lucaciu hat in Abgrenzung zu seiner Sozilisation mit klassischer Musik seine eigene Musiksprache in experimenteller Musik und freier Improvisation gefunden. Sein Bassspiel ist beeinflusst von Mark Dresser, Barry Guy, Sebastian Gramss und Larry Grenadier. Eine wichtige Prägung auf ihn haben aber auch Komponisten wie Ives, Bartok und Messiaen. Als Jazzbassist ist er vielseitig, streicht ebenso virtuos wie er zupft, und beschäftigt sich mit alternativen Spieltechniken. Er studierte Kontrabass in Leipzig und ist Hauptinitiator der Konzerte im Liveclub Telegraf sowie der Konzertreihe Reihe2. Mit Philipp Scholz ist er als Rhythmusgruppe in zahlreichen Projekten aktiv, u.a. in den Bands PLOT und Das blaue Pony. Er spielte mit Werner Neumann, Rudi Mahall, Claudio Puntin und war mehrmals Stipendiat der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. \n\nPhilipp Scholz brach die Schule ab, um Musik zu studieren, und zwar in Dresden und Leipzig. Mit seinem eleganten und kreativen Spiel bereichert er nun schon seit Jahren die aktive Leipziger Szene in Projekten wie PLOT [CD Heimarbeit], Das blaue Pony [CD Zweigedanken], Spielvereinigung Süd und Castravez. Er spielte im Jugendjazzorchester Sachsen, im Bujazzo, und mit Musikern wie Richie Beirach, Pepe Berns, Gabriel Coburger, Johannes Enders, Michael Griener, Achim Kaufmann, Uli Kempendorff, Heinrich Köbberling, Rudi Mahall, Werner Neumann, Yves Theiler und Thomas Zoller. Mit Robert Lucaciu bildet er eine der eingespieltesten Rhythmusgruppen Deutschlands. Er gewann den Jugend Jazzt Wettbewerb 2007 und verschiedene Solisten-preise.\n\n[soundcloud url=\“https://api.soundcloud.com/playlists/34110264\“ params=\“auto_play=false&hide_related=false&show_comments=true&show_user=true&show_reposts=false&visual=true\“ width=\“100%\“ height=\“450\“ iframe=\“true\“ /]“}

{„de“:“Der umtriebige Dresdner Weltbürger BABY SOMMER ist auch nach Jahrzehnten, die er als Schlagzeuger den deutschen Jazz ein ganzes Stück weit mit revolutioniert hat, immer noch auf der Suche nach neuen Herausforderungen. Hier kommt seine neueste: DIE BRÜDER LUCACIU. Er formt ein Quartett mit dem Saxofonisten Antonio Lucaciu [Udo Lindenberg, Clueso], dem Bassisten Robert Lucaciu [Eva Klesse, Arne Jansen, Plot u.a.] und deren jüngstem Bruder, dem Pianisten Simon Lucaciu [Das Runde Dreieck]. Spannend wird sein, wie die Vier mit ihren je eigenen musikalischen Ansätzen eine gemeinsame Erzählstruktur finden. Mit Blick auf ihre je unterschiedlichen Lebens- und Erfahrungshorizonte ist das Konzert eine Begegnung besonderer Art und – hoffentlich – der Beginn von etwas Dauerndem: in der Tradition wurzelnd und die musikalischen Horizonte unterschiedlicher Generationen in ein neues, zukunftsweisendes Ganzes einbringend.“}

{„de“:“„Es ist das Fließende, ebenso wie das Plötzliche, das Überraschende, das diese Musik spannend macht. Dabei geht es stets um starke emotionale Statements, um Zusammenhang und Zusammenklang. Das Spektrum reicht vom Zarten und Zerbrechlichen bis hin zu Vehemenz und Dringlichkeit. EVA KLESSE überrascht, weil sie sich als Bandleaderin nicht mit Schlagzeugsoli der hergebrachten Art in Szene setzt, sondern mit ihrem vielschichtigen Spiel ständig präsent ist. Sie weiß das Quartett zu inspirieren, ihm eine Richtung zu geben und dabei allen Beteiligten größtmögliche Freiheiten einzuräumen. Das Besondere verbirgt sich im scheinbar Unspektakulären, in der Sensibilität und Souveränität, mit der hier an den modernen Jazz angeknüpft und neues Terrain betreten wird.\n\nMit diesem jungen Quartett hat Eva Klesse ihr musikalisches Zentrum gefunden. Die Gruppe entwickelt einen eigenen Sound und eine eigene Dynamik – vielleicht gerade deshalb, weil es der Bandleaderin gelingt, ganz unterschiedliche Temperamente zu integrieren. Während der Pianist Philip Frischkorn einen klassischen und romantischen Einfluss ins Spiel bringt, schöpft der Saxophonist Evgeny Ring seine Expressivität aus den Kraftquellen des Jazz. Der Bassist Robert Lucaciu öffnete die Räume in Richtung freie Improvisation. Doch Vorsicht, damit sind allenfalls hervorleuchtende Charakteristika benannt. Im Spiel dieses Quartetts spiegelt sich das eine im anderen. Die Stimmen verdichten und entflechten sich, finden in Duo-Konstellationen, als Trio und immer wieder als komplette Gruppe zusammen.\nOhne sich in den Vordergrund zu spielen, leitet Eva Klesse die Band vom Schlagzeug aus und verbindet dabei impulsives Musizieren mit klangrhythmischer Sensibilität. Sie liebt ein luftiges, atmendes, filigranes Spiel. Wenn man sie dabei beobachtet, merkt man wie organisch sie sich in diesem zu entfalten vermag. Im umfassenden Sinne Musikerin möchte sie sein, nicht die exzentrische Solistin am Instrument. Insofern verwundert es kaum, dass sie sich nicht nur von Meistern an den Drums, sondern ebenfalls und vielleicht noch stärker von Pianisten, Bassisten, und Vokalisten inspirieren lässt.\nEva Klesse, die mit \“Xenon\“ im vergangenen Jahr 28-jährig ihr Debütalbum vorgelegt hat, betont, wie wichtig es ihr ist zuzuhören, mit den Mitgliedern ihrer Band zu kommunizieren und zu interagieren, Musik gemeinsam entstehen und wachsen zu lassen. Bei ihren Kompositionen folgt sie immer zuerst einem emotionalen Impuls. Mal ist es Melancholie, mal Wut, mal Überschwang, niemals Gleichgültigkeit. Auch wenn sich das Spiel oft federleichtleicht entfaltet, mit diesem Debütalbum wird kräftig angeklopft.“ [Bert Noglik]\n\nEva Klesse ist in Nordrhein-Westfalen aufgewachsen, hörte im Elternhaus Klassik, spielte anfänglich Pop- und Rockmusik und begann sich während ihrer Gymnasialzeit, für den Jazz zu begeistern. 2005 kam sie nach Leipzig, wo sie allerdings zunächst nicht Musik, sondern Medizin studierte. Doch bereits am Tag ihrer Immatrikulation traf sie Verabredungen für eine erste Band. Sie spürte, dass sich Medizin und Musik nicht nebeneinander fortführen ließen – nicht mit ihrer Ernsthaftigkeit und ihrem Anspruch. Da sich die Liebe zum Jazz als stärker erwies, wechselte Eva Klesse zunächst an die Musikhochschule in Weimar, dann an die in Leipzig, wo sie in Heinrich Köbberling den für sie idealen Lehrer fand. 2013 schloss sie ihr Studium ab, für Eva Klesse ein magisches Jahr: sie stellte ihr Quartett zusammen, wurde mit dem Leipziger Jazznachwuchspreis ausgezeichnet und spielte mit ihrer Band bei den Leipziger Jazztagen.“}