{„de“:“Sandra Weckert schmeißt ihre legendäre Kittelschürze auf den Misthaufen und schreit: »It’s a long way to the top, if you wanna rock’n’roll!« Ist das ernst zu nehmen? Unbedingt! Die Saxofonistin und Komponistin Sandra Weckert gilt inzwischen unbestritten als Kobold der deutschen Jazzszene, sie zwickt unsere Gehörgänge und jagt einen Adrenalinstoß durch unsere Adern. Hält man die aktuelle CD »Bar Jazz« – und im Konzert spielt das Material dieser CD eine entscheidende Rolle – zwischen den Fingern, kann man Sandra Weckert leise irgendwo kichern hören, denn auch diese kleine Boshaftigkeit hat sie sich wieder einmal selbst ausgedacht. Ausgerechnet »Bar Jazz«, ausgerechnet Sandra Weckert…\n\nWas haben die Kritiker in dieser Musik nicht alles entdeckt! Mingus, Shepp und Dolphy, Pop und Akademismus, aber auch Götz Alsmann und Helge Schneider mussten als Analogien herhalten, nur weil »die Leute fortwährend glauben, jeden jungen Musiker mit einem anderen vergleichen zu müssen, selbst, wenn er längst seine eigene Musik macht« (Leroi Jones). Auf »Bar Jazz« steigen Sandra Weckert und ihre Band Exotic Fruits mit AC/DC und King Khan, Kinderzimmer Productions und Rogall vom Sonarkollektiv sowie dem Athena String Quartet in den Ring und erobern einen Begriff zurück, den die Weichspüler-Fraktion schon fest auf der Habenseite verbucht hatte. Der Weg hat sich offenbar gelohnt: Jazzthetik bescheinigt Sandra Weckert trocken den »seit langem wichtigsten Beitrag zur leidigen Frage über die Relevanz des zeitgenössischen Jazz und seiner Vermarktung«, und Jazz Thing fragt voller Bewunderung: »Wer hatte im Ernst das noch zu erleben gehofft?« (ENJA)“}

{„de“:“»Die Saxofonistin Sandra Weckert ist das jüngste Familienmitglied eines schrägen Seitenstranges der aktuellen Berliner Szene, die dem Mainstreamjazz böse grinsend Beinchen stellt. Abseits der Akademien hat das Straßenkonservatorium in Sandra Weckerts Fall eine bewundernswert dickschädelige Musikerpersönlichkeit geformt. Und mit der wird bald gut Kartoffeln ernten sein, da draußen, im wilden Osten.« Das schrieb die WELT und Martin Laurentius von JAZZTHING ergänzte: »Weckert schafft es mit ihrem Sextett, die irrwitzige Spontanität der musikalischen Urgewalt Charles Mingus‘ frech und originell umzusetzen. Im Osten geht die Jazz-Sonne auf.« Und das FONOFORUM setzt einen drauf: »Sandra Weckert nimmt einige Versatzstücke des alten Jazz, Dolphys Out to Lunch, Charles Mingus Presents Charles Mingus, und übersetzt sie in Geschichten aus dem wilden Osten, die ganz und gar nicht nach Fremdware klingen. Sie tut das, unterstützt von ihren hervorragenden Mitmusikern, mit einer solchen musikalischen Frische und Verve, dass ihr das Kunststück gelingt, eine amüsante Platte zu machen, die nicht witzig ist, sondern originell.«“}