{„de“:“Das Trio ZOOM arbeitet konsequent an der Verschmelzung von komponierten Strukturen, genau festgelegten Formabläufen und Improvisationen, sowohl idiomatischer wie auch non-idiomatischer Art. ZOOM ist eine Gruppe von »Handwerkern« – Instrumente werden mit sehr erweiterten, zuweilen sehr virtuosen Spielweisen behandelt, es entsteht ein Klangreichtum ohne elektronische Hilfsmittel. Diese Charakterisierungen treffen ziemlich genau auch auf das in Basel ansässige international tätige und bekannte Saxophon Quartett ARTE zu. Eine Kollaboration dieser beiden »Workingbands« liegt also auf der Hand, und der Schweizer Schlagzeuger, Improvisator und Komponist Lucas Niggli erarbeitet für dieses »Joint-Venture« ein abendfüllendes Programm.\n\nNigglis Kompositionen haben eine ganz eigene Machart, die den »Interpreten« auf den Leib geschrieben sind, oder ihnen als Improvisatoren viele Freiheiten erlauben. Festgelegtes wird von unerwarteten Interventionen überrumpelt, dynamisiert, Formen aufgebrochen und auf Risiko gespielt. Es findet sich Heftigkeit neben Elegie, Dichte gepaart mit Ruhe, Wesentlichkeit entleert sich im Überschwang, Komplexität kombiniert sich mit intensivem Interplay. Es gibt hypergestisches sowie statisch-grooviges Material, hymnische Elemente, wie auch Noiseparts.\n\nAls Klammer darüber oder vielleicht Credo: Leichtigkeit und Wendigkeit sind großgeschrieben, ebenso Energie oder besser gesagt Intensität.“}