{„de“:“Die Band wurde 2003 gegründet und bringt vier Musiker der jungen, aufregenden Berliner Jazzszene zusammen. Es werden ausschließlich Kompositionen der Bandmitglieder gespielt. Kompositionen, die offen, neu und aufregend klingen und doch deutlich in der Jazztradition verwurzelt sind.\n\nZur gerade erschienenen CD »mohnmarzipan« schreibt Wolf Kampmann:\n»Der Titel ›mohnmarzipan‹ führt den Hörer zunächst in die Irre. Er suggeriert Gemütlichkeit, Kuscheln und ein bisschen bürgerliche Nostalgie. Die Musik der CD scheint jedoch für das komplette Gegenteil zu stehen. Silke Eberhard begreift ihren Jazz als Transportmittel für Kontraste. ›So ist nun mal das Leben‹, lautet ihr leidenschaftliches Fazit. ›Ich kann doch nicht ungebrochen schöne Musik machen, wenn die Welt voller Schmutz ist. Andererseits findet man gerade in diesem Schmutz unzählige poetische, beglückende Momente.‹ Silke Eberhard erzählt uns auf ihrer Platte eine der spannendsten Geschichten menschlicher Grundkonflikte, vom Festhalten und Loslassen. Die Prinzipien von kontrollierter Umsetzung kompositorischer Vorgaben und dem jähen Abdriften in kollektiver und individueller Offenheit werden bei ihr ins Extrem getrieben. In einer Zeit, in der die Suche nach der gemeinsamen Mitte längst zum intellektuellen Konsens geworden ist, traut sie sich ihren erzählerischen Bogen ein gehöriges Stück über das Limit zu spannen. Sie ist zu bescheiden, um Ornette Coleman als einen ihrer zentralen Bezugspunkte zu nennen. Doch gerade die harmolodische Durchdringung persönlicher Idiome zu einem komplexeren Ausdruck verinnerlicht sie in ihrer Musik, ohne dass die Stücke ihrer CD unmittelbar an Coleman erinnern würden.«“}

{„de“:“Das fünfköpfige Ensemble spielt in erster Linie Kompositionen des Gitarristen Johannes Haage. Dichte, oft freitonale, unabhängige Linien werden zu einem Polyphonen Netzwerk zusammen geführt, das auf einem komplexen rhythmischen Fundament steht. Bewusst wird weitgehend auf Jazz- typische funktionsharmonische Strukturen und Songformen verzichtet. Vielmehr bilden melodische Fragmente, graphische Spielanweisungen, oder rhythmische Strukturen der Komposition den Ausgangspunkt für den improvisatorischen Austausch der Musiker untereinander.\nNeben den Stücken von Johannes Haage spielt das Quintett Kompositionen des New Yorker Altsaxofonisten Andy Laster, die er ursprünglich für seine Band »Hydra« schrieb. Und die Älteren unter den Dresdner Jazzfreunden werden sich vielleicht erinnern: Andy Laster spielte mit Hydra noch in der alten Tonne auf dem Tzschirnerplatz, das muss so etwa 1996, also vor rund zehn Jahren, gewesen sein.“}

{„de“:“Sein Trio ist für Sebastian STUDNITZKY wie eine Selbstbesinnung und eine kreative Auszeit vom Trubel seiner unzähligen Projekte der letzten Jahre. Denn mit der eigenen, jazzpreisdekorierten Formation Triband, aber auch als einer der begehrtesten Sideman auf internationalen Bühnen (u. a. für Mezzoforte, Rebekka Bakken, Wolfgang Haffner und Nils Landgren) zählt er inzwischen zu den meistbeschäftigten Jazzern unseres Landes. \nDer Zauber seiner eigenen so selbstbewusst diskreten Musik liegt nicht zuletzt darin, dass man beim Hören der Stücke meinen könnte, nichts sei so einfach wie gute Musik zu machen.\nEs ist Jazz – und es ist viel mehr. Jenseits von Fragen der Stilistik ist Studnitzkys Musik geprägt durch seinen ganz speziellen Sound, der vieles ganz unmittelbar hörbar und erlebbar macht. \nMit dem STUDNITZKY TRIO bringt der in Berlin lebende Schwarzwälder seine besonderen Fähigkeiten auf den Punkt. In jedem seiner Songs gelingt ihm auf unvergleichliche Weise die Balance zwischen enormer Emotionalität und Spontaneität. Ob mit der Trompete oder am Klavier, Sebastian Studnitzkys unaufdringlich eindringliche Musik ist ein Erlebnis allerhöchster Güte.“}

{„de“:“Die Konzertreihe der Instrumentalklassen der Hochschule für Musik Dresden hat sich inzwischen zu einem monatlichen Höhepunkt in der Tonne entwickelt. Die Schlagzeuger bestreiten nun bereits ihren zweiten Abend, um möglichst bald mit der Vocal Night gleichzuziehen – dem Ausgangspunkt der Reihe und der immerhin schon 54. Ausgabe im Mai. \nIn der 2. JAZZ DRUMMING NIGHT sind die Schlagzeuger diesmal vertreten durch Jan Barthold, Tim Sarhan, Sören Ohlmeyer, Halym Kim und Stefan Holzhauer. An der Turntables dabei ist Arne Müller. Die Leitung hat wiederum Sebastian Merk.\n\nDas sind die Besetzungen:\nJamkabO:Om \nJan Bartholdt – hybrid drums, sampling\nJohannes Hautop – guitar, subs\n\nHALYM KIM TRIO\nHalym Kim – drums\nAlbrecht Ernst – tenor sax\nFlorian Kockert – bass\n\n\“Kidō\“\nMarius Moritz – piano\nBernhard Stiehle – bass\nTim Sarhan – drums\n\nSÖREN OHLMEYER QUARTETT\njan kaiser – trumpet\nToralf Schrader – bass\nMarius Moritz – piano\nJacob Müller – guitar\nSören Ohlmeyer – drums\n\nFANATIC BEACH MASTER\nJacob Müller – guitar\nJonathan Strauch – sax\nFlorian Salewski – bass\nJulia Kadel – keyboards\nStefan Holzhauer – drums“}

{„de“:“Schlagzeuger Sebastian Merk hat sich durch seinen unverwechselbaren Sound einen Namen in der Jazzwelt gemacht und in verschiedensten Formationen mit Künstlern wie Lee Konitz, Kurt Rosenwinkel, Till Brönner, Johannes Enders u.v.m. brilliert. Nun legt er mit der eigenen Band MERKUR die langerwartete erste CD „Home/Work“ vor. Basierend auf Trio-Aufnahmen mit den langjährigen musikalischen Wegbegleitern Christian Weidner (Tenorsax) und Andreas Edelmann (Bass) prägt Merks Handschrift die Stücke durch zusätzliche Instrumentaleinspielungen im Overdub-Verfahren. Vielschichtige Songs stehen neben musikalischen Miniaturen und Solostücken. Live tritt die Band im Quartett an. Die Kompositionen zeichnet viel Freiraum für Spontaneität und ein dynamisch groovender Puls aus, der mal am Alternative Rock der 70er Jahre vorbeischrammt, und Minimalmusic mit einer Prise Electropunk akustisch neu erklingen lässt.\nSeit Oktober 2010 ist Sebastian Merk Professor für Schlagzeug an der Dresdner Hochschule für Musik.“}

{„de“:“Die VOCAL NIGHT feiert ihr 60. Jubiläum! Natürlich mit einem ganz und gar besonderen Programm: Drei berühmte Songs werden von den Studierenden in unterschiedlichen Versionen, stilistisch grenzenlos, auf die Bühne gebracht. Gesungen werden sie von Céline Rudolph, Elsa Gregoire, Jana Pöche, Victor Sepulveda Rodriguez, Anna Lena Bolz, Olga Xavier, Sarah Huber, Dora Osterloh, Isabell Meinert und Inez Schaefer. \nInstrumental begleitet von der Dozenten All Star Band mit Tom Götze, Jäcki Reznicek, Matthias Bätzel, Stephan Bormann, Sebastian Merk.“}

{„de“:“In der inzwischen schon 8. DRUMS NIGHT rankt sich wieder alles um Trommeln und Becken. Unter anderen werden die Band Merkur Ensemble und Nippy Nirvana, aber auch andere Ensembles zu hören sein.“}

{„de“:“Die vier Ausnahmemusiker Sebastian Merk, Wanja Slavin, Paul Lapp und Mark Weschenfelder haben sich zusammengefunden, um einer gemeinsamen Leidenschaft zu frönen: der Musik von Ornette Coleman!\nMit unbändiger Energie und einem irren Swing widmen sich die vier ausschließlich Colemans Kompositionen. Dank der Flexibilität und höchster Wachsamkeit jedes Einzelnen und der Offenheit von Colemans Musik ist hier alles möglich. Wilde Uptempo-Passagen werden abgelöst von täuschend einfachen, volksliedhaften Melodien, klagende Balladen lösen sich auf in poröse Grooves und Saxophone jaulen kantige Bluesfetzen. Wie ein Blitz kann diese Musik einen durchzucken. Wen Ornettes Altsaxofonlinien mit der Klarheit und Zielgenauigkeit eines Laserstrahls einmal ins Herz getroffen haben, der wird Musik nie wieder hören wie zuvor.\nORNETTE 2.0 sind die Fackelträger, die den großen Musiker weiterleben lassen.“}

{„de“:“Nach dem Erhalt des Jazz-Förderpreises der Stadt Köln 2003 ist Lars Duppler nun mit seinem neuen Trio auf Tournee und hat sich mit seinem aktuellen Programm der Musik von Kurt Weill verschrieben.\n\nSo wie die Broadway-Songs der dreißiger Jahre die Standards des Jazz in Amerika sind, bietet sich die Musik von Kurt Weill als Vehikel an, europäische Songtradition in einen Jazzkontext zu stellen, ohne dabei diese Stücke nur plump zu »verjazzen«. Abgerundet wird das Programm durch Eigenkompositionen des Bandleaders und Stücken aus der Heimat seiner isländischen Mutter.\n \nLars Duppler studierte in Köln und Paris bei John Taylor, Bill Dobbins, Francois Théberge und Daniel Humair und spielte u.a. mit Gene Calderazzo, Keith Copeland, John Ruocco, Wolfgang Muthspiel, Jochen Rückert und Joachim Kühn, Tourneen und Konzerte führten Ihn nach Island, China, Skandinavien, Osteuropa, Frankreich, Belgien, in die Niederlande, in die Türkei und in die USA. Nach diversen Rundfunkproduktionen für BR, DLF, Radio Bremen und NDR veröffentlicht er im Januar 2006 seine dritte CD bei Edition Collage.“}

{„de“:“Ein an sich schon erstklassiges Ensemble erhält hochkarätige Verstärkung: TILL BRÖNNER, Deutschlands bekanntester Trompeter – internationaler Star, mehrfacher Echo-Preisträger und Grammy-Nominierter sowie seit 2009 Professor und künstlerischer Leiter der Jazzabteilung der Dresdner Musikhochschule Carl Maria von Weber – krönt das Quartett das ROBERT MENZEL QUARTETT. „Mostly Standards“ werden zu hören sein, die aber in garantiert extrafrischer Aufmachung. Der Tonne-Juni beginnt mit einem Highlight!\n\nRobert Menzel wurde 1980 in Dresden geboren, lebt und arbeitet jedoch in Berlin. Er studierte Jazz-Saxofon an der Hochschule für Musik in Dresden bei Prof. Marko Lackner, sowie als Stipendiat des DAAD am „Koninklijk Conservatorium van Brussel“ bei Prof. John Ruocco und Jeroen van Heerzele. Momentan ist er Meisterschüler bei Prof. Till Brönner an der HfM in Dresden.\nMit seinem Duo-Partner Jochen Aldinger veröffentlichte er 2007 die vielgelobte CD „multiple aldimenz“ bei Jazzhausmusik in Köln und ist Preisträger des „Krokus Jazzfestivals“ in Jelenia Gora/Polen. Desweiteren arbeitet er intensiv mit den Gruppen „Schulbus“ (EP „Soziophob?“ 2008) und „Brumcalli“ (aktuelle CD „Privatleben“, ITM 2010), sowie im Quartett mit dem spanischen Gitarristen Albert Vila, welches bereits auf eine beachtenswerte Konzerttätigkeit verweisen kann. Konzertreisen führten in unter anderem nach Ungarn, Dänemark, Frankreich, Israel, USA, Polen, Italien und Portugal. 2009 wurde ihm das „Carl-Maria-von-Weber-Stipendium“ verliehen.\nKünstlerisch bewegen sich seine Projekte im Grenzfeld zwischen Modern Jazz und Freier Improvisation, weisen jedoch, trotz aller Abstraktion, immer einen starken Bezug zu Melodie und damit verbunden auch Harmonie auf.\n\n1971 in Viersen geboren, erlebt Till Brönner mit Louis Armstrong und Charlie Parker erste prickelnde Momente: \“Als ich zum ersten Mal Bebop hörte, Charlie Parker, das war eine Initial-Zündung. Ich war 13, und es war fast so etwas wie die erste erotische Erfahrung. Ich dachte: So etwas Unanständiges kann man eigentlich nicht machen. Die Musik war wie eine Frau, die mich anbaggert.\“ \nBrönner stammt aus einer Musikerfamilie. Nach einer wohlbehüteten Kindheit absolviert er zuerst eine klassische Ausbildung, um anschließend Jazztrompete an der Kölner Musikhochschule zu studieren. Nach nur drei Semestern überzeugt er als 20-Jähriger bei einem Vorspiel den Chef des Berliner RIAS-Tanzorchesters, und hat damit die erste Hürde genommen. \nBereits zwei Jahre später debütiert er als Bandleader mit der Mainstream-Aufnahme \“Generations of Jazz\“, und zieht damit erste Insider-Aufmerksamkeit auf sich. Auf \“My Secret Love\“ widmet er sich kölschem Karnevalsgut. Größeres Interesse wird allerdings seinem dritten Album \“German Songs\“ zuteil. Darauf nimmt er sich alter UFA-Schlager an, die er mit einer Mischung aus Streichorchester und Jazzquartett instrumentiert. \nSeine internationale Anerkennung erfährt er 1995 mit dem Fusion-Jazz Album \“Midnight\“. An der Seite der Jazzlegenden Dennis Chambers (dr) und Michael Brecker (sax) etabliert er sich im staatenübergreifenden Vergleich. Seine ungeheure stilistische Vielfältigkeit setzt er mit \“Love\“, einem Album voller samtiger Jazzeleganz, fort. Darauf präsentiert er erstmals seine zerbrechliche Stimme, und arbeitet damit dem Album \“Chattin With Chet\“ vor. 2002 produziert er für Hildegard Knef deren Album \“Aber Schön War Es Doch\“ und kollaboriert mit P-Funk-Legende Bootsy Collins (\“Play With Bootsy\“). \nDer Titel \“David Beckham des Jazz\“ ist zwar eigentlich für Jamie Cullum reserviert. Im Falle Till Brönners darf dieser Vergleich aber beruhigt ein weiteres Mal bemüht werden. Als leichtfüßiger Könner seines Faches, verzaubert er die Frauenherzen reihenweise. \“Blue Eyed Soul\“ (2002), \“That Summer\“ (2004), \“Oceana\“ (2006) und \“Rio\“ (2008) stellen das mit einer gehaltvollen Smoothjazzdusche eindrücklich unter Beweis. \nBei aller Liebäugelei mit massentauglichen Formaten verliert Till Brönner den Blick für seine Wurzeln jedoch nicht aus den Augen. \“Der wichtigste Faktor im Jazz ist die Freiheit, sich in der Minute, in der Sekunde zu überlegen, was man jetzt eigentlich machen möchte. Wir spielen jeden Abend ein anderes Konzert. Jede Nummer klingt jeden Abend anders. Das bleibt Improvisation und Improvisation ist sehr wichtig. Dann ist es ja fast egal, ob es Jazz oder Pop oder Hip Hop oder Klassik ist.\“ (Laut.de)“}