{„de“:“Dieses Quartett lädt zum Kopfsprung mitten in den Chicagoer Kreativitätspool ein. Selbst wenn die Namen in Europa noch nicht so geläufig sind, spielen ihre Träger zentrale Rollen in der Free Music-Szene der Windy City. Rempis z.B. als expressiver Alto- und Tenorsaxophonist in The Vandermark 5, The Territory Band, The Crisis Ensemble, The Chicago Improvisers Group und The Thread Quintet und als Kopf von Triage und The Rempis Percussion Quartet, zwei Formationen mit Tim Daisy an den Drums. Daisy wiederum, der seit 1997 mitmischt, ist neben Projekten mit Vandermark und Rempis auch noch aktiv bei Dragons 1976, Wrack, Unclocked und Scott Rosenberg’s Red. Wo Jazz war, muss Noise werden. Percussiongerassel und knarrende Basssaiten versuchen sich an Schamanenvoodoo, das elektroakustische Versprechen zerbröselt(nach: Rigobert Dittmann/Bad Alchemy)“}

{„de“:“Der Name des Saxofonisten Dave Rempis ist wohl am ehesten aus den Projekten mit seinem Kollegen Ken Vandermark – dessen Territory Band oder den Vandermark 5 – geläufig. Dennoch: er und die Schlagzeuger Tim Daisy und Frank Rosaly gehören seit langem zu den Säulen der höchst lebendigen Chicagoer Improvisationsszene. \nDas REMPIS PERCUSSION QUARTET existiert bereits seit 2004. Und die Drummer sind es natürlich, auf die der Name der wilden Band anspielt. Doch seit 2009 der Original-Bassist Anton Hatwich durch das norwegische Powerhouse Ingebrigt Håker Flaten ersetzt wurde, ist der Bandname endgültig richtig und gerechtfertigt. Denn Håker Flaten, den man u.a. aus The Thing, Atomic oder dem Scorch Trio kennt, ist so viel mehr als ein Mann der tiefen Saiten, dass man ihn schon fast als dritten Schlagzeuger bezeichnen könnte. Er ist der Zugewinn, der das Rempis Percussion Quartet zum absoluten Top-Ensemble macht. Er und die beiden Männer an Sticks und Trommeln schaffen ein derart dichtes Rhythmusgeflecht, dass einem vor Staunen die Luft wegbleibt, die Bandleader Rempis dafür umso mehr nutzt für sein überbordendes, energiegeladenes Saxofonspiel, das geradezu grenzenlos scheint. Ein permanenter Groove oder ein herrlich vielgestaltiges Brodeln bilden das Rhythmusnetz, auf dem Rempis sich mit seelenvollen Läufen und Tönen nach Herzenslust ausbreiten kann. Die Stücke der Band dauern dann auch locker 20 Minuten bis zu einer Dreiviertelstunde, ohne auch nur an einer Stelle an Spannung nachzulassen. Atemberaubend!“}