{„de“:“Ulrich Thiem, der Erfinder und Künstler des Projektes »Bach und Blues«, kommt diesmal aus einem speziellen und besonders erfreulichen Anlass in die »Tonne«. \n \nDieses Neujahrskonzert spezial hat den Titel »summertime in winter – music between Bach and Gershwin« und ist das Release-Konzert für die gleichnamige, eben erschienene CD. Das Programm der erfahrenen Profis umfasst Kompositionen u.a. von J. S. Bach, die in unkonventionell-musikantischer Weise mit Jazz-Standards und -Improvisationen korrespondieren. Hier gehen Tradition und Moderne eine unmittelbare Verbindung ein, um sich gegenseitig zu ergänzen, wobei die unterschiedlichen Stile in gleicher Wertigkeit eingesetzt werden. So ergibt sich ein höchst reizvolles Klang-Konzept, das improvisierend von einer Klangfarbe zur nächsten führt und durch lange Bögen bewusste Spannungen aufbaut. Offenheit ist Thiems Programm, und damit auch das Ignorieren stilistischer Grenzen. \n \nDie neue Thiem-CD, die hiermit präsentiert wird, wurde vor fast zwei Jahren bei einem Konzert in der »Tonne« am 20. Januar 2006 live aufgenommen. Günstige Gelegenheit: Sie kann an diesem Abend käuflich erworben werden.“}

{„de“:“Der Sängerin MARION FIEDLER gelingt das scheinbar Unmögliche: Sie komponiert als Deutsche eigene Lieder in bester amerikanischer Tradition, die authentisch sind. Voller Kreativität geht es bei ihr um Grenzerfahrungen im wahrsten Sinne des Wortes, denn Marion Fiedler pendelt seit einigen Jahren zwischen den Kontinenten Europa und Amerika.\nDie Dresdner Musikhochschule hat sie natürlich geprägt. Und sie ermöglichte ihr einen Studienaufenthalt in den USA, die ihre zweite Heimat geworden sind (im Herzen vielleicht sogar ihre erste). Die Reibung der verschiedenen Temperamente macht den Reiz von Marion Fiedlers Songs aus. \nMit ihrer Liveband – allesamt herausragende Dresdner Musiker – feiert Marion Fiedler in der Tonne den 5. Geburtstag ihres stetig wachsenden „My American Songbook“-Programms.“}

{„de“:“Ulrich Thiem, der Erfinder und Künstler des Projektes »Bach und Blues« (das kürzlich seinen 25-jährigen »Geburtstag« feierte), kommt seit langem wieder einmal in die »Tonne«. \n\nOffenheit ist Thiems Programm, und damit auch das Ignorieren stilistischer Grenzen. Schon von Kindesbeinen an interessierte und engagierte sich der Dresdner Cellist Ulrich Thiem für die Begegnung von Kammermusik mit Blues, Gospel und Jazz. Bereits in den siebziger Jahren schrieb er Stücke, die er selbst als »KammerJAZZmusiK« rubrizierte. »Ich wollte einen Musik-Stil finden, der Werke von Johann Sebastian Bach einbindet, ohne sie wesentlich zu verändern, aber insgesamt doch mehr am Jazz angelehnt ist«, erinnert sich der Musiker. So entstand 1980 die Gruppe BACH & BLUES DRESDEN, in der sich bis heute klassische und Jazzmusiker treffen und zusammen Konzert-Programme aufführen, in denen beide Stile gleichwertig berücksichtigt sind – schon die ersten Auftritte im Juli 1980 vereinten neben Thiem eine klassische Sängerin mit einem Bluesmusiker. \n\nDabei war »Bach und Blues« (B&B) eher eine Plattform für immer wieder variierende Aktivitäten zum Thema oder ein Musiker-Pool, aus dem heraus sich konkrete Bach-und-Blues-Konzerte rekrutierten. Viele haben in den 25 Jahren mitgewirkt, von Anfang an bis heute mit dabei sind Annette Roth (Violine), Friedrich »Friwi« Sternberg (Klarinette/Saxophon), Jörg Naßler (Gitarre) und Andreas Böttcher (Vibraphon/Orgel). Um das künstlerische Spektrum weiter zu fassen (oder um das mittlerweile erweiterte künstlerische Spektrum namentlich besser zu fassen), änderte Ulrich Thiem 1984 den Namen des Projektes von »Bach & Blues« in »Zwischen BACH und BLUES« – eine Hinwendung zu noch größerer Offenheit. Diese Öffnung wurde später noch konsequenter und stilistisch weiter vollzogen. 2001, mit dem Gitarristen Alejandro Leon, entschied sich Thiem, den Titel »Zwischen BACH und BLUES« von Fall zu Fall zu modifizieren, weil, so Thiem, »zum Beispiel das Programm mit Leon mit Blues wirklich nichts zu tun hat, sondern eindeutig südamerikanisch klingt«. Zu diesem Programm »Zwischen BACH und SAMBA« kamen später »Zwischen BACH und FLAMENCO« und »Zwischen BACH und TANGO« hinzu, seit Mai 2004 gibt es »Zwischen BACH und Acoustic-JAZZ« – natürlich mit dem Gitarristen Jörg Naßler.\n\nBach bzw. das Flair von Bach ist immer dabei – ist doch der große frühere Thomaskantor Ulrich Thiems künstlerische Heimat und Hauptfaktor der engen Verbindung des Dresdner Cellisten zur Kirchenmusik. Und trotz Ausweitung zu Samba, Flamenco und Tango bleibt der Blues, vor allem gefasst als stilistisch-harmonisches Strukturschema, die zweite »tragende Säule« der Thiem’schen Musik. »Ich muss daran erinnern, dass der Begriff Blues in den 70ern und 80ern in der DDR – z. B. durch die so genannten Blues-Messen in der Berliner Samariterkirche – eine geradezu politische Dimension bekommen hatte. Ein Programm, in dem Blues angekündigt war und das noch in einer Kirche stattfand, war von vorn herein politisch interessant, brisant.« Der Start für Uli Thiem erfolgte diesbezüglich bei Pfarrer Eppelmanns Blues-Messen schon 1979 – also in einem politisch hochbrisanten Kontext. Diese einst DDR-spezifische Brisanz wohnt heute dem hiesigen Blues nicht mehr inne – ebenso wenig wie dem Freejazz. »Bach und Blues« ist längst eine nahezu entideologisierte Verbindung auf den Konzertpodien Deutschlands, Österreichs und der Schweiz – Ulrich Thiems Hauptauftrittsgebiete – geworden. Dabei ist es kaum zu glauben: Nach 25 Jahren des B&B-Projektes absolviert Thiem immer noch sage und schreibe 170 Konzerte pro Jahr, davon etwa vierzig im Ausland – dahinter verbergen sich jährlich etwa 50.000 gefahrene Kilometer und zahllose Übernachtungen in der Fremde – und das alles ohne Manager!\n\nDas Programm »Summertime in Winter« ist ein spezielles Projekt Ulrich Thiems, an dem sich einige von Thiems künstlerischen Weggefährten aus 25 Jahren »Bach und Blues« beteiligen.“}

{„de“:“Solo- und Duokompositionen von J. S. Bach, traditionelle Flamencolieder, Flamenco-Kompositionen von Ulrich Thiem werden in diesem Repertoire miteinander verwoben.“}