{„de“:“Das Quartett Doppelmoppel, gegründet 1981, sucht nicht nur seiner einzigartigen, originellen Besetzung wegen seinesgleichen in der europäischen Jazzlandschaft. Die posaunenden Brüder Konrad und Johannes Bauer sowie die beiden Gitarristen Uwe Kropinski und Helmut »Joe« Sachse gehören zu den Pionieren der modernen Improvisationsszene in der Ex-DDR. Der musikalische Einfluss der einzelnen Mitglieder reichte weit über die Grenzen des Eisernen Vorhangs hinweg. Heute gilt jeder von ihnen als begehrter Partner in unzähligen kleinen und großen internationalen Formationen.\n \nKonrad Bauer zählt zu den großen Neuerern des Posaunenspiels. Nach seinem Musikstudium in Dresden und Berlin gründete und initiierte er seit Anfang der siebziger Jahre zahlreiche, die Entwicklung des Jazz in der DDR mitbestimmende Gruppen. z.B. Doppelmoppel und das Zentralquartett. Sein Spiel kann als virtuos, technisch perfekt und wohldurchdacht bezeichnet werden – dabei niemals »fertig«, die ständige Arbeit erschließt immer wieder neue Ausdrucksmöglichkeiten.\n \nJohannes Bauer spielte schon während seines Studiums in Berlin in Gruppen um Manfred Schulze mit und widmet sich seit 1979 ausschließlich der Improvisierten Musik. Eine langfristige Zusammenarbeit verbindet ihn mit Peter Brötzmann, Tony Oxley, Fred van Hove, Jon Rose und vielen anderen Musikern der internationalen Szene. Sein Spiel ist kraftvoll, rau, tonlich bis an die Grenze zum Geräusch gehend und steht in reizvollem Kontrast zu dem seines Bruders Konrad.\n \nHelmut »Joe« Sachse gründete nach seinem Studium an der Weimar Musikhochschule und seinen verschiedenen Projekten mit Manfred Schulze bereits Mitte der 70er Jahre das Quintett »Osiris«. Schon früh entwickelte er seinen außergewöhnlichen persönlichen Stil, in dem unterschiedlichste Einflüsse aus Jazz, Rock und zeitgenössischer Improvisationsmusik verschmelzen, die allerdings mit allen Mitteln (auch elektronischen) verfremdet werden, wodurch wieder neue Klangräume entstehen.\n \nUwe Kropinski, anfangs E-Gitarrist in verschiedenen Rockbands wand sich nach seinem Studium an der Berliner Musikhochschule 1977 dem Jazz zu. Gleichzeitig beschäftigte er sich mit klassischer Gitarrentradition und wechselte zur akustischen Gitarre. Besondere Virtuosität erreichte er mit seinem perkussiven Spiel auf dem Gitarrenkorpus. Neben seiner Arbeit mit Doppelmoppel gründete er 1981 sein eigenes Quartett und gab Solokonzerte. In den 90er Jahren arbeitete er hauptsächlich mit David Friesen in verschiedenen Besetzungen.“}

{„de“:“Zwei Meister ihres Faches entfalten souverän spielerisch, aber auf den Punkt genau ein zauberhaftes Klangbild: UWE KROPINSKI, der Berliner Gitarrist, der neben Saitenklängen wie kein Zweiter seinem Instrument auch perkussive Klänge entlockt und JAMAALADEEN TACUMA, der atemberaubend präzise und exorbitant virtuose Bassist aus Philadelphia, der den Tiefton-Viersaiter so unbeschwert grooven lässt, dass man neben all dem Staunen über seine Fingerfertigkeit ganz automatisch in Bewegung gerät.\nErstmals begegneten sich Tacuma und Kropinski 1996 beim Leipziger Jazzfestival. Danach war dreizehn Jahre lang Ruhe bis zu dem unerwarteten Anruf des Bassmanns 2009 in Berlin mit dem Vorschlag für CD-Aufnahmen und gemeinsame Duo-Konzerte. Daraus entstand das wunderbare Album \“Zwei\“ und die Tournee, bei der die beiden Weltklasse-Musiker nun zur Eröffnung unserer Festwoche \“10 Jahre Neue Tonne\“ spielen.“}

{„de“:“Die Jazzwerkstatt PEITZ startete ihre Konzerte 1971 im beschaulichen Spreewaldstädtchen, dessen Name bald darauf zum Zauberwort für die weltoffenen DDR-Jazzfans. Peitz war in den 1970er Jahren das Mekka der unangepassten Jugend der ummauerten Republik. Ulli Blobel und Jimi Metag waren die Organisatoren dieses Woodstock-Festivals im deutschen Osten. Das wurde mit seinen bis zu 4000 Besuchern sehr schnell zum größten Open-Air-Jazzfestival der DDR. Internationale Jazzgrößen wie Gianluigi Trovesi, Barre Phillips, Peter Brötzmann, Albert Mangelsdorff, Peter Kowald, Gunter Hampel u.v.a. trafen sich hier auf der Bühne mit international ebenso gefragten DDR-Jazzern wie Günter Sommer, Conrad Bauer, Ernst-Ludwig Petrowsky, Ulli Gumpert und und und.\nUlli Blobel – heute Labelbetreiber und Konzertveranstalter in Berlin – veröffentlicht jetzt das Buch WOODSTOCK AM KARPFENTEICH über die Peitzer Jazzwerkstatt. Die Texte stammen von so namhaften Autoren wie Bert Noglik, Wolf Kampmann, Christoph Dieckmann, Ulrich Steinmetzger, Blobel selbst und anderen. ULLI BLOBEL und ULRICH STEINMETZGER lesen daraus.\nAnschließend gibt es ein Konzert mit dem Gitarrenduo JOE SACHSE und UWE KROPINSKI. Beide gehören zu den Musikern, die bereits zur Zeit ihrer Konzerte in Peitz zu den großen Jazzmusikern aus Ostdeutschland gehörten. Ihre Spieltechnik sucht aber auch heute noch ihresgleichen. »Hexenmeister der Gitarre« oder »Hohepriester der Elektrogitarre« sind nur zwei der schwärmerischen Titel, die ihnen die Presse im Laufe ihrer Karriere gab.“}

{„de“:“Wir setzen unsere schöne Tradition fort: am 1. Januar starten wir ins neue Jahr mit dem Tonne-Neujahrskonzert. Fünf Jahre lang stimmte uns das Zentralquartett auf die Clubkonzerte im Kulturrathauskeller ein, jetzt sind es DOPPELMOPPEL, die den Staffelstab übernehmen und statt mit Pauken und Trompeten mit Gitarren und Posaunen das Tonne-Jahr einläuten.\n\nDoppelmoppel suchen nicht nur ihrer einzigartigen, originellen Besetzung wegen ihresgleichen in der weltweiten Jazzlandschaft. Die posaunenden Brüder Konrad und Johannes Bauer sowie die beiden Gitarristen Uwe Kropinski und Helmut \“Joe\“ Sachse gehören zu den Pionieren der modernen Improvisationsszene in der Ex-DDR. Der musikalische Einfluss der einzelnen Mitglieder reichte weit über die Grenze des Eisernen Vorhangs hinweg. Heute besitzt jeder von ihnen eine einmalige musikalische Stimme und ist begehrter Partner in unzähligen kleinen und großen internationalen Formationen. \n\n Konrad Bauer \nzählt zu den großen Neuerern des Posaunenspiels. Nach seinem Musikstudium in Dresden und Berlin gründete und initiierte er seit Anfang der 1970-er Jahre zahlreiche, die Entwicklung des Jazz in der DDR mitbestimmende Gruppen, z.B. das \“Zentralquartett\“. Sein Spiel kann als virtuos, technisch perfekt und wohldurchdacht bezeichnet werden – dabei niemals \“fertig\“, seine ständige Arbeit erschließt immer wieder neue Ausdrucksmöglichkeiten. \n\nJohannes Bauer \nspielte schon während seines Studiums in Berlin in Gruppen um Manfred Schulze, und widmet sich seit 1979 ausschließlich der improvisierten Musik. Eine langfristige Zusammenarbeit verbindet ihn mit Peter Brötzmann, Tony Oxley, Fred van Hove, Jon Rose und vielen anderen MusikerInnen der internationalen Szene. Sein Spiel ist kraftvoll, rau, tonlich bis an die Grenze zum Geräusch gehend und steht in reizvollem Kontrast zu dem seines Bruders Konrad. \n\n Helmut \“Joe\“ Sachse \ngründete nach seinem Studium an der Weimarer Musikhochschule und verschiedenen Projekten mit Manfred Schulze seit Mitte der 1970-er Jahre eigene Gruppen. Schon früh entwickelte er seinen außergewöhnlichen persönlichen Stil, in dem unterschiedlichste Einflüsse aus Jazz, Rock und zeitgenössischer Improvisationsmusik verschmelzen. Er spielte mit: John Marshall, Georg Lewis, Jack Bruce, David Moss, Albert Mangelsdorff, Leo Wright u.a. \n\nUwe Kropinski \nanfangs E-Gitarrist in verschiedenen Rockbands, wandte sich nach seinem Studium an der Berliner Musikhochschule 1977 dem Jazz zu. Gleichzeitig beschäftigte er sich mit klassischer Gitarrentradition und wechselte zur akustischen Gitarre, heute spielt er auf einer 39-bündigen, speziell für ihn entwickelten akustischen Gitarre, die er auch als vollwertiges Perkussionsinstrument einsetzt. Neben vielen anderen spielte er mit David Friesen, Michael Heupel, Majid Bekkas und Jamaaladeen Tacuma.“}

{„de“:“Der Gründer der Jazzwerkstatt Peitz, inzwischen Labelbetreiber, Verleger und Festivalleiter aus Berlin ULLI BLOBEL erzählt in seinem neuen Buch \“Sketches Of Spain\“ über Andalusien, über Miles Davis und über in der spanischen Region geborene Künstler. Viele der bekanntesten Spaniens kommen aus dem Süden: Pablo Picasso, Andrés Segovia, Manuel de Falla, Federico García Lorca, Paco de Lucía sind in Andalusien geboren, keiner hat seine Karriere dort gemacht. Die Geschichten über El Andaluz, die Geschichte an sich und was Miles Davis damit zu tun hat, sind weit gespannten Themen. Der Autor verbindet das scheinbar nicht Zusammengehörende in seinen Erzählungen und schafft somit ein Bild von Andalusien und seinen Künstlern.\nDieses Buch erhebt weder Anspruch darauf, Wissenschaftliches zu vermitteln, noch auf Vollständigkeit oder aufeinen kulturwissenschaftlichen Diskurs. Einfach und solide Erzähltes soll beim Leser Interesse an spanischer Musik, an Kunst und an Andalusien wecken.\nDazu geben die beiden weltweit bekannten ostdeutschen Gitarristen UWE KROPINSKI und JOE SACHSE ein von Flamenco inspiriertes Konzert, bei dem sie ihre hohen Saitenkünste aufs Beste ausspielen können.“}

{„de“:“David Friesen, der zu den ganz wenigen Bassisten zählt, die auch Solokonzerte geben und Kropinski, der sein erstes Solokonzert 1977 gab, trafen sich 1987 in München. Jeder spielte Solo am gleichen Abend, man hörte sich zu und entdeckte Gemeinsamkeiten, die man beschloss in Zukunft zu teilen. Seitdem spielen die zwei Musiker mit so unterschiedlichen musikalischen Wurzeln zusammen. Der eine aus Portland – Oregon, der andere aus Berlin stammend, zählen heute zu den herausragendsten Vertretern auf ihren Instrumenten. Friesen spielte mit vielen bedeutenden Jazzmusikern – Stan Getz, Chick Corea, Clark Terry und John Scofield seien hier nur als Beispiel angeführt.\n\nNat Henthoff – ein bedeutender amerikanischer Jazzkritiker schrieb: »David Friesen is a phenomenon, a player whose musicianship, tone and imagination are uncategorizable.«\n\nKropinski begann als Rockgitarrist, sang Beatles Songs, studierte Jazz und klassische Gitarre und spielte in Gruppen improvisierter Musik, Konrad Bauer sei hier als wichtigster Partner genannt. Später konnte man in der Stuttgarter Zeitung lesen: »Jahrhundertgitarrist«, in der Nord-West -Zeit »Glenn Gould der Gitarre«, »wie Keith Jarrett auf sechs Saiten« (Zitty-Berlin) oder »Jimi Hendrix of the acoustic guitar« (Guitar player magazine). Die Vergleiche mit sehr unterschiedlichen, aber besonders herausragenden Musikern spiegeln wieder, was Kropinskis Spiel ausmacht. Bert Noglik schreibt dazu: »Kropinski hat die Gitarre in ein anderes, neues, eigenes Instrument verwandelt.«\n\nAls Duo haben Kropinski und Friesen über die Jahre eine ganz eigene Tonsprache entwickelt. Traumwandlerische Sicherheit im Zusammenspiel, gewachsen durch jahrelange musikalische Zusammenarbeit (vier Duo-CDs und eine DVD sind bisher erschienen) und untermauert durch eine an gemeinsamen Herausforderungen gewachsene Freundschaft, machen das Duo zu einem ganz besonderen musikalischen Ereignis. Erwarten sie also kein gewöhnliches Konzert, eher ein musikalisches Abenteuer zwischen der amerikanischen Westküste und dem Himmel von Berlin.“}

{„de“:“Sie haben schon mal eine akustische Gitarre gehört? Na, ja aber …\nWas UWE KROPINSKI mit seiner Gitarre [39 Bünde!!] macht, ist weit jenseits dessen, was man normalerweise unter Gitarrespielen versteht. Nicht nur, dass er mit einer atemberaubenden Technik die sechs Saiten zum Klingen bringt, mit dem Plektrum oder in Fingerstyle-Manier. Nein, er versteht die Gitarre umfassend als Klangkörper, spielt Perkussives auf dem Gitarrenkorpus, das jedem Pekussionisten zur Ehre gereichen würde und setzt auch seine Stimme mit ein. Was die Art seiner Musik betrifft, bewegt sich Kropinski in einer souveränen Freiheit zwischen den Stilen und Genres der Musikwelt. Jazz, Blues, Klassik, Rock, Folklore, Elemente aus Samba, Flamenco oder was auch immer, er schöpft aus der Fülle weltweiter Musikformen, um seine komplexen kompositorischen und improvisierten Ideen umzusetzen. Sein Spiel ist einerseits außerordentlich konzentriert und präzise, andererseits auch kindlich neugierig und verspielt. Hier ist einer versunken in sein Spiel, von seiner Spielfreude gefangen. Und das überträgt sich auf seine Zuhörer, die ihm mit offenen Ohren – und nicht selten auch offenem Mund – zuhören.\nOhne Zweifel, selten ist ein Musiker mit seinem Instrument zu einer so kreativen Einheit verschmolzen wie Uwe Kropinski mit seiner Gitarre.\nZu hören sein wird Musik seiner letzten Solo-CD \“Sowieso\“ und aber auch schon wieder neue Stücke.\n\nPressezitate:\n [TAZ Berlin]\n\n [Pat Metheny nachdem er Kropinski im Konzert gehört hatte]“}