{„de“:“1994 lud BABY SOMMER die beiden polnischen Musiker Leszek Zadlo und Vitold Rek nach Konstanz am Bodensee ein, um mit ihnen im Trio die Musik zu der Tanzperformance „Polski Blues“ zu entwickeln.\nSchon damals hatten die Musiker das Gefühl, ihr Trio für weitere Konzerte zu erhalten.\nDie beiden Polen hatten ihre musikalische Studien im Krakauer Umfeld absolviert und sich danach in Deutschland verankert. Der 1955 geborene Vitold Rek Anfang der 90-er und Leszek Zadlo schon 1966. Das war auch der Hintergrund, dass Baby Sommer und Leszek Zadlo sich erstmals auf Einladung von Joachim-Ernst Behrendt bei dessen legendären Jazzmeetings in Baden-Baden trafen.\nAlle drei Musiker haben ihre nationale kulturelle Verwurzelung in den Jazzkontext eingebracht und erarbeiten sich unter Respekt vor den positiven Werten der Tradition ständig neue zeitgenössische Spielpraktiken. Dabei kommt ihnen ihr individuelles hohes musikalisches Niveau zugute, welches sie mit ihrer Lehrtätigkeit an junge Musiker weiterreichen: Vitold Rek in Frankfurt am Main, Leszek Zadlo in München und Würzburg und Günter Baby Sommer als Professor an der Hochschule für Musik in Dresden.\nDie Musik dieses Trios besteht aus Kompositionen, die den Rahmen für weitreichende Improvisationen ergeben. Hierbei treffen polnischer Melodienreichtum auf deutsche Spielenergie und deutsche Innovationslust auf polnische Gründlichkeit. Das Ensemble besteht aus drei Solisten, drei Duos und einem Trio – THE POLISH CONNECTION.\n\nDas Konzert findet statt im Rahmen der 5. Polnisch-Deutschen Kulturtage 2016 und wird unterstützt von den Interkulturellen Tagen Dresden 2016.“}

{„de“:“Mit seinem Soloprogramm »Bassfiddle alla polacca« entführt Vitold Rek in die Welt der alten polnischen Hymnen und Volkslieder, die er gleichzeitig neu interpretiert. Die musikalischen Ursprünge und seine persönlichen Vorstellungen von Jazz in der Synthese mit seiner musikalischen Tradition, der slawischen Elegie und Innigkeit, werden gefühlvoll und dynamisch dargestellt. Er spielt auch eigene Kompositionen und begleitet sich selbst mit Gesang, wie das Programm schon vermuten lässt, auf Polnisch. Die Bassgeige erscheint als ein eigenständiges, lyrisches Instrument mit einer Klangfärbung, die Gamba oder Viola an Ausdruckskraft in nichts nachsteht. Es ist spürbar, dass er eine tiefe Achtung und Liebe für dieses Instrument empfindet. Gleichzeitig ist er Protagonist einer Jazzrichtung, die mit der persönlichen Herkunft, den Bindungen an kulturelle Identitäten experimentiert und diese weiterführt. Immer wichtiger wird diese Grundidee. Die Zeiten spröder Improvisation um der Improvisation willen scheinen vorbei und waren sein Stil noch nie. Die Avantgarde von heute bemüht sich, individuelle musikalische Erfahrungswelten neu zu schöpfen.\nDer frühere Bassist von Tomasz Stanko arbeitet seit vielen Jahren regelmäßig mit Charlie Mariano und John Tchicai zusammen; genreübergreifend sind seine Programme mit den deutschen Lyrikern Sarah Kirsch und Volker Braun bekannt geworden.“}

{„de“:“Dieses Trio erinnert an den vor einem Jahr verstorbenen Saxophonisten John Tchicai. Tchicai war an der Seite von Archie Shepp und John Coltrane einer der großen Innovatoren der freien New Yorker Jazzszene der 1960er und -70er Jahre. Als er sich in Europa in Kopenhagen für viele Jahre niederließ, begegnete er neben vielen anderen europäischen Musikern u.a. auch GÜNTER BABY SOMMER. Mit ihm spielte Tchicai in den 80er Jahren viele Duo Konzerte. Später kamen auch die jüngeren Vitold Rek und Jesper Løvdal hinzu. Mit letzterem realisierte Tchicai viele seiner Projekte in Dänemark. 2011 spielte das Trio TCHICAI – LØVDAL – SOMMER Konzerte im Rahmen des Copenhagen Jazzfestival. Vitold Rek spielte im Juni 2012 in der Jazzwerkstatt Peitz das letzte Konzert mit John Tchicai vor dessen Tod im September 2012.\nMit Kompositionen von John Tchicai erinnert das Trio JOHN TCHICAI MEMORIAL TRIO an das Wirken und an den Klang dieses herausragenden Musikers der Jazzgeschichte.“}