{„de“:“Wer WOLFGANG TORKLERS Solo-Musik kennt, weiß, dass man sich hier im entschleunigten Modus zurücklehnen kann. Konsequent verfolgt er seit fünf Solo-Alben und einem Trio-Album den Weg der Reduktion, der Introspektion, der Konzentration aufs Wesentliche.

Zusammen mit RENÉ BORNSTEIN am Kontrabass spielt Torkler nun in einem Duo, welches sich der Weite und dem Klang widmet. Sie entschleunigen und bringen Ruhe in eine oftmals gehetzte Zeit.

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{„de“:“Manchen ist Wolfgang Torkler (ein Absolvent nicht nur der Dresdner Musikhochschule, sondern auch des Bostoner »Berklee College of Music«) bekannt als Pianist bei den Auftritten des Schauspielers Rolf Hoppe, vielen Fans sicher auch durch die Arbeit in der Latin-Jazz-Band Tumba-Ito. Aber Torklers Kunst als Pianist und Komponist reicht viel weiter. Er komponiert und arrangiert Stücke verschiedensten Charakters – von Bühnenmusiken für Theaterinszenierungen, Musicals (z.B. die Bettleroper), über Latin-Jazz-Titel bis hin zu Trip Hop Tracks. Zur Zeit engagiert er sich außerdem noch bei einem Berliner Ambientprojekt namens Snow-Crash.\n\nNun stellt er sein neues Solo-Programm vor – eine Musik geprägt von Poesie, Nachdenklichkeit und Wärme.“}

{„de“:“Das zweite Projekt des Abends ist 3prokubik. Als 3prokubik präsentieren 2Hot und Wolfgang Torkler eine gemeinsame Jazz-Performance, die – stark beeinflusst von Boogie und swingendem Drum’n Bass – eine höchst außergewöhnliche Mischung offenbart. Gegründet wurde das Trio im Millenniumsjahr. Ihr Ziel ist es, Electric Boogie in bester Jazz-Disco-Manier zu zelebrieren. Damit begeisterten sie u.a. auch schon beim Klassik OpenAir Leipzig.“}

{„de“:“Das Projekt »STAHL-IN-ORGEL« wurde von dem Saxofonisten Michael Schulz quasi im Auftrag des Jazzclubs Neue Tonne zusammengestellt. Dieser nämlich entsandte im Juli 2005 bereits zum dritten Mal – vor allem Dresdner – Musiker auf das große Festival im kleinen mährischen Ort Boskovice, so eben auch Michael Schulz mit einem eigens zusammengestellten Ensemble.\n\nUnd so fanden auf der Jazzbühne des Festivals vier Musiker verschiedensten Hintergrunds improvisierend zueinander. Da ist zum einen der hauptsächlich dem freien Jazz zugewandte Saxofonist Michael Schulz, der in Dresden – und nicht zuletzt in der Tonne – des öfteren durch ausgefallene Projekte auffällt. Da ist Wolfgang Torkler, bekannt für seine sensible Solo-Klavier-Musik, die Zusammenarbeit mit dem Schauspieler Rolf Hoppe und als Gründungsmitglied der Latin-Jazz-Band »Tumba Ito«. Schlagzeuger Matthias Macht ist in letzter Zeit vor allem durch seine Mitwirkung an der weit über Dresden hinaus bekannten Band »Tijuana Mon Amour Broadcasting Inc.« und im Trio des kürzlich verstorbenen amerikanischen New-Blues-Gitarristen Chris Whitley aufgefallen. Und nicht zuletzt Hagen Gebauer: er begann seine musikalische Laufbahn mit Solokonzerten im Jazzcafé der Waldschlösschen-Tonne und ist nun seit einem Jahr als Frontmann mit dem Rocktrio »cosmofonics« unterwegs.\n\nDas Doppelkonzert »Antifasching« ist eine Benefizveranstaltung. Die Einnahmen werden zur Finanzierung des diesjährigen Beitrags der Tonne zum Boskovice-Festival genutzt.“}

{„de“:“Dieses deutsch-tschechische Jazz-Trio bringt die Kompositionen des Dresdner Pianisten in neuem Licht auf die Bühne. Wolfgang Torkler, bekannt vor allem durch seine 3 Solo-CDs, seine Latin-Jazz-Band »tumba-ito«, sowie seine langjährige Zusammenarbeit mit Schauspieler Rolf Hoppe, wird in diesem Trio-Projekt, wie auch in seiner solo-Arbeit, großen Wert auf die »schlichte Linie« legen, die er gern als Prinzip der »Entschleunigung« betitelt. Da trifft ECM-Sound und nordische Abgeklärtheit à la Jan Johansson auf die virtuose Spielfreude der deutschen und tschechischen Musiker. Sehr spannend.“}

{„de“:“Teil 1:\n»Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke«\nViktor Ullmann (1898 Teschen/Österreich-Ungarn – 1944 Auschwitz/Birkenau)\n\nAm 8. September 1942 musste der Komponist Viktor Ullmann, ein Schüler Arnold Schönbergs, jenen Zug besteigen, mit dem er aus seiner Wahlheimat Prag in das 60 km nördlich gelegene Theresienstadt deportiert wurde. Während der folgenden 25 Monate seiner Gefangenschaft in der ehemaligen Garnisonsstadt, die unter dem nationalsozialistischen Regime in ein Konzentrationslager umfunktioniert worden war, schrieb er u. a. die 7. Klaviersonate, die Oper »Der Kaiser von Atlantis« und das Melodram »Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke« nach dem Text von Rainer Maria Rilke, jene Werke also, die ihn – seit etwa 1990 – im Verlauf der Wiederentdeckung der von den Nazis verfolgten und ermordeten Musiker weltberühmt gemacht haben. \nÜber dem tragischen Ausgang seines Lebenslaufs sollte freilich nicht vergessen werden, dass Ullmann bereits in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen ein weit über die Grenzen der damaligen Tschechoslowakischen Republik hinaus bekannter Komponist war, dessen Werke nicht nur in Prag, sondern auch in Genf, Berlin, London, New York und anderen Metropolen erfolgreich aufgeführt wurden. Die Wurzeln dieses in jeder Phase eindrucksvollen Lebenswerks, das infolge der mörderischen nationalsozialistischen Kultur- und Rassenpolitik teilweise vernichtet wurde und nach dem Krieg lange und zu Unrecht in Vergessenheit geriet, liegen in der Spätzeit der österreichisch-ungarischen Monarchie. \n\nTeil 2:\nJazzimprovisationen zu erotischen Gedichte von Rainer Maria Rilke\nZdenka Procházková – Sprache\nWolfgang Torkler – Piano\n\nZdenka Procházková liest Rilke-Gedichte, sie gestaltet sie sprachlich und im Ausdruck mit Finesse und großer Schauspielkunst. Die Piano-Improvisationen Wolfgang Torklers ergänzen das gesprochene Wort, kontrastieren und reflektieren es. Eine so bisher noch nie aufgeführte Verbindung von Lyrik und Jazz!“}

{„de“:“Wer WOLFGANG TORKLERs Solo-Platten kennt, weiß von der nordisch-schlichten Note seiner Musik. Zusammen mit Sängerin ELENA JANIS geht er seit 2010 als DUO SOMMERFELD neue Wege. Singer-Songwriter-Jazz wäre ein Prädikat, unter das diese Musik fallen könnte. Dahinter verbergen sich eigene Songs, die die Vorliebe für Musik wie die von Joni Mitchell oder Leslie Feist durchaus erkennen lassen, aber immer eigenständig bleiben, angereichert mit Adaptionen aus Jazz und Bossa Nova. \“Wir modeln und hobeln, zerkauen und klauen, werkeln und schrauben, bis es für uns passt.\“ Da stehen dann mitunter Texte von Milton Nascimento, Johann Wolfgang von Goethe und Elena Janis nebeneinander, als kämen sie aus derselben Kinderstube. In vielen Sprachen zu Hause (viele werden sie z.B. aus dem Kontext ihrer Latin-Band \“Tumba-ito\“ kennen), verbindet Elena Janis diesen Kulturmix mit einer großen stimmlichen Leichtigkeit und Eleganz. Wolfgang Torklers einfühlsames Pianospiel bildet den perfekten Klangteppich für diese ergreifende Stimme!“}

{„de“:“Folklore. Kampf. Lyra. Liebesrausch. Stahlfabrik. Ein Quartett. Vier Klangkünstler, die aus verschiedenen Ecken des Dresdner Musikuniversums kommen, arbeiten am Umbau eines Industrieschrottplatzes in einen Konzertsaal der anderen Art. Einer von ihnen beschreibt ihre Musik in schmunzlig-postdadaistischer Weise mit den Worten: »Mathinationale Dreschflegelsinfonie unter Orscheltieffliegern im Saxgedröhn und dem Gekreisch mährischer Gitarrenmäher«. Womit auch auf eine Besonderheit hingewiesen wäre: Diese ad-hoc-Combo wurde als Spezialbeitrag des Jazzclubs Neue Tonne für das 2005-er Festival Boskovice in Mähren zusammengestellt und erwies sich dort als »Überflieger«, der das Publikum in Begeisterungsraserei versetzte. Was also lag näher, das Ensemble mit dem pfiffigen Namen auch mal dem heimatlichen Publikum vorzustellen?\n\nDie freien Improvisationen erinnern manchmal an den rhythmisch zupackenden Sound der alten Kultband Can, manchmal vermeint man, Peter Brötzmanns »Machine Gun« wahrzunehmen, etwas später klingt Stahl-in-Orgel wie eine Stalin-Orgel auf dem Weg ins Ziel, plötzlich blubbert das Keyboard wie die Hammond Theo Schumanns im Parkhotel und eine Stimme girrt flügelschlagend über dem Publikum, als wolle sie sagen: Hört her, ich bin der heilige Geist! \n\nHerzliche Einladung zum Abenteuer!“}

{„de“:“Wer WOLFGANG TORKLERS Solo-Musik kennt, weiß, dass man sich hier im entschleunigten Modus zurücklehnen kann. Konsequent verfolgt er seit fünf Solo-Alben und einem Trio-Album den Weg der Reduktion, der Introspektion, der Konzentration aufs Wesentliche.\nZusammen mit RENÉ BORNSTEIN am Kontrabass spielt Torkler nun in einem Duo, welches sich der Weite und dem Klang widmet. Sie entschleunigen und bringen Ruhe in eine oftmals gehetzte Zeit.“}